Kenia: Christ vom Balkon geworfen – Racheakt

Wenn wir uns fragen, wie es zu den schlimmen Massakern islamistischer Milizen wie der „Boko Haram“ oder der „IS“ kommen kann, dann müssen wir zunächst einmal betrachten, wie solche Dinge beginnen, denn sie geschehen ja nicht im „luftleeren Raum“. Im Kleinen fängt es an, im alltäglichen Umgang etwa mit Religionswechseln, mit christlichen Mehr- und Minderheiten, selbst in eigentlich demokratisch verfassten Staaten, die Religionsfreiheit, Sicherheit und Bürgerrechte garantieren sollten. Ein Fall aus Kenia zeigt auf, wie in monokulturell geprägten Stadtteilen den Barbaren der islamischen Terrorgruppen der Weg bereitet wird. Ein Lehrstück für uns in Europa.

300px-KeniaEastleigh ist ein Stadtteil der kenianischen Hauptstadt Nairobi, in dem überwiegend somalische Zuwanderer muslimischen Glaubens wohnen. Schon seit längerem wird darüber berichtet, dass dort Christen, vor allem Konvertiten vom Islam, einen „schweren Stand“ haben, vorsichtig formuliert. Eastleigh ist auch, davon sind kenianische Sicherheitsbehörden überzeugt, ein Rekrutierungsraum für die sog. „Al-Shabaab“-Milizen, die in Ostafrika (Somalia, südliches Äthiopien und kenianische Küstenregion) einen Allahs-Staat inkl. Scharia und Christenvertreibungen errichten wollen. In einer derartigen Nachbarschaft haben es Christen, vor allem, wenn sie sich zuvor von Allah losgesagt haben, natürlich schwer, auch nur zu überleben, von einem sicheren, normalen Leben und freier Religionsausübung ganz zu schweigen. Schon vor über einem Jahr mussten wir hier im Blog über einen gescheiterten Evangelisierungsversuch in diesem Umfeld berichten.

Nun wird bekannt, dass es eine weitere, abscheuliche Gewalttat gegen einen Christen gegeben hat. Ein Augenzeuge, der zu Gunsten seiner eigenen Sicherheit ungenannt bleiben will, berichtet glaubhaft von dem Angriff auf einen Konvertiten somalischer Abstammung. Mohammed Ali, 30, Vater von zwei Kindern, wurde am 15. August 2014 attackiert und liegt noch immer im Kenyatta-Krankenhaus in Nairobi. Mohammed ist ein Bekehrter, ein Somali, der in Kenia mit dem Evangelium in Berührung kam, Christus annahm und seitdem in seinem sozio-kulturellen Umfeld ein Geächteter war, ein Mann, der in Lebensgefahr schwebte. Vor sechs Jahren hatte er beschlossen, aus Eastleigh fortzuziehen, um eine Überlebenschance in Kenia zu haben, denn dort war er schon viel früher (noch erfolglos) attackiert worden, nachdem sein muslimisches Umfeld von seiner Umkehr zum Glauben erfuhr.

Am 15. August nun wollte er einem Freund, dem ungenannten Augenzeugen, helfen, ebenfalls aus Eastleigh fortzuziehen. Mohammeds Frau hatte ihn zuvor davor gewarnt, nach Eastleigh zurückzukehren, da sie die Stimmung gegen Christen, speziell Konvertiten, dort kennt. Aber Mohammed hatte sein Wort gegeben und wartete mit seinem Freund auf den Umzugswagen, der sich aber offensichtlich verspätete. Als es dann an der Tür klingelte, öffnete sein Freund und wurde von fünf Gewalttätern angeblafft: „Wir sind hier wegen Mohammed“. (eine doppelt problematische Aussage, wenn man´s genau nimmt). Offensichtlich hatte sich die Anwesenheit des „Feindes“ Mohammed Ali herumgesprochen. Der Mann versuchte, die Muslime abzuwimmeln, wurde von ihnen aber beiseite gestoßen, woraufhin sie in die Wohnung vordrangen und Mohammed Ali attackierten. Schließlich warfen sie ihn vom Balkon der im vierten Stock gelegenen Wohnung. Er überlebte diese Attacke aber und wurde ins besagte Kenyatta-Hospital gebracht.

Im Krankenhaus hat man schwere, innere Verletzungen festgestellt. So ist etwa seine Blase gerissen. Noch immer ist er kaum in der Lage, zu sprechen und sein Gehör ist ebenso in Mitleidenschaft gezogen. Die Ärzte stellten auch fest, dass er eine schwere Schnittwunde im Bauch aufwies, die nach ihrer Einschätzung von einem Messerangriff stammt. Spekulationen über die Art und Weise des Angriffs schießen jetzt natürlich ins Kraut. Wurde der Umzugswagen-Fahrer bewusst daran gehindert, zum vereinbarten Termin vor dem Haus aufzutauchen, damit die Angreifer mehr Zeit hätten, sich auf den Angriff gegen den untätig in der Wohnung wartenden Mohammed Ali vorzubereiten ? Mohammeds Frau spekuliert öffentlich darüber.

Mohammed Ali wurde zum potentiellen Anschlagsziel radikaler Muslime, als er vor fünfzehn Jahren Christus annahm und in der Folgezeit als Bibel-Lehrer und Jüngerschafts-Mentor für andere Christen mit somalischem Migrationshintergrund auftrat. Die Geschehnisse sind umso alarmierender, als Kenia eine demokratische Republik mit säkularer Verfassung ist, in der Religionsfreiheit garantiert ist. Einer christlichen Bevölkerungsmehrheit von ca. 83 % stehen nur ca. 8 % Muslime gegenüber. Dennoch ist schon seit ein paar Jahren die sehr stark von Muslimen bewohnte Küstenregion um Mombasa in einem Zustand mehr oder minder offener Separation und Gewalt gegen staatliche Institutionen und gegen Christen (siehe auch unsere „Kenia“-Rubrik). Monokulturell geprägte Stadtteile und Regionen wie das beschriebene Eastleigh sind ebenfalls de facto „rechtsfreie Räume“, in denen eher die Scharia als die Verfassung Kenias Gültigkeit haben. Den Preis dafür bezahlen Menschen, die selbstbestimmt leben, etwa ihre Religion frei wählen oder als Frau ihre verfassungsmäßigen Rechte wahrnehmen wollen.

Beten wir also für die Wiederherstellung der Gesundheit von Mohammed Ali, für seine Familie und Freunde.

(Quelle: „morning star news“ vom 27. August 2014)

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