Deutschland: Christenverfolgung läuft an – Kommentar

Liebe Leser, liebe Mitbeter, manch alte Weisheit bewahrheitet sich immer wieder vor unseren Augen. „Das Hemd liegt uns näher als der Mantel“ ist so eine Weisheit. In meinen Gesprächen über Christenverfolgung habe ich diese Aussage öfter gehört. Vor allem von Menschen, die sich mit dem Thema eingehender befasst hatten. Langsam denke ich, sie hatten absolut Recht. Warum ? Na, dafür muss ich etwas ausholen:

Stift zu Kommentaren.

Kommentar

Sie haben es sicher alle bemerkt: das Klima wird rauher für gläubige Christen. In den Ländern der Verfolgung ohnehin, aber auch im „freien“ Westen muss man langsam schon genau prüfen, wem gegenüber man „zugeben“ kann, Christ zu sein. Und in einem Land, wo bekennende Christen schon mal als „Nazis“ beschimpft werden, angespuckt, geschlagen und getreten werden von einem wütenden, hasserfüllten linken oder islamischen (manchmal beides vereint) Mob, wird das erkennbare Bekenntnis zu Jesus langsam aber sicher gefährlich. Fragen Sie mal Teilnehmer von Demonstrationen wie der „Demo für alle“ in Stuttgart oder dem „Marsch für das Leben“ in Berlin. Verhältnisse wie in Pakistan (Christen werden dort nach Belieben diskriminiert, gefoltert und sogar verbrannt) oder anderen, vom Islam kulturell geprägten Ländern sind so schrittweise auch in Deutschland erreichbar. Über kurz oder lang. Wir schaffen das !

Woher der Hass auf Christen kommt, darüber ist schon viel nachgedacht und publiziert worden. Ich möchte da nicht allzutief einsteigen, zumal ich hierzu sicher wenig Neues beitragen könnte. Ich beschränke mich auf die geistliche Ebene dieses Konfliktes und zitiere dazu aus dem Wort Gottes:

Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. (1 Petrus 5,8)

Es ist also der „Herr dieser Welt“, der Teufel, der die Christenfeinde weltweit motiviert. Schade, dass in deutschen Kirchen nur allzuselten daran erinnert wird, denn Christen brauchen geistliche Klarheit über die Lage der Welt, auch und gerade wenn diese zunächst unbequem erscheint. Schön aber, dass wir hier aus der Bibel auch gleich einen Rat mitbekommen, wie mit dieser Welt und ihren Verstrickungen in die Sünde umzugehen ist: „Seid nüchtern…“ sagt uns das Wort und daran fehlts mir bei vielen Kirchenmännern und -frauen unserer Tage sehr. Ähnlich wie der Rat aus der Bibel, dass man „klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.“ sein soll (Mt 10, 16), dessen erster Teil nur allzugerne hochoffiziell ignoriert wird.

Den Verstand benutzen, sich dennoch vom Geist leiten zu lassen, beides wird nicht nur angesichts der Flüchtlingskrise sondern in immer mehr Situationen nur allzugerne beiseitegewischt in Kirchenkreisen. Wir „fühlen“ uns lieber gut und wollen voreilig und völlig unüberlegt durch hektische Betriebsamkeit „die Welt retten“. Wer uns dann zu biblisch gebotener Gelassenheit und Nüchternheit aufruft, wird aus dieser Richtung nur allzuschnell als „Ewiggestriger“, „Weltabgewandter“, als „Empathieloser“ oder gar als „Rechter/Rechtschrist“ diskreditiert. Vor allem in Deutschland ist das noch immer eine weitverbreitete, denunziatorische und brandgefährliche Haltung.
Ironischerweise ignorieren wir dann aber echte Gefahrensituationen für Christen, konkrete Bedrohungen und die nackte Angst unserer Geschwister. Oder gibt es in Ihrer Gemeinde, liebe Mitbeter und Leser, eine Gebets- und Hilfsinitiative für Christen in Nigeria, Kenia, Pakistan oder Indonesien ? Na, eben, denn nur die wenigsten von Ihnen, liebe Leser, werden gerade aus gutem Grunde „JA“ gedacht haben.

Aber die Not der Geschwister zeigt sich eben im Zuge der Flüchtlingswelle, die sich seit Monaten über unser Land ergießt, immer deutlicher. Auch die bisher an verfolgten, gequälten und ermordeten Christen in „ach-so-weit-entfernten Ländern“ relativ desinteressierten Massenmedien im Lande können die Vorfälle, die sich in Wohnheimen und Aufnahme-Einrichtungen abspielen, nicht mehr zu 100 % ignorieren, wie sie es mit den Massakern in Ägypten, Pakistan oder Kenia versucht haben. Da haben dann vor allem die internationalen Medien ihre Rolle gespielt. Neuerdings braucht es aber den „Anschub“ seriöser, ausländischer Medien nicht mehr, auch deutsche Zeitungen und TV-Sender haben, wenn auch sehr vorsichtig in der Wertung, über christenfeindliche Übergriffe etwa auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin und anderswo berichtet (siehe dazu immer auch die Facebook-Seite des BGvK  https://www.facebook.com/pages/Berliner-Gebetskreis-verfolgte-Kirche/810446115636838 , wo es aktuelle Meldungen gibt). Zwar sieht  z. Bsp. der Berliner Senat bislang ausschließlich die Notwendigkeit, gesonderte Wohnheime für Schwule und Lesben unter den „refugees“ zu schaffen, aber die Hoffnung, dass sie auch die Nöte der Christen erkennen werden, darf man deshalb noch nicht aufgeben. Denn sunnitische Muslime, die die Mehrheit der Flüchtlinge stellen, prügeln ebenso gewissenlos und brutal auf Homosexuelle ein wie auf Christen. Wenn Verwaltungen und Politik dies ignorieren, sagt das sehr viel über sie aus.

Dadurch ist immerhin eine Diskussion in Gang geraten, die auch die Kirchen nicht völlig ignorieren können. Bischöfe beider Konfessionen haben sich zur (verbalen und physischen) Gewalt gegen Christen in den Wohnheimen geäußert und erste Basis-Initiativen bilden sich gerade, die an die Politik und Verwaltungen appellieren wollen, christliche Flüchtlinge zu schützen und ggf. in gesonderten Wohnheimen unterzubringen. Das befürworte und unterstütze ich ausdrücklich, bin aber dennoch ein wenig traurig darüber, dass erst das Auftreten massiver, islamisch motivierter Gewalt gegen die „Ungläubigen“ auf unserem Boden dazu geführt hat, dass einige, christliche Aktivisten für die Christenverfolgung als solche sensibilisiert wurden. Sie sehen also, das mit dem „Hemd und dem Mantel“ stimmt noch immer. Solange christliche Ehepaare nur in Pakistan im Ofen verbrannt werden, wird vielleicht nur in der ein oder anderen Sonntagspredigt der Vergleich zu „Abednego, Schadrach und Meschach“ gezogen, ansonsten herrscht aber weiter Schweigen. Wenn Kopten an nordafrikanischen Stränden geköpft und vom IS dazu benutzt werden, Europa den Krieg zu erklären, ist das den Medien einen Tag lang eine Meldung wert, aber die Kirchen zucken hilflos weitgehend nur mit den Schultern. Sie wissen nicht, wie sie mit dieser Form des auch christenfeindlichen Hasses umgehen sollen, sie haben keine Strategie jenseits von „interreligiösen Dialogen“ und halten nur allzuoft den Mund. Von einer „Welle der Solidarität“ mit den ägyptischen Christen übrigens ganz zu schweigen.

Wenn aber die Gewalt vor unserer Haustür zuschlägt, wenn Christen etwa in Berlin-Tempelhof mit dem Tode bedroht werden (und es einen engagierten Pastor gibt, der den Medien darüber auch Auskunft gibt und nichts mehr unter den Teppich kehrt), wenn christliche „refugees“ deutschlandweit mit Diskriminierungen rechnen müssen, wie dem Verbot, die Küchen in ihren Heimen zu betreten, weil diese dadurch „unrein“ würden (im Umkehrschluss bedeutet das, dass alle Christen in den Augen der Muslime „dreckig“ sind), dann werden plötzlich „Postkartenaktionen“ gestartet oder „Briefe an den Senat“ verfasst. Immerhin ! Das könnte ein Anfang sein. Ein Anfang dafür, die von mir oben erwähnten „unbequemen“ Wahrheiten über den Zustand der Welt langsam aber sicher endlich auch in Kirchenkreisen zu akzeptieren und dementsprechend zu beten, zu predigen und zu handeln (Stichwort: „brüllender Löwe“).

In diesem Sinne: Schauen wir nicht weg, reden wir über Christen-feindliche Vorgänge, beten wir und, wenn wir können, helfen wir!

Ihr

Martin Clemens Kurz

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Ein Gedanke zu “Deutschland: Christenverfolgung läuft an – Kommentar

  1. Jesus ist und bleibt der Eckstein in allem, zum Islam, zum Judentum und teilweise sogar innerhalb des Christentums, wo sich Dreieinigkeitsanhänger und wiedergeborene wahre Christen einen verbalen Schlagabtausch über die Gottesrolle Jesu liefern.

    Ich gehöre zwar zur ersten Gruppe, weil ich meine, dass Jesus im Vater, der vor Abraham „war“, Sünden vergab und Wunder tat, im Gottesbild in Gott bestens aufgehoben ist (aber das mag jeder glauben, wie er will) und ironischerweise von allen Christen „angebetet“ wird, obwohl er für viele Christen kein Gott, sondern nur als Sohn Gottes als Mittler zum Vater angesehen wird. Ein Mittler dürfte doch im Grunde dann nur um Fürbitte gebeten werden. Das aber nur nebenbei.

    Die Dreieinigkeit ist aber der Eckstein überhaupt. Würde Jesus im Christentum wie im Islam als Prophet angesehen werden, wäre die Wirkung Jesu nicht so massiv. Im Grunde wäre sie vernichtend gering. Denn ein Mensch, der Kreuz und Leid auf sich nimmt und von Gott auferweckt wird, hat doch im Grunde kaum Aussagekraft. Wenn aber Gott selbst die Erlösungstat in Jesus durchführt, wird Gott erst zum Gott der Liebe.

    Diese Ecksteinthese ist jedoch genau der Streitpunkt innerhalb der monotheistischen Religionen. Jesus sagt selbst, dass seine Anhänger um seinetwillen verfolgt werden. Die Prophezeiung ist zu allen Zeiten aktuell gewesen. Wenn der Sohn Gottes, letztlich ein Mensch, schließlich sind wir alle Kinder Gottes, solches durchleidet, so hat er viele Kameraden, die vielleicht auch schuldlos am Kreuz damals und heute den Foltertod erlitten haben. Was tut Jesus da Besonderes? Erst wenn er als Gott selbst dies zulässt und höchstselbst durchführt in Jesus, wird das Unerhörte Gottes verständlich.

    Wer sich nicht in Jesus einsenken kann, versteht das Christentum nicht und führt im Namen des eigenen Gottes eben Verfolgungen und Diskriminierungen aus gegen seine Anhänger. Atheistische Regierungen tun dies ebenfalls, senken ihren Hass aber auf alles Religiöse. Religionen haben die Eigenart, ihre eigene Religion als die absolute Wahrheit anzusehen und damit andere zu erniedrigen. Darum ist die Sucht nach Synkretismus insbesondere in den christlichen Gemeinschaften so groß.

    Zur Sache.
    Wenn Christen – und viele Christen und Priester sagen dies mittlerweile – Allah mit dem christlichen Gott-Vater gleichsetzen, obwohl sie überall auf Erden die Christenverfolgungen durch den Islam (also des Gottes Allah) vor Augen haben, verraten wir und sie Jesus für weniger als 30 Silberlinge. Judas steht dann da noch als guter Mensch da. Das ist das Dilemma, in dem die Christen heute stecken. Die eigene Orientierungslosigkeit. Wenn der Vater seinem Sohn alle Macht im Himmel und auf Erden gibt, wo ist der Unterschied zwischen Gott und Jesus? Gott gibt seine Macht ab oder er teilt sie mit ihm vollends, damit die Menschen besser verstehen, wie eins sie sind. Nur so kann er es in menschliche Worte fassen, damit wir es besser verstehen. Wer meint, dass der „Ich bin“, welches Jesus ja auch von sich selbst behauptet, diese Solidarität mit den Menschen aus Liebe zu den Menschen nicht fertigbringt, glaubt im Grunde auch nicht an die Allmacht Gottes. Auch die Dreieinigkeitsgegner im Christentum glauben dann nicht an die Möglichkeit der liebenden Allmacht Gottes. Denn sie sprechen ihm die Fähigkeit ab, sich für Menschen zu opfern für sie in den Tod zu gehen, d. h. sie sprechen ihm die Liebe bis in den Tod zu Menschen ab.

    Ich denke, dass wir Christen erst mal selbst die Orientierung wiederfinden müssen, um geschlossen dem Islam begegnen zu können. Und da ist m. E. die Dreieinigkeitsfrage mehr als entscheidend. Wenn Jesus nur Gottes „Sohnmensch“ ist, dann ist er ja im Grunde nichts Besonderes. Wenn Jesus sagt, dass er der Weg, die Wahrheit und das Leben sei, dann ist dieser Zugang zum Vater ein besonderer. Für mich ist zwischen Vater und Sohn kein Unterschied mehr. Der Unterschied zwischen ihnen war nur 33 Jahre auf Erden. Er war vorher und nachher eins mit ihm. Wenn wir Christen das aufgeben, haben wir schon gegenüber Judentum und Christentum verloren und wir öffnen den theologischen Weg zurück in die Gottesbilder des AT und des Koran. Eine Tragödie. Dann können Pfarrer sich für Umfunktionierung von Kirchen zu Moscheen aussprechen. Dann können wir Jesus nachträglich am besten selbst noch einen Nagel in den Leib rammen. Ade Friede auf Erden.

    Es gibt viele verschiedene Götter, Gottesbilder und Ideologien auf Erden, die alle ein Ziel haben: Ihre Wahrheit durchzusetzen.

    Jesus ist der einzige Antiheld sozusagen, der ein Gottesbild präsentiert, welches die Möglichkeit auf Erden bietet, Weltfrieden schaffen zu können, wenn sich jeder in ihn versenken und auf ihn einlassen würde. Jesus ist der Eckstein, der unterscheidet, der auch trennt, wenn er nicht akzeptiert wird.

    Jesus hat nicht nur uns, sondern er hat auch seinen Vater von einem Gottesbild des Hasses, des Mordauftrages, der Rache und der verkündeten Keimliebe, erlöst und seinen Vater als den Gott der Feindesliebe, der Vollkommenheit im guten gepredigt und er hat dies selbst auch durchlitten. Darum so glaubwürdig. Noch nie in der „Gottesbildgeschichte“ ist Gott so vollkommen dargestellt worden wie Jesus dies in die Herzen der Menschen einsenken wollte.

    Nun mit Erstarken des Islams hier in unseren entchristlichten Landen nimmt auch die islamische Diskriminierung gegen Christen und Ungläubige zu. Der Islam gibt seinen Charakter ja nicht auf Dauer an der Grenze zur BRD ab. Was erwarten wir? Der Islam kann sich nicht anders verhalten als in islamischen Ländern. Der von unseren Politdarstellern herbeigeträumte Euro-Islam ist eine Schimäre, die den Menschen die Wahrheit vorenthält.

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