Historisches

Deshalb werden sie euch verfolgen, wie sie mich verfolgt haben.” (Joh. 15, 20)

Christenverfolgung ist kein neues Phänomen. Ganz im Gegenteil, bereits an der Wurzel der Urgemeinde sollte dieses „Abweichlertum von der jüdischen Lehre“ bereits wieder vernichtet werden. Wir kennen ja alle die Berichte über Saulus von Tarsus, der sich als wütender Christenhasser gebärdete und den ersten Anhängern Jesu schwere Verluste zufügte. Hier griff der Herr Jesus noch persönlich ein und ergriff den Wüterich auf dem Weg nach Damaskus mit mächtiger Hand. Der „Saulus wurde zum Paulus“, der allen Nichtjuden die Frohe Botschaft vom Sohn Gottes, der auferstanden ist, verkündete und wirkungsmächtige Briefe verfasste, die wir heute in der Bibel lesen können.

Büste von Nero.

Kaiser Nero

Im Rest des römischen Imperiums sah es dagegen schon wieder anders aus. Als im Jahre 64 ein verheerender Brand große Teile der Stadt Rom abbrannte und sich der Volkszorn gegen den damaligen Kaiser Nero zu wenden begann, suchte dieser ein Ablenkungsmittel für die Massen. Öffentliche Zirkusveranstaltungen waren dafür sehr beliebt (es gab weder TV noch WWW) und nun wurden Sündenböcke gesucht, denen man den Brand anhängen und die man dafür zur öffentlichen Belustigung  in den Arenen zu Tode foltern konnte.  Hier beginnt die Geschichte der Christen als sog. „soft targets“, da wir ja immer die andere Wange auch hinhalten. An diesen Sachverhalten hat sich bis heute nichts geändert, wer heute willige Sündenböcke für eigene Versäumnisse sucht, nimmt immer noch gerne Christen dafür in Anspruch.

Die Verfolgungen gingen, zumeist regional unterschiedlich, im Römischen Reich weiter, bis sie zu Zeiten der Kaiser Decius und Diokletian im dritten nachchristlichen Jahrhundert ihren traurigen Höhepunkt erlebten. Die schwindende Macht des Imperiums sollte durch Christen-Tötungen kaschiert werden.  Erst die sog. „Konstantinische Wende“, bei der Kaiser Konstantin selbst das Christentum annahm (312) , entspannte die Lage am Mittelmeer für unseren Glauben deutlich. Nun begann es für Christen außerhalb der Römischen Grenzen schwierig zu werden…

Wir sehen also: Verfolgungen gehörten von Anfang an zum Christentum dazu. Unser Glaube hat sie überstanden, er existiert noch und ist lebendig.  Das ist so, weil „der, der in uns ist, größer ist, als der, der in der Welt ist“ und weil es immer wieder Menschen gegeben hat, die halfen, die sich nicht einschüchtern ließen und für den Erhalt unseres Glaubens sorgten.

Seien wir doch heute solche Menschen !

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