Pakistan/Thailand: christliche Flüchtlinge inhaftiert

Wie die Lage für die christliche Minderheit in Pakistan aussieht, hat man unlängst wieder bei Angriffen auf Kirchen in Lahore beobachten können. Die internationale Presse hat darüber berichtet und so auf die Situation aufmerksam gemacht. Nun wird bekannt, dass Glaubensflüchtlinge, die in Pakistan von „Blasphemieprozessen“ bedroht sind oder von islamistischen Hardlinern mit dem Tode bedroht werden, auch im Ausland nicht überall gnädige Aufnahme finden. Die Zeiten, als die Heilige Familie in Ägypten Obdach bekam, um den zielgerichteten Pogromen des Herodes zu entgehen, sind offensichtlich vorbei.

Wie gesagt: als Christ hat man im Land, das Osama bin Laden so lange gastfrei hielt, einen schweren Stand, wie sich jeder sicher vorstellen kann. Das von einem sich immer weiter radikalisierenden Islam kulturell wie politisch im Würgegriff gehaltene Land wird für Christen zu einer „Heimat“, in der außer offizieller, offener, staatlicher Verfolgung so ziemlich alles „zu gehen“ scheint. Sogar die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) schrieb angesichts der Anschläge vom 15. März 2015:

Der Anschlag auf Christen in Lahore vom Sonntag zeigt einmal mehr, dass islamistische Terroristen in Pakistan weitgehend freie Bahn haben.

Ich denke, diese Einschätzung einer seriösen Zeitung spricht für sich selbst. Jetzt kommen Nachrichten aus Thailand, dass dort angeblich pakistanische, christliche Glaubensflüchtlinge von der Polizei in Gewahrsam genommen wurden. Laut CBN sollen ca. 400 Christen, darunter einige Konvertiten vom Islam, von den thailändischen Sicherheitsbehörden festgesetzt worden sein.

Thailand_mapAngeblich hätten thailändische Pastoren die Medien auf diese Fälle aufmerksam gemacht. Auf welchen Wegen diese Gläubigen in das südostasiatische Land gelangt sind, darüber schweigen sich die Quellen aus. Vermutlich, weil auch hier wie in vielen, anderen Weltregionen, die Verfolgten illegale Kanäle, bezahlte Schleuser oder ähnliche Hilfsmittel in Anspruch nehmen müssen, um ihr nacktes Überleben und das ihrer Familien sicherzustellen. Die Flüchtlinge sind nach ihrer Ankunft in Thailand weitgehend auf die Hilfe christlicher Gemeinden und Pastoren angewiesen. Obdach und Nahrungsmittel werden zumeist ausschließlich von diesen zur Verfügung gestellt. „Willkommenskultur“, Asyl-Aufnahme-Infrastrukturen o. ä. , die hierzulande selbstverständlich sind, scheinen dort weitgehend unbekannt zu sein.

Dennoch sollen einige der Flüchtlinge bereits Kontakt zur UN bzw. zum UN Flüchtlingskommissariat UNHCR in Thailand aufgenommen haben, um eine offizielle, internationale Anerkennung ihres Status zu gewährleisten. Weitere Details über den Stand dieser Gespräche bzw. die Sichtweise der UN sind bisher nicht bekannt. Die Regierung Thailands immerhin hat ihren Willen erkennen lassen, die pakistanischen, christlichen Glaubensflüchtlinge abschieben zu wollen.

Ein berechtigtes Gebetsanliegen also. Ich bitte deshalb darum, diese und ähnliche Fälle in IHRER Gemeinde zu diskutieren, mit Gebetsgruppen, Hauskreisen o. ä. in die Fürbitte für die Flüchtlinge einzusteigen und zuallermindest ihr Schicksal deutlich, ausgesprochen dezidiert und ganz bewusst in die Hände unseres Schöpfers zu legen. Bitte berichten Sie mir doch auch darüber, ob und wie dies zustande gekommen ist, damit ich mal wieder ein paar positive Meldungen veröffentlichen kann. 🙂

Ihr

Martin Clemens Kurz

(Quellen: „NZZ“ vom 17. März 2015 und „CBN“ vom 11. März 2015)

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