IS ermordet koptische Christen in Libyen…publiziert Video davon

Der weltweite Krieg des Islam gegen Zivilisation und Christentum hat neue Opfer gefordert. (Ja, liebe Leser, es gibt „den Islam“, der sich immer dann kollektiv beleidigt fühlt, wenn irgendwo eine Karikatur auftaucht, jemand auf seine Gewaltaffinität hinweist, oder es keine Geschlechtertrennung in Schwimmbädern gibt.) Diesmal traf es eine Gruppe von 21 koptischen Ägyptern, die in Libyen arbeiteten und das interessante daran ist, dass diesmal sogar die sonst notorisch am Schicksal verfolgter Christen desinteressierten Massenmedien nicht darum herumkamen, darüber zu berichten.

Libyen_landkarteIst es der vermehrten Aufmerksamkeit zu verdanken, welche die Anschläge auf Charlie Hebdo und das Kulturcafé in Kopenhagen in Richtung des islamischen Terrorismus gelenkt haben, oder wollen die Medien den ihnen von der so verabscheuten PEGIDA gemachten Vorwurf der Verlogenheit abschütteln: wie dem auch immer sei, das Video welches die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ am Sonntag, den 15. Februar 2015, in Umlauf brachte, wird weltweit verbreitet. Es wird auch weltweit über den Fall berichtet, weshalb ich mich in diesem Beitrag mal zurückhalte und nur den entsprechenden Artikel der FAZ hier in Teilen zitiere und ein wenig mit Kontext versehe. Fakt ist 21 Christen wurden in Libyen geköpft. Und allem Anschein nach gezielt ausgesucht, weil sie Christen waren. Also, wen betraf das Attentat ? Die FAZ schreibt:

Die koptisch-orthodoxe Kirche bestätigte die Ermordung der 21 Christen. Demnach waren die Kopten als Gastarbeiter in Libyen und „gerade auf dem Heimweg nach Ägypten, als ihr Bus von den Terroristen aufgehalten wurde“, bestätigte der Generalbischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Anba Damian, der „Bild“-Zeitung.

Interessant, dass die FAZ auf Informationen der BILD-Zeitung zurückgreifen muss, aber weiter: Fangen wir mal damit an, warum so viele koptische Ägypter im arabisch-sprachigen Ausland tätig sind. Richtig, es könnten theoretisch ja auch muslimische Ägypter sein, denn Armut und Arbeitslosigkeit sind im Land am Nil generell noch immer sehr hoch. Korruption, Vetternwirtschaft und eine ineffeziente Wirtschaft sorgen dafür, dass Ägypten sein wirtschaftliches Potential nicht einmal annähernd ausschöpft. Dies hat zur Folge, dass Ägypter sich natürlich auch im Ausland nach Möglichkeiten umsehen müssen, wie sie ihre Familien ernähren können. Die durch alltägliche Diskriminierungen benachteiligten, koptischen Christen Ägyptens haben in dieser Situation die schlechtesten Karten, in Ägypten selbst  zurecht zu kommen. Die zwingend vorgeschriebene Markierung als „Christen“ in ihren Personaldokumenten, liefert dabei jeglicher Diskriminierung Vorschub und sorgt oftmals dafür, dass allerhöchstens Aushilfsjobs für Kopten erreichbar sind. So streben eben Kopten auch ins Ausland, um als Bauarbeiter, freie Händler oder auf andere Weise Geld zu verdienen. Da ihnen oftmals auch Bildung, die über Grundschulniveau liegt, versagt wird (dies trifft leider auf viele Ägypter aller Religionen zu), bleibt ihnen kaum etwas anderes übrig, als sich im arabisch-sprachigen Ausland nach Arbeit umzuschauen, da sie ja keine anderen Fremdsprachen beherrschen. Soviel zur Einordnung des Hintergrundes, den die FAZ übrigens nicht kennt, nicht kennen will, oder einfach in ihrem Artikel auslässt. Immerhin lassen sie Anba Damian zu Wort kommen:

Islamisten verfolgten die Kopten in der Region bereits seit Jahren mit extremer Gewalt. „Männer werden systematisch gesucht, verfolgt, ermordet! Unsere Frauen und Mädchen werden auf offener Straße attackiert, weil sie kein Kopftuch tragen“, sagte Damian.

Bischof Damian, der oberste koptische Geistliche in Deutschland, dessen kurze Bekanntschaft zu machen mir vor einigen Jahren erfreulicherweise vergönnt war, äußert weiter:

Die Terroristen hätten die Ausweise der Gastarbeiter verlangt und die Kopten zum Aussteigen gezwungen. „Zuerst dachten wir an eine Entführung, doch eine Lösegeld-Forderung wurde nie gestellt“, sagte Bischof Damian weiter.

Bischof Anba Damian

Bischof Anba Damian

Keine Lösegeld – Forderung. Warum auch ? Der „Islamische Staat“ wollte ein Zeichen setzen, wollte mal wieder durch eine weitere Barbarei die zivilisierte Welt in Schockstarre versetzen. Ein Geiselaustausch gegen Geld oder Waffen hätte diesem Ziel sicher im Wege gestanden. Zumal die Täter offensichtlich gezielt die Christenheit in Angst und Schrecken versetzen wollten. Denn ihr Video trägt den Namen: „Eine in Blut geschriebene Nachricht an die Nation des Kreuzes“. Brauchen deutsche und europäische Kirchenvertreter also noch mehr Beweise dafür, dass das Wort aus 1. Petrus 5, Vers 8 sich auch hier wieder bewahrheitet: „Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge.“ Klingt Ihnen, liebe Leser zu spiritistisch und irgendwie abgehoben ? Die Terroristen, die im Namen dieses „brüllenden Löwen“ umhergehen und Juden in Toulouse, Paris oder Kopenhagen abschlachten, die Karikaturen – Zeichner eines (zugegeben recht fragwürdigen, aber das rechtfertigt gar nichts) französischen Witzblättchens hinrichten oder auf Kulturveranstaltungen ballern, sehen das immerhin ganz anders. Und das müssen wir wissen, im Hinterkopf behalten und danach handeln, wenn uns wieder mal jemand erzählt, dass es sich um „vereinzelte Taten“ handele, die miteinander so rein gar nichts zu tun hätten und alle wieder nur hilflos mit den Schultern zucken.

Zurück zu diesem Video, in dem auf fünf Minuten gestrafft gezeigt wird, wie zehn der insgesamt 21 Opfer geköpft werden.

 Das Enthauptungsvideo ist die erste als Video veröffentlichte Gräueltat des libyschen Ablegers der ursprünglich in Syrien und im Irak kämpfenden IS-Miliz. …

In dem Video tragen die Opfer orangefarbene Kleidung, wie sie oft von IS-Geiseln als zynische Erinnerung an Guantánamo getragen werden muss. In dem Video ist die Enthauptung von mindestens zehn Geiseln zu sehen. Das ägyptische Staatsfernsehen sendete Ausschnitte aus dem Video.

Darin sagt einer der maskierten Täter, der eine Militäruniform trägt und ein Messer auf die Kamera richtet, auf Englisch: „Wir befinden uns hier südlich von Rom, im Land des Islam Libyen (…) das Meer, in dem ihr die Leiche von Scheich Usama bin Ladin versteckt habt, wir schwören bei Allah, wir werden es mit eurem Blut mischen.“ Der Al-Qaida-Anführer bin Ladin war im Mai 2011 bei einer amerikanischen Kommandoaktion in Pakistan getötet worden. Sein Leichnam wurde an einer geheim gehaltenen Stelle im Meer versenkt.

Es gibt unterschiedliche Angaben darüber, seit wann die Kopten in der Gewalt der islamischen Terroristen waren. Die Entführung soll ursprünglich im Januar stattgefunden haben. Wann genau dann die Exekution der Opfer stattfand, ist noch nicht genau ermittelt, denn das Video könnte bereits vor Wochen gedreht worden sein. Das sich mehr oder minder im Zustand der Anarchie befindliche Libyen ist also offensichtlich zu einem zweiten Standbein der IS geworden. Ein Dankeschön geht hier an alle Mitglieder der Anti-Gaddafi-Koalition, allen voran Herrn Obama. Mal sehen wie lange es dauert, bis sich die IS in Libyen, die „Al-Kaida des Maghreb“ und die „Boko Haram“ verbünden, vernetzt sind sie ohnehin schon. Boko Haram greift ja auch bereits jetzt Nachbarländer Nigerias  wie etwa den Niger, Tschad (erst jüngst !) und Kamerun an. Aber zurück zu den Kopten:

Der ägyptische Staatspräsident General al-Sisi hat immerhin eine siebentägige Staatstrauer angeordnet und somit die Opfer als gleichwertige Staatsbürger anerkannt. Von seinem Vorgänger Mursi hätten wir das wohl nicht erwarten können. Dieser Islamist hätte vermutlich die Täter zum Staatsbesuch eingeladen und mit Geld und Waffen versorgt. Die USA haben auch wortreich ihren Abscheu über dieses Massaker zum Ausdruck gebracht. Konkrete Taten wären hier aber besser, zumal die USA eine gewisse Mitverantwortung dafür haben, dass der IS-Ungeist aus der Flasche gelassen wurde (s. o.). Die Kairoer Al-Azhar-Universität, die als geistliche Autorität im sunnitischen Islam gilt, verurteilte die Gewalttat auch als „barbarisch“. Die orthodoxe Kirche Ägyptens sieht sogar Hoffnung, dass die Täter gefunden und bestraft werden.

Und „was lernen wir daraus“ ? Die Welt ist schlecht, das Böse als solches existiert und wir Gläubigen müssen biblisch fundiert Strategien entwickeln, um mit diesen Tatsachen zurechtzukommen. Auch hier in Deutschland, denn Kopenhagen und Paris sind nicht weit weg, Libyen auch nicht. Brennende und geplünderte Kirchen gibt es auch in Deutschland bereits, was eben nicht nur an der mangelnden Ehrfurcht vor dem Spirituellen liegt. Werden wir uns dessen bewusst, beten wir und handeln danach.

Bitte gedenken Sie im Gebet auch der Angehörigen der Ermordeten ! Bitten Sie den Herrn, ihnen Trost zukommen zu lassen und dass ihre Herzen nicht verbittern mögen.

(Quelle: „FAZ“ vom 16. Februar 2015)

 

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