Indien: Schikanen gegen Christen gehen ungehindert weiter

Indien schließt sich, was die Intensität der dortigen Christenverfolgung angeht, immer stärker seinem „ungeliebten“ Nachbarn Pakistan an. Spätestens seit der Wahl des Hindu-Nationalisten Narendra Modi zum Ministerpräsidenten scheint den gleichgesinnten Christenhassern auf dem indischen Subkontinent kaum noch etwas im Wege zu stehen. 

Karte von Indien

Indien

Im indischen Bundesstaat Maharaschtra wurden Christen, die sich aus Glaubens- und Armutsgründen weigerten, eine bestimmte Summe für ein hinduistisches Feier-Ritual zu spenden, unter erfundenen Vorwürfen inhaftiert und über zwei Wochen lang festgehalten. Sie hätten angeblich „randaliert“, als sie von fanatischen Hindus verprügelt und ihre Häuser vandalisiert wurden. Das ganze Geschehen spielte sich im Ort Kamseth im Nasik-Distrikt ab. Und zwar am 28. Oktober 2014.

Alles begann damit, dass man den christlichen Einwohnern des Ortes ca. 300 Rupien für das Abhalten des „Lichterfestes“ der Hindus, des bekannten „Diwali-Festes“, abknöpfen wollte. Die zumeist armen Familien spendeten immerhin den halben Betrag, den man ihnen aber wütend zurückbrachte. Daraufhin wurden vier angesehene Christen des Ortes (alle namentlich bekannt) zum örtlichen Hindu-Tempel bestellt und dort gab es erneut Streitigkeiten um die Spenden. Die Hindus beschimpften die Christen, machten deren Glauben lächerlich und begannen damit, die Christen auch körperlich anzugehen. Drei von ihnen konnten noch entkommen, bevor die Lage zu schlimm wurde, der vierte Gläubige, Dilip Laxu Galat, wurde schwer vermöbelt.

Daraufhin begann der öffentliche Aufruhr, für den die Christen später verantwortlich gemacht wurden. Es wurden z. Bsp. Steine auf das Haus des Christen Govind Janu Galat geworfen, seine Wohnräume verwüstet und ihm dabei eine gewisse Summe Bargeldes gestohlen. Ebenso wurden einem anderen Christen Dachziegel vom Haus gerissen und einem weiteren wurde sein kleiner Laden beschädigt. Daraufhin haben die bereits erwähnten vier Christen die Flucht ergriffen und die Polizei telefonisch von den Ereignissen informiert. Als die Beamten eintrafen, wurden sie von einem fanatischen Hindu-Mob bereits erwartet. Ihre Fahrzeuge wurden mit Steinen beworfen und die Beamten physisch angegangen.

Als sich die Christen schließlich aus ihrem Versteck wagten, wurden sie schließlich in die Polizeifahrzeuge verbracht, aber nicht etwa um sie „in Schutzhaft“ zu nehmen, sondern weil die Beschwerde eines der Anführer des Mobs vorlag, die Christen hätten „randaliert“. Immerhin wurden von Seiten der Polizei auch 14 Anzeigen gegen Angehörige des wirklich randalierenden Hindu-Mobs erstattet. Mittlerweile sind alle vier Christen auf Kaution wieder entlassen worden.

Von Seiten der Christen wird die Vermutung geäußert, dass die Atmosphäre in Kamseth sich ab dem Zeitpunkt deutlich verschlechtert habe, als der aus einem Nachbarort verbannte, hinduistische Hassprediger Promod Kurkani, ein örtlicher Leiter des „World Hindu Council“ (VHP), sich dort niederließ. Seine gegen Christen und andere Nichthindus gerichtete Propaganda hatte ihm schon im Nachbarort Ether jede Menge Ärger und schließlich die Verbannung von dort eingebracht.

Bitte beten Sie doch für den Frieden zwischen den Religionen im Bundesstaat Maharaschtra.

(Quelle: „morning star news“ via crossmap vom 13. November 2014)

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