Iran: Pastor Farshid weiter unter Druck !

Lange hatte ich nichts neues mehr von Pastor Farshid Fathi aus dem Iran berichtet. Dort sitzt er noch immer eine mehrjährige Gefängnisstrafe wegen „Gefährdung der Staatssicherheit“ ab. Aber im letzten Jahr tat sich etwas, dessen Konsequenz wir heute sehen können. Gehen wir also noch einmal zurück:

Farshid Fathi

Farshid Fathi

Farshid Fathi wurde am 26. Dezember 2010 während der berüchtigten „Weihnachts-Razzien“ inhaftiert und in der Folge wegen angeblicher „Gefährdung der Staatssicherheit“ zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt. In Christenverfolgerstaaten wie dem Iran werden hohe, christliche Feiertage gerne dazu genutzt, um Gläubige zu drangsalieren und auch zu verhaften. Bei diesen Gelegenheiten hat man ja immer viele dieser „Staatsfeinde“ und „Ungläubigen“ auf einem Haufen, da Christen sich ja notorisch gerne an Weihnachten, Pfingsten und Ostern versammeln. In Ländern wie China, dem Iran, Indien oder Nigeria wird dann besonders gerne losgeschlagen, um die Nachfolger Christi einzuschüchtern, zu vertreiben oder ganz zu beseitigen. Soweit, so schlecht.

Farshid Fathi wurde zunächst ins berüchtigte Evin-Gefängnis in Teheran gebracht, aus unbekannten Gründen jedoch am 19. August 2014 ins Rajai-Shar-Gefängis in Karaj verlegt. Zuvor war Farshid Fathi am 17. April 2014 bei einer brutalen „Oster-Razzia“ der Wachen im Evin – Gefängnis verletzt worden. In der Folge dieser Razzia wurde Pastor Farshid weiterer „Verbrechen“ angeklagt und statt von einem zivilen Gericht von einer Abteilung des „Revolutionsgerichthofes“ am 29. Dezember 2014 zu einem zusätzlichen Jahr Haft und 74 Stockhieben verurteilt. Er soll „Alkohol“ in seiner Zelle aufbewahrt haben. Einen Einspruch gegen dieses zusätzliche Haftjahr hat nun offensichtlich der entsprechende Gerichtshof abgelehnt. Pastor Fathi soll darüber informiert worden sein, dass die zusätzliche Haftstrafe vollstreckt werden wird. Wie es um die Stockhiebe bestellt ist, weiß ich derzeit noch nicht.

Ebenso soll Pastor Farshid innerhalb des Gefängnisses verlegt worden sein. Selbstverständlich vom Flügel der „politischen“ Häftlinge in den für Schwerkriminelle, wo die Wärter mit ein paar Vergünstigungen für hartgesottene Verbrecher schnell mal etwas „Extra-Prügel“ für den Christen in die Wege leiten können. Eine solche Zusammenlegung ist selbst nach den Vorschriften des iranischen Strafvollzuges illegal, aber wen kümmert´s schon, wenn das „ungläubige Gesindel“ ein wenig aufgemischt wird ? Nun, hierzulande offensichtlich niemanden und schon gar nicht widerliche, notorische Mullah-in-den-Arschkriecher wie Frau Claudia Fatimah Roth von den Grünen. Man verzeihe mir diesen kleinen Ausbruch aber für eine Partei, die sich „Menschenrechte“ auf die Fahnen geschrieben hat, laufen dort sehr viele Heuchler herum. Zurück in den Iran: Was bleibt uns als Fazit ?

Offensichtlich soll der „erzieherische Druck“ auf Christen im Iran weiter erhöht werden. Dass Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit, wie wir sie in Europa oder anderenorts für normal halten, im Iran nicht gelten, versteht sich von alleine. Schließlich handelt es sich ja um eine „Islamische Republik“. Hatte Pastor Farshid tatsächlich 2 Liter Alkohol in seiner Zelle, wie man ihm vorwarf ? Ich gestehe, dass ich daran zweifle. Und selbst wenn das so gewesen wäre, sind ein Jahr Haft und 74 Stockhiebe dafür angemessen ? Nein, die Vermutung, dass Christen, vor allem solche, die sich vom Islam losgesagt haben, einfach „nach allen Regeln der Kunst“ gemaßregelt werden sollen, liegt einfach zu nahe. „Bestrafe einen, erziehe Hundert“ sagte Mao. Gilt wohl auch im Iran. Nur wächst die Untergrund-Kirche, wachsen die Hauskirchen im Iran wohl dennoch weiterhin. Wollen die Autoritäten also etwas anderes von Pastor Farshid ? Eine Zurückweisung seines christlichen Glaubens und eine Rückkehr zum Islam ? Der Fall Youcef Nadarkhani hat uns gezeigt, dass solche Versuche bei christlichen Gefangenen tatsächlich unternommen werden.

Beten wir also dafür, dass Pastor Farshids Kerkerzeit einen geheimen, noch nicht erkennbaren Segen bringen wird. Und, so Gott will, er dennoch bald wieder in Freiheit sein wird.

(Quelle: „Mohabat News“ vom 30. Mai 2015)

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2 Gedanken zu “Iran: Pastor Farshid weiter unter Druck !

  1. Das ist islamische Toleranz seit 1400 Jahren.
    Die Linken wollen davon nichts sehen und nichts hören. Der Imperialismus ist ihr Vorwand.

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