„Anerkennung – Jetzt !“: der Armenier-Trauermarsch in Berlin

Zugegeben: in den letzten Wochen ist in den deutschen Medien so ziemlich alles über den Völkermord an den Armeniern, Assyrern und Pontus – Griechen gesagt, geschrieben, dementiert, geleugnet und berichtet worden, was überhaupt nur irgendwie entfernt eine Relevanz zum Thema hat. Die ganze Posse um den Gebrauch des Begriffes „Völkermord“ für das Geschehen im Osmanischen Reich ab 1915 haben sicher alle politisch Interessierten in irgendeiner Weise mitverfolgen können. Muss der BGvK nun auch dazu Stellung beziehen ? Ist das noch notwendig ?

DSCI1327_compressedNun, ich denke: Ja. Und das aus verschiedenen Gründen. Zum Ersten ist mir nämlich aufgefallen, dass in Verbindung mit dem versuchten Genozid an Armeniern, Assyrern und Pontus-Griechen ein Detail in der öffentlich dargestellten Auseinandersetzung um dessen Einschätzung eine Facette deutlich zu kurz kam: Nämlich die Tatsache, dass das Osmanische Reich bestimmte Minderheiten zu Sündenböcken machte, weil sie nicht nur ethnische Gruppen darstellten, sondern vor allem, weil sie als CHRISTEN halt so leicht viktimisierbar waren. In einem Umfeld, wo es durch das Vorherrschen der islamischen „Kultur“ normal ist, Menschen als ungleichwertig anzusehen, weil sie einer anderen Religion angehören, war es leicht, mit den Vorurteilen der sunnitischen Türken und Kurden zu spielen, um diese gegen ihre assyrischen oder armenischen Nachbarn aufzuhetzen. Dieser Aspekt besitzt natürlich einiges an Sprengkraft bis heute und wird deshalb gerne von Politikern, Medien und Menschenrechtsorganisationen heruntergespielt. Ich persönlich hingegen sehe die Ereignisse von 1915 aber sogar als „Startschuss“ zur massiven und mörderischen Christenverfolgung der Neuzeit. Wer diesen Aspekt relativiert oder gar leugnet, dem ist auch die inhaltliche Linie, die sich von den Ereignissen im Osmanischen Reich von 1915 zur „Boko Haram“, „Al-Shabaab“ oder eben dem IS zieht, nicht verständlich zu machen.
Und zum Zweiten ist der versuchte Genozid an Armeniern und Assyrern eben auch sozusagen „Pandora´s Werkzeugkiste“, aus der sich von Hitler bis zum IS heute noch alle Massenmörder, Polit-Psychopathen und „back to barbarism“-Praktiker fröhlich bedienen. Nicht zu Unrecht wird oftmals darauf hingewiesen, dass ohne die sowohl von der Weltgemeinschaft achselzuckend abgetanen Todesmärsche der Armenier möglicherweise auch andere, spätere Völkermorde schwerer vorstellbar gewesen wären. Weil auf diese abscheuliche Barbarei kaum eine wirklich angemessene Reaktion erfolgte (man erinnere sich z. Bsp. daran, dass viele Täter von damals noch heute Ehrengräber haben, sogar hier in Berlin auf einem Friedhof, der zur Sehitlik – Moschee in Neukölln gehört, aber türkisches „Staatsgebiet“ ist), glaubten auch andere von Hitler über Polpot bis Idi Amin usw. damit durchzukommen. Ein gewaltiger Rückschritt der gesamten Menschheit im Bereich der Zivilisation, der die Türen für Barbaren und Barbarismen geöffnet hat, welche die Menschheit eigentlich überwunden glaubte.

DSCI1328_compressedNun aber mein kurzer Bericht vom Trauermarsch der Armenier, Assyrer und Pontus-Griechen am 25. April 2015 in Berlin: Zugegeben, es lag eine merkwürdige Atmosphäre über der Gruppe, die sich da am Kanzleramt versammelte. Nicht nur das Wetter konnte sich nicht so recht entscheiden, ob es nun regnen wollte oder doch noch einmal die Sonne durch die niedrig hängenden Wolken hervorlugen sollte, auch die Menschen schienen in einer Art Gefühls-Zwiespalt gefangen. Natürlich begab man sich auf einen Trauermarsch, der Hochgefühle und Freudestrahlen von selbst ausschloss. Die Wunden vor allem in den armenischen Familien, sitzen noch immer tief. Im Gespräch mit einigen von ihnen konnte ich erfahren, wie „gegenwärtig“ ihre ermordeten Vorfahren noch heute sind. Eine junge Frau, die ein entsprechendes, selbstgebasteltes Plakat hochhielt, erzählte mir davon, dass die Geschiche ihres armenischen Ur-Ur-großvaters, der tatsächlich im Rahmen der Vertreibungen getötet worden war, in ihrer Familie immer noch erzählt werde, dass sein Fehlen ihren eigenen Großeltern und Urgroßeltern tiefen Schmerz bereitet habe, den sie selbst heute noch immer nachempfinden könne.
Andererseits aber kamen Assyrer und Armenier aus vielen Teilen Deutschlands und Europas zusammen. Fahnenschwingend zogen vor allem viele junge Leute zum Versammlungsort und man konnte sich des Eindrucks nicht völlig erwehren, dass hier eine große Familienzusammenkunft gefeiert wurde. Es waren auch tatsächlich unterschiedliche Flaggen erkennbar, so etwa die von Kroatien, Russland, Zypern, Italien, der Schweiz und Belgiens. Ob nun tatsächlich Armenier und Assyrer aus all diesen Ländern angereist waren, konnte ich nicht zweifelsfrei ermitteln, aber den jungen Mann mit der Flagge Kanadas konnte ich kurz sprechen und wirklich: er war als Nachfahre einer assyrisch-türkischen Familie extra zu dieser Kundgebung angereist.

Mit reichlicher Verspätung begann dann der Trauermarsch durch das Berliner Stadtzentrum. Die Polizei war offensichtlich etwas mit den vielen Kundgebungen, die an diesem Tage zeitgleich stattfanden, personell überfordert, so dass die Strecke des Marsches erst sehr spät und auch nur sehr langsam freigemacht wurde. Immerhin hatten türkische Genozid-Leugner-Kreise im nahegelegenen Tiergarten ebenfalls eine Demonstration angemeldet, auf der sie ihre Forderungen nach einem Ende der „falschen Schuldzuweisungen an die Türkei“ zum Ausdruck brachten. Eine Tatsache, die für viel Kopfschütteln bei den Demonstranten sorgte, welche ohnehin ein großes Bewusstsein dafür zeigten, dass auch Deutschland als Kriegs-Partner des Osmanischen Reiches, eine unschöne Rolle im Genozid von 1915 spielte. Durch das rein militärisch bedingte Wegschauen der Obersten Heeresleitung, die über alles informiert war und des deutschen Außenamtes, welches ebenso über ihre Diplomaten Berichte vom Geschehen erhielt, konnten die schlimmsten Auswüchse des Genozids lange Zeit unerkannt bleiben. Die Täter wurden dadurch ermutigt, oder doch zumindest nicht an ihrem Tun gehindert. Kein Ruhmesblatt deutscher Geschichte, wie immer wieder auf Plakaten und in Parolen angemerkt wurde. Inwiefern Deutschland (und übrigens auch der Partner Österreich – Ungarn) nun aber wirkliche Schuld auf sich geladen hätten, die über die Verantwortung der Untätigkeit hinausgeht, inwiefern also deutsche Militärausbilder tatsächlich Einheiten der osmanischen Christenmörder ausgebildet oder sogar kommandiert haben, darüber sollten sich vielleicht Historiker die Münder fusselig quatschen. Ob diese „Vorwürfe“ nun auf die Straße gehören, das sei hier mal dahingestellt.

DSCI1354_compressedIch selbst hielt mich während des Marsches, der weniger von einem trauerbedingten Schweigen begleitet wurde, sondern vielmehr durch das Skandieren von Parolen und politischen Forderungen eher den Charakter einer Kundgebung annahm, immer ein wenig in der Nähe des Fahrzeugs der Organisatoren. Von diesem aus wurden die eben erwähnten Parolen skandiert. „Anerkennung jetzt !“ oder „Anerkennung durch den Bundestag !“ Überhaupt war ich erstaunt, welche Freiheiten sich die Organisation bei den Forderungen und Ansagen nahm. Hätte man den traurigen Kontext außer Acht gelassen, in dem dieser Trauermarsch stand, dann hätte man fast glauben können, auf einer Veranstaltung von Pegida o. ä. zu sein. Parolen wie „Deutschland habe Mut !“, „Wir sind das Volk !“, „Keine Angst vor Erdogan !“, „Keine Angst vor der Türkei !“, „Deutschland zeig Rückgrat !“ oder „Völkermord verjährt nicht !“ ließen mir das ein oder andere Grinsen ins Gesicht schießen, weil diese sonst nur selten auf den Straßen zu hören sind. Auch, als wir an der US-Botschaft vorübertrotteten und vom Wagen der Organisation erwähnt wurde, dass sich die USA, ebenso wie die Bundesregierung, bis heute mit Zähnen und Klauen weigern, im Bezug auf die versuchte Ausrottung der Armenier von Völkermord zu sprechen, durfte man einigen Unmut kundtun. Vor allem, als uns erzählt wurde, dass der US-Präsident Obama vor seiner Wahl versprochen hätte, den Armeniern in dieser Frage entgegenzukommen und sich nach der Wahl daran „erstaunlicherweise“ nicht mehr erinnert habe, brandeten einige, laute „Buh“-Rufe auf. Sogar „Buh-bama“-Rufe waren zu hören, was sonst in Deutschland eher selten passiert, denn noch immer gilt ein afroamerikanischer Präsident auch hierzulande als fast sakrosankt, selbst unter Leuten, die sonst eher US-kritisch eingestellt sind, wozu ich aber eher nicht gehöre.

Die von einigen Beobachtern im Vorfeld geäußerte Sorge, türkische Störer könnten versuchen, die Demonstranten zu provozieren oder gar Schlägereien anzetteln, erwiesen sich an diesem Tage immerhin als unberechtigt. Vielleicht lag das an der Strecke des Trauermarsches, die keinerlei „Brennpunkte“ einschloss. Ich selbst hielt mich während des mehrstündigen Marsches immer irgendwo im vorderen Drittel des Zuges auf und hier blieb es vollkommen friedlich. Auch die nachrückenden Demonstranten von „weiter hinten“ im Zug berichteten später am Brandenburger Tor von keinen größeren Provokationen. Hier am Pariser Platz fand dann nach einem mehrstündigen Trauermarsch auch die Abschlusskundgebung statt. Hier konnten noch einmal Vertreter der Organisatoren und anderer Gruppierungen das Wort ergreifen. Dabei kamen interessante Ansichten zum Ausdruck. So wurde von mehr als einem Vertreter der Migrantenverbände Unverständnis darüber geäußert, dass die Spitzen der deutschen Politik mit einigen derselben Leute, die am heutigen Tage dem Leugnen des Genozids an Armeniern, Assyrern und Pontus-Griechen nur wenige hundert Meter entfernt das Wort redeten, noch im Februar 2015 gemeinsam gegen Fremdenfeindlichkeit demonstriert hätten. Wer sich mit diesen türkisch-nationalistischen Kreisen gemein mache, würde über kurz oder lang unglaubwürdig. Auch das hört man nicht gar so oft im öffentlichen und politischen Mainstream.

DSCI1362_compressedMir persönlich gefiel auf der Abschlusskundgebung die Rede eines kurdisch-alevitischen Vertreters am Besten. Er fasste in sachlichen, aber engagierten Worten die aktuelle politische Situation um die Anerkennung des damaligen Genozids der jungtürkischen Regierung im Osmanischen Reich zusammen, sprach über die heutige Verantwortung der Türkei und Deutschlands und nahm abschließend die Schuld seines eigenen, des kurdischen Volkes eindeutig ins Visier. Hier hörte ich zum ersten Male einen kurdischen Vertreter darüber sprechen, wieviel Schuld auch die von den „Jungtürken“ als Schläger- und Mörderbanden rekrutierten, kurdischen Verbände ab 1915 auf sich geladen hätten und wie sehr in aufgeklärten Kurdenkreisen heute diese Vorfahren als, so wörtlich: „Schande“ betrachtet würden. Dieser Redner bat alle Nachfahren der Armenier, Assyrer und kleinasiatischen Griechen um Verzeihung. Dies nötigte mir einen tiefen Respekt vor dem Sprecher ab. Wer z. Bsp. die Schilderungen von Schwester Hatune Dogan kennt, der weiß darum, wie auch die Kurden sich zu einem Instrument der Vertreibungen und Morde haben machen lassen, insofern konnte ich die Ausführungen des kurdischen Aktivisten nur voll und ganz gutheißen.
Andere Redner betonten z. T. noch einmal eine vermeintliche Mitschuld des Deutschen Reiches, verlangten von der deutschen Politik, endlich Klartext zu reden über den Völkermord und auch den Einfluss der türkischen Verbände zurückzudrängen. Sie beklagten den mangelnden Einfluss armenischer oder assyrischer Lobbygruppen, die etwa in Frankreich oder den USA ein höheres Ansehen hätten. Es wurde noch einmal betont, dass sich die Parlamente von Frankreich, Russland und Österreich weniger geziert hätten, die Dinge beim Namen zu nennen. Auch die Haltung des Papstes wurde erwähnt, was spontanen Beifall auslöste. Beeindruckend waren auch die Liedvorträge zweier Sängerinnen. Die erste von ihnen sang ein Lied in aramäischer Sprache (der Sprache Jesu), in welchem es um die Hoffnung ging, dass sich diese Untaten nie wiederholen mögen. Die zweite Sängerin gab in beeindruckender, stimmlicher Qualität ein armenisches Volkslied zum Besten, dessen melancholischer Grundton den Abschluss der Kundgebung trug.

Was bleibt nun als Eindruck vom Trauermarsch und der Kundgebung hängen ? Zunächst einmal hatte ich mir mehr Teilnehmer erhofft. Immerhin waren im Gegensatz zu sonstigen, ähnlich gelagerten Veranstaltungen, diesmal scheinbar mehr „deutsche“ Teilnehmer mit dabei, mehr Menschen, ohne offensichtlichen armenischen Familienhintergrund, die sich aber mit dem Anliegen dieses Tages solidarisierten. Auch die Atmosphäre war sehr friedlich. Das war vermutlich den vielen Familien geschuldet, die mitsamt Nachwuchs bis hinab ins Kinderwagen-Alter teilnahmen. Schon nach wenigen Minuten drückte mir z. Bsp. ein kleines Mädchen drei kleine, armenische Fähnchen in die Hand, von denen ich später zwei an eine junge Frau weitergab, die sonst gar kein „Winkelement“ gehabt hätte. Heute war ich also zum Armenier aus Solidarität erklärt worden.  Auch die Tatsache, dass man im Kontext dieser Kundgebung mal Dinge skandieren durfte, für die man ansonsten als „Rechtspopulist“ o. ä. verunglimpft worden wäre („Deutschland habe Mut !“ etc.) sorgte zumindest bei mir selbst für einen guten Eindruck. Meinungsfreiheit in Aktion für eine in meinen Augen richtige Sache ! Auch der rückgratlose, deutsche Außenminister Steinmeier (SPD), der immer neue Ausreden erfindet, um nur den „großen, bösen Erdogan“ nicht durch das Wort „Völkermord“ zu provozieren, bekam ordentlich sein Fett weg. Seine Erklärung, durch das Akzeptieren des Völkermordes an den Armeniern würde möglicherweise der Holocaust relativiert, wurde als windige, geradezu lächerliche Floskel entlarvt. Auch das bleibt als großes Plus dieses Tages hängen.

Einziger Wemutstropfen in einem ansonsten guten Becher Multi-Fruchtsaftes war für mich die Beobachtung, dass selbst hier auf diesem Trauermarsch und der späteren Kundgebung, die Komponente der Christenverfolgung, die m. E. nach den entscheidenden Auslöser für den Völkermord an Armeniern, Assyrern und Pontus-Griechen darstellt, vernachlässigt wurde. Zwar waren einzelne Teilnehmer mit Plakaten ausgestattet, die ein Ende von Christenvertreibung und -verfolgung forderten, aber der Tenor der Gesamtveranstaltung war doch eher auf den ethnischen Aspekt der Verfolgung gerichtet. In Nebensätzen oder einzelnen Adjektiven haben zwar auch Redner auf der Kundgebung die Opfer als „christliche Minderheiten“ gewürdigt, aber die Motivation der Täter, die eben maßgeblich auch religiöser Natur war, war kein wirkliches Thema an diesem Tag. Immerhin beschrieben einige Redner das Ziel der Jungtürken von 1915 treffend als einen „ethnisch gesäuberten, monoreligiösen (islamischen) Türkenstaat“. Wer also genau hinhörte und hinhören wollte wie ich, der konnte ansatzweise die christenfeindliche Komponente dieses Genozids erwähnt finden. Hier aber hätte für meinen Geschmack noch deutlicher Klartext gesprochen werden können. Vielleicht gesprochen werden müssen, angesichts der Fortsetzung der Untaten des Osmanischen Reiches durch den IS und Konsorten. Zwar wurde diese Kontinuität von einzelnen Rednern in Nebensätzen oder fast überhörten Andeutungen auch hergestellt, im Fokus dieses Tages stand sie aber nicht. Schade eigentlich, denn zum „Lernen aus der Geschichte“ gehört eben nicht nur dazu, dass wir Deutschen uns mal wieder einen Eimer voll Schuld über den Kopf gießen, worauf von allen Teilnehmern außer mir scheinbar auch großer Wert gelegt wurde, sondern auch, dass man die Parallelen zu heutigen Völker- und Christenmorden herstellt und sich dafür einsetzt, dass Politik gemacht werden muss, die diese beendet. Jenseits von träumerischen Friedensphantasien und Verhandlungsangeboten an mörderische Barbaren wie „Boko Haram“, „al-Shabaab“ oder den IS.

In diesem Sinne, schade, dass wir uns dort nicht getroffen haben, dass SIE als Leser dieses Blogs gerade nicht dafür gesorgt haben, dass im Teilnehmerfeld des Marsches ein klarerer Standpunkt zum Ausdruck gebracht wurde. Auch hier hätte ich mir gewünscht, ein paar Leser und Mitbeter zu treffen.

In diesem Sinne sehen wir uns ja vielleicht beim nächsten Male, wenn es am Donnerstag, den 21. Mai 2015, hier in Berlin heißt: Protest für Said Abedini ! Vor der iranischen Botschaft, Podbielskiallee 65, 14195 Berlin, 14.00 – 16.00 Uhr, Veranstalter: die „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte“ (IGfM). Bitte überlegen Sie, an dieser Mahnwache teilzunehmen ! 🙂 Ich werde in jedem Falle versuchen, dort zu sein

AKTUELL: die „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte“ plant für Freitag, den 22. Mai 2015, eine Mahnwache vor der türkischen Botschaft in Deutschland, Tiergartenstraße 19-21, 10785 Berlin, 10.00 – 11.00 Uhr. Thema: die Anerkennung des Armenier-, Assyrer- und Griechen- Genozids im Osmanischen Reich. Na, also: einmalige Trauerbekundungen sind eben nicht genug, den Genozidleugnern muss man permanent Druck machen !

Ihr

Martin Clemens Kurz

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Ein Gedanke zu “„Anerkennung – Jetzt !“: der Armenier-Trauermarsch in Berlin

  1. Vielen Dank für diesen reichhaltigen und ausführlichen Artikel. Er hat meinen Schmerz, an diesem Marsch nicht teilnehmen zu können, durch seine Schilderung tröstlich gemildert. Ich stimme Ihnen zu, dass mit dem Morden von 1915 eine Büchse der Pandora der Christenverfolgung geöffnet wurde. Und es ist leider auch wahr, dass es da nicht nur um einen ethnischen Konflikt, sondern um Christenverfolgung ging. Gut, dass Sie das noch mal so in den Vordergrund stellen; das sieht jemand, der die Verfolgungswellen weltweit beobachtet natürlich eher als jemand, der diese Perspektive nicht hat. Zusätzlich möchte ich betonen, was bei Ihnen aber bereits erwähnt ist, dass die Präsenz solcher Ausländergruppen und ihre frische, von deutschen Tabu´s unbeeindruckte Sicht der Dinge offenbar zu den Aufgaben gehört, die die Ausländer, die zu uns kommen, im göttlichen Heilsplan haben. Da gibt es mehr Tretminen als uns Deutschen bewusst sind.
    Und es wird Zeit, dass sie entschärft werden. Dabei können sogar die Alten Wilden von Pegida noch hilfreich sein! Jedenfalls gehen die mit den üblichen Multi-Kulti-Klischees nicht gerade fromm um. Und es stimmt ja, dass nicht alle Arten von Einwanderern unserem Land gut tun…
    Also: Danke und halten Sie uns weiter mit so lebendigen Schilderungen auf dem Laufenden! (Was nicht ausschließt, dass die physische Anwesenheit in jedem Fall noch besser ist…)

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