Iran: Said Abedini wieder im Gefängnis

Über den Fall des amerikanisch-iranischen Pastors Said Abedini wurde bereits viel geschrieben, so dass ich an dieser Stelle die Vorstellung und wortreiche Einordnung seines Schicksals in den politisch-geistlichen Kontext einmal unterlassen zu können glaube. 

saeed-abediniDie letzten Entwicklungen waren die, dass Said Abedini im März 2014 vom Gefängnis Rajai Shahr in  Karaj zu einem Krankenhaus verbracht wurde, wo er wegen seiner inneren Verletzungen, die sehr wahrscheinlich von den Prügeln herrühren, die er von Wachen und Mitgefangenen erhält, behandelt werden sollte. Ob und wie er dort tatsächlich behandelt wurde, ist noch unklar. In jedem Falle soll er sich langsam aber sicher erholt haben und auch die Besuche von Verwandten, die dort im Krankenhaus möglich waren, sollen seiner Stimmung sehr zuträglich gewesen sein, vor allem an seinem 34. Geburtstag am 07. Mai. Seine Frau Naghmeh berichtet ebenso darüber wie verschiedene Menschenrechtsorganisationen. Auch die Hoffnung, dass Said eine der sog. „Neujahrsbegnadigungen“ zum iranischen Neujahr im März 2014 bekommen könnte, bewahrheitete sich bereits nicht.

Naghmeh-Abedini-Save-Saeed-8thirty8Nun wird aber bekannt, dass Said Abedini wieder ins Gefängnis zurückverlegt worden sei, wobei es wieder zu körperlichen Übergriffen gegen seine Person gekommen sein soll. Dieser Transfer erfolgte ohne vorherige Ankündigung und Familienangehörige sollen die schweren Misshandlungen Said Abedinis bereits bestätigt haben. Naghmeh Abedini zeigte sich bestürzt über diese Nachrichten und wird von der Seite „savesaeed“ wie folgt zitiert:

Dies ist eine extrem enttäuschende Entwicklung – eine, die mir das Herz bricht. Unsere Familie ist tief betrübt und wir beten weiterhin für Said – für seine Sicherheit und seine Freilassung. Wir sind dankbar, dass so viele Menschen in der ganzen Welt weiterhin für Said beten.

Hier gilt es einzuhaken. Wer betet wirklich für Said Abedini ? Und wer befasst sich lieber mit Genderwahn und Klima-Weltuntergangsszenarien ? Das müssen wir uns als einzelne Christen fragen und auch als Gemeinden und Kirchen. Wer leugnet, dass gläubige Christen Opfer politischer und religiöser Verfolgung sein können und lieber wegschaut, der betet natürlich nicht für Said Abedini. Und solcherlei Volk gibt es auch viel innerhalb unserer Kirchen, was mich immer nachdenklicher stimmt. Aber dies sei nur als kleine Denkanregung dazwischengeschoben.

Diese völlig überraschende Rückverlegung könnte mit der politischen „Großwetterlage“ zu tun haben und damit die vielfach geäußerten Befürchtungen bestätigen, dass Said zu einer Schachfigur der iranischen Außenpolitik gemacht werden soll. Denn in Wien laufen seit vergangenem Freitag wieder die Nuklear-Gespräche zwischen dem Iran und der 6-köpfigen Kontaktgruppe. Frau Naghmeh Abedini äußerte sich ebenfalls in diesem Kontext:

Dies wird alles so kompliziert. Ich denke, sie halten ihn gefangen, um zu sehen, wie die Gespräche (in Wien, Anm. d. Übers.) laufen werden. Darüber nachzudenken macht mir große Angst.

Die facebook – Seite von „pray for saeed“, auf der Naghmeh Abedini uns immer wieder informiert und zum Gebet für das Wohlergehen ihres Mannes aufruft, ist hier erreichbar (Englisch):

https://www.facebook.com/PrayForPastorSaeedAbedini

Beten wir also weiter für ihn, bis er wieder bei seiner Familie zurück ist.

(Quelle: „persecution.org“ vom 20. Mai 2014)

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