China: verkleidete Polizisten zerstören Wohnheim…

Was in manchen, chinesischen Provinzen so passiert, darüber schreibe ich hier im Blog ja schon seit Jahren. Da werden systematisch Kirchengebäude und Kruzifixe abgerissen, Pastoren wegen des Abhaltens angeblich „illegaler“ Versammlungen verhaftet, Christen willkürlich aus Gottesdiensten heraus verhaftet oder gar an der Teilnahme an solchen gehindert. Jetzt kommt ein besonders widerlicher Fall aus Shenzhen ans Licht, der die ganze Perfidität der Christenverfolgung durch chinesische Behörden deutlich macht. 

China

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Am 30. Juni 2015 wurde durch 200 verkleidete Agenten der örtlichen Polizei in der südchinesischen Stadt Shenzhen ein christliches Heim für Obdachlose und Behinderte gewaltsam gestürmt, verwüstet und letztlich geschlossen. Ca. 30 Personen wurden aus dem „Guanai“-Heim geworfen und in Krankenhäuser und Pflege-Einrichtungen zwangseingewiesen. Insgesamt sollen sich 57 Personen im Gebäude aufgehalten haben. Während dieser Razzia wurden die Mitarbeiter des Heims durch die als sog. „Freiwillige“ verkleideten Polizisten abgelenkt, bedrängt und zur Untätigkeit verurteilt.

Im Vorfeld dieser Aktion hatte es mehrere Aufforderungen der Behörden gegeben, das Heim zu schließen. Als Begründung wurde dafür „illegale, religiöse Aktivität“ angeführt, obwohl es sich bei dem Guanai-Heim offensichtlich um eine karitative Einrichtung handelte. Diese wurde 2011 von einem Geistlichen, Pastor Cao Nan, gegründet, um sich der Allerhilfsbedürftigsten seiner Stadt annehmen zu können. Mehrere Hundert Menschen haben über die letzten Jahre hinweg dort Obdach und Hilfe gefunden. Shenzhens Behörden fürchteten jedoch offensichtlich den evangelistischen Einfluss Pastor Caos und bekämpften dessen Arbeit und damit letztlich das Evangelium wie brave, „gute Kommunisten“ vergangener Tage. Letztlich sogar mit Gewalt (auch wie gute Kommunisten).

Bereits im Mai 2015 hatten die Behörden damit begonnen, dem Guanai-Heim die Zugänge zu blockieren, damit keine weiteren Hilfsbedürftigen aufgenommen werden konnten. In ihren Anklagen gegen die Einrichtung wird deutlich, dass sich die Apparatschiks des kommunistischen Regimes vor allem an den christlichen Symbolen auf dem Heimgelände Anstoß nahmen. Diese jüngste Welle christenfeindlicher Aktivitäten reiht sich nahtlos an die Welle von Zerstörungen von Kruzifixen in  Wenzhou (Zhejiang-Provinz) an, die seit einigen Monaten Schlagzeilen machte. Ob die geschätzten Zahlen der Erweckung, die ebenfalls sei Monaten kolportiert werden und aussagen, dass es in China mittlerweile mehr Christen als Mitglieder der kommunistischen Partei geben soll, diese neue Welle antichristlicher Gewalt ausgelöst haben, ist noch unklar. Man darf es allerdings vermuten. Da man ja nicht „Diener zweier Herren“ sein kann (Marx und Jesus) sieht die Partei vielleicht ihren Einfluss schwinden und will noch einmal zeigen, über welche Machtmittel sie verfügt.

Beten wir für die Christen Chinas, auf dass diese Untaten ihren Zusammenhalt stärken mögen.

(Quelle: „China Aid“ vom 07. Juli 2015)

 

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