Meine Weihnachtsansprache !

Liebe Mitbeter, liebe Freunde der verfolgten Christen im In- und Ausland, Sie werden es bemerkt haben: auch 2015 hat sich an der Situation vieler Gläubiger, an ihrer Bedrängnis, Diskriminierung und Verfolgung wenig geändert. Was sich aber geändert hat, ist die Tatsache, dass Christenfeindlichkeit heutzutage in der freien Welt immer mehr zum „Kavaliersdelikt“ deklariert wird, dem man mit einem mitleidigen Achselzucken begegnet, aber dann schnell wieder zur Tagesordnung übergeht. „Business as usual“, während Nachfolger Christi hungern, leiden, gequält und getötet werden. In Massen, in vielen Ländern, seit kurzem auch bei uns in Deutschland, unbetrauert von den nur um muslimische Neusiedler besorgten Kirchenfürsten in unserem Lande. Von der Politik fange ich gar nicht erst an, das ist nämlich nicht das Thema dieses Blogs. 

Weihnachten2Immerhin wird die Mauer des Schweigens dann doch öfter mal durchbrochen. Journalisten mit Rückgrat und Menschenrechtler mit einem Blick auf die religiös bedingte Ausgrenzung und Viktimisierung von Christen können ab und an dann doch einmal ihre Botschaft durchbringen. Die Botschaft von pakistanischen Christen, die von ihren muslimischen Nachbarn zu Opfern gemacht und in einem Ofen verbrannt werden z. Bsp. Da sollte allein die Bildsprache schon an die dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte erinnern und uns deshalb besonders nahegehen. Weit gefehlt. Gehen Sie doch bitte zu Weihnachten mal in IHRE Gemeinde, liebe Leser, und fragen ihren Pastor oder einfach einige Bekannte aus dem Haus- oder Bibelkreis einmal nach dieser oder einer anderen, schauerlichen Verolgungs-Geschichte. Sie werden das alte Sprichwort von der „Kuh“ und dem offenen Scheunentor in Aktion erleben. Oder schlimmer: Sie werden von ihrem Pastor gefragt werden, ob Sie wohl „islamophob“ sind und gar auf „rechtspopulistische Flötentöne“ reingefallen wären. Ach, wenn die Welt nur so einfach wäre, wie manch ein „Theologiestudierter“ sie uns erklären will… Es könnte Ihnen übrigens auch passieren, dass Sie zum „Nestbeschmutzer“ erklärt werden, der den „schönen Weihnachtsgottesdienst“ nur störe. Hab ich alles durch, glauben Sie mir das.

Oder ist Ihnen vielleicht aufgefallen, wie viele Länder auf der Welt mittlerweile Weihnachten „abgeschafft“ haben ? Ja, liebe Leser, vielleicht hat es Ihnen Ihr Lieblingsmedium verschwiegen, aber die Wahrheit ist: das Weihnachtsfest ist bedroht ! Z. Bsp. in Ländern wie Brunei, wo erst vor zwei Jahren die Scharia eingeführt wurde und der Sultan jetzt verkündet hat, dass jegliche, öffentliche Bekundung der Ankunft Jesu Christ auf Erden unerwünscht ist. Christen in seinem Sultanat müssen ihre Feiern ab jetzt „anmelden“ und damit staatlich genehmigen lassen und dürfen dabei strikt nur „unter sich“ bleiben. Können Sie sich vorstellen, wenn z. Bsp. der Bundesinnenminister das Feiern etwa des islamischen „Zuckerfestest“ oder ähnlicher Zelebrationen von einer staatlichen Genehmigung abhängig machte ? Und sämtlichen Christen das Mitfeiern untersagen würde ? Na, eben. Das ist aus mehr als einem Grunde in einer offenen Gesellschaft absurd.
Aber man könnte über das winzige Brunei und seinen schwerreichen, jetzt besonders islamisch-religiösen Herrscher ja noch schmunzeln, wenn es da keine internationale Tendenz gäbe, Weihnachten auch anderenorts „abzuschaffen“. So hat unlängst das ostafrikanische Somalia ebenfalls beschlossen, Weihnachten einfach „abzuschaffen“. Dort mit ähnlichen Begründungen wie im nicht gerade benachbarten Brunei: Weihnachten sei „unislamisch“. Nun, ja, da will ich ja gar nichts dagegen sagen: natürlich ist das Fest der Geburt Christi nicht islamisch. Ebensowenig wie das schon erwähnte Zuckerfest „christlich“ ist. Na, und ? Muss ich deshalb dem Anderen seine Feierlichkeiten beschneiden, diffamieren und staatlich reglementieren ? Nun, in Somalia und Brunei sagt man offensichtlich: Ja, das müssen wir. Demnächst sicher auch in anderen Ländern. Vielleicht habe ich sogar ein paar Staaten vergessen, die das schon eingeführt haben, dann entschuldige ich mich schon mal für diese Unterlassung. (Schicken Sie mir doch einfach einen Bericht über das jeweilige Weihnachtsverbot in diesem Land und ich ergänze die Liste dann weiter ! 🙂 )
Und wie etwa Christen im Irak, in Syrien, Ägypten (später, anderer Kalender, selbes Fest !!!), China, Nordkorea oder ähnlichen Staaten, in denen Christen unseren Glauben nicht frei leben können, feiern werden, können wir uns kaum vorstellen. Schon vor einigen Jahren war es etwa Gläubigen im Irak nur möglich, hinter hohen Mauern und unter Bewachung durch bewaffnete Schutzleute die Menschwerdung Gottes zu zelebrieren. Ähnliches gilt für Teile Nigerias. Christen auf der Flucht vor dem IS werden in Zelten feiern, hassvoll beäugt durch die muslimischen Mit-„refugees“. Und das auch nur, falls sie als Nachfolger des Friedefürsten überhaupt in einem Flüchtlingslager aufgenommen wurden. Es ist ja auch ein offenes Geheimnis, dass in der Türkei oder dem Libanon Christen oftmals vom Zugang zu den Zeltstädten der Flüchtlinge ausgeschlossen werden.

Dieses Logo benutze ich seit diesem Jahr.Auch in Deutschland ist Weihnachten als christliches Fest mehr und mehr unerwünscht. Aus „Weihnachtsmärkten“ werden an vielen Orten schon „Winter-“ oder „Handwerksmärkte“ gemacht. Weihnachtsfeiern werden aus Angst vor möglicher „Ausgrenzung“ von Nichtchristen schnell zu „Jahresendfeiern“ umdeklariert usw. Offen gesagt: es gibt nur eine statistisch irrelevante Menge an Leuten, die sich von dem Begriff „Weihnachtsfeier“ abgestoßen fühlen, die könnte man auch gut und gern ignorieren, sorry. Die paar fanatischen Atheisten (denn Muslime, für die man gerne überall Kreuze abhängt, sind erstaunlicherweise praktisch kaum darunter) dürfen gerne eigene Festivitäten begehen, oder sich von der Liebe Jesu, die eben auch ihnen gilt, einfach mal für ein paar Stunden umfangen lassen. Ihnen zuliebe aber liebgewordene Tradition über Bord zu werfen, ist lächerlich und nur noch absurd zu nennen. Und ich kenne z. Bsp. auch mehr als einen Muslim, der gerne mit seiner Familie auf Weihnachtsmärkten herumschlendert und dessen Kinder sich dort genauso amüsieren, als würde dort „Winterfest“ am Eingang stehen. Auch hier ist der vorauseilende Gehorsam vor möglicher „Beleidigung von Nichtchristen“ nur völlig deplatziert. Wer mit dem „religiösen Brimborium“ nichts anfangen kann, geht eben zum Christfest nicht in die Kirche. Basta. Jesu reine Existenz und seine Ankunft zur Botschaft „Friede auf Erden“ diskriminiert aber niemanden. Das ist reines Gewäsch.

Und was werden die wenigen Christen tun, die im Rahmen der massiven Zuwanderung, die durch Frau Merkels Grenzöffnung nach Deutschland erfolgte, zu uns gekommen sind ? Wird es in diesem Jahr mehr als nur die Gemeinde des rührigen Pastors Dr. Martens aus Berlin-Steglitz geben, die den Angehörigen der „Ostkirchen“ aus Syrien, dem Irak, Iran oder von sonstwoher die Hände reichen und sie einladen, für ein paar Stunden dem tristen Wohnheim-Alltag und der dort grassierenden Gewalt gegen sie zu entfliehen ? Werden wir „das schaffen“, dass sich Christen in der Fremde wieder zu Hause fühlen können und mit Glaubensgeschwistern (von mir aus aus anderen Kirchen oder Konfessionen, aber spielt das eine Rolle ???? Christus ist doch immer der Gleiche !) die Geburt des Erlösers von Herzen feiern können ? Ich bin sehr gespannt, aber auch skeptisch angesichts der Tatsache, dass die alltägliche Gewalt von Muslimen gegen Christen in deutschen Wohneinrichtungen zwar inzwischen dankenswerterweise medial thematisiert wird, aber in den Kirchen deshalb keinerlei Alarmglocken zu schrillen scheinen. Den tief in ihrem Glauben gegründeten Hass auf Andersgläubige zu thematisieren, der sich seitens vieler Muslime eben auch hierzulande immer mehr Bahn bricht, ist für den „Frieden im Lande“ offensichtlich gefährlicher, als die Tatbestände selber, die da in aller Dramatik ans Licht kommen. Wenn ich von „iranischen Verhältnissen“ in diesen Wohnheimen lesen, schaudert es mich.

Was kann man also an Weihnachten 2015 resümieren ? Der Herr lebt. Ganz gleich, ob sich Atheisten, Muslime, Buddhisten (die wohl nur in Sri Lanka) oder sonstige darüber aufregen oder gar davon „beleidigen“ lassen. Nein, Weihnachtsfeiern, gerade diese Feiern großer Freude, grenzen niemanden aus ! Wer diese Tradition eben nur als Familienfest begehen will, der wird ja von Christen nicht mit hochgezogenen Augenbrauen betrachtet und auf den wird auch in keiner Gemeinde die ich kenne, mit dem Finger gezeigt. Ganz im Gegenteil. Ein atheistischer Freund von mir wurde jahrelang von einer Kirchengemeinde zu Weihnachten eingeladen und machte auf mich dort nie den Eindruck, sich nicht wohl zu fühlen. Ganz im Gegenteil, er war dort immer ein sehr gern gesehener und mit vielen Umarmungen begrüßter Gast. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass seine Frau der Gemeinde angehörte und der „Kontakt“ ihm deshalb sicher leichter fiel. 🙂 Das relativiert in meinen Augen die Gastfreundschaft dieser lieben Geschwister dort aber nicht.
Gedenken wir auch in diesem Jahr aber dennoch aller Christen, die im Geheimen, hinter dicht verschlossenen Vorhängen, in Zelten, im Gefängnis gar oder unter sonstigen, misslichen Umständen ihre Freude über Jesu Geburt zum Ausdruck bringen werden. Schließen wir sie in unsere Gebete ein und holen wir die, die so viel Hass, Gewalt und Ausgrenzung in den Wohnheimen erfahren, in unsere Gemeinden ! „Gemeinden wir sie ein.“

Ihnen allen ein frohes, gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest !

Ihr

Martin Clemens Kurz

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