Indonesien: Hoffnung für die Yasmin-Gemeinde von Bogor ?

Liebe Leser, wenn Sie diesen Blog von Anfang an mitverfolgt haben, ist Ihnen bekannt, dass wir einiges über die „Yasmin“-Kirchengemeinde von Bogor in Westjava (Indonesien) schreiben mussten. Nun gibt es vielleicht Bewegung in deren Fall. Beten wir dafür ! 

Indonesien

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Nur ganz kurz erinnert: Die Yasmin-Kirchengemeinde von Bogor hatte im Jahr 2006 ein Grundstück gekauft und wollte darauf ein Kirchengebäude errichten. Sie holten sich die in Indonesien dafür notwendigen Genehmigungen und Unterschriften ein und bauten fröhlich und voll Gottvertrauen drauflos, bis islamische Organisationen sie aufs Korn nahmen. Diese behaupteten, der Kirchenbau sei nicht aufgrund der korrekten, juristischen Grundlagen erfolgt und setzten den damaligen Bürgermeister von Bogor, Dani Budiarto, massiv unter Druck, so dass dieser mit Hilfe der örtlichen Sicherheitsbehörden der Gemeinde den Zugang zum Gelände verwehrte. Somit war das Kirchengelände de facto versiegelt. Daraufhin ging die Yasmin-Gemeinde bis vor den höchsten Gerichtshof Indonesiens und konnte dort nachweisen, dass tatsächlich alle Genehmigung für den Erwerb des Geländes und den Bau der Kirche legal eingeholt worden waren. Der Gerichtshof urteilte im Jahr 2010 zu ihren Gunsten, was aber Herrn Budiarto und die hinter ihm stehenden Radikalmuslime kein bischen interessierte. Damit war auch klar, dass sämtliche „legalistischen“ Argumente von ihrer Seite her nichts als Vorwände gewesen waren, um eine Kirche in ihren Stadtgrenzen zu drangsalieren und letztlich zu vertreiben. In der Folge hielt die Yasmin-Gemeinde mehrere Gottesdienste unter freiem Himmel ab, da ihr Kirchengebäude ihnen ja nicht zur Verfügung stand. Auch Appelle seitens der Gemeinde an den indonesichen Staatspräsidenten  Susilo Bambang Yudhoyono und diverse andere Politiker, doch dazu beizutragen, dass im vorliegenden Falle wieder einem höchstrichterlichen Urteil und damit dem geltenden, indonesischen Recht zum Durchbruch verholfen werde, blieb jahrelang ungehört.

Darüber haben wir oft geschrieben. Etwa in diesen Artikeln:

Bahnt sich nun eine Änderung der Verhältnisse an ? Schwer zu glauben, wenn man die gesamte Vorgeschichte kennt. Immerhin wurde vor kurzem in Bogor ein neuer Bürgermeister gewählt, der bereits im Wahlkampf eine Neubewertung des Falles der Yasmin-Kirche versprochen hatte. Seit dem 07. April 2014 ist nun Bima Arya Sugiarto Bürgermeister in der westjavanischen Stadt und hat in Aussicht gestellt, dass die Yasmin-Kirche vielleicht noch vor den Präsidentenwahlen vom Juni 2014 endlich eröffnet werde könne.

Nun, Politikern zu vertrauen, dass sie Wahlversprechen auch einhalten, ist natürlich naiv und im paulinischen Sinne „kindisch“ und nicht kindlich. Insofern bleibt abzuwarten, wie der neue Stadtverantwortliche mit dem unweigerlich einsetzenden, massiven Druck derselben islamischen Lobby-Verbände umgehen wird, mit denen sich sein Vorgänger Budiarto gemein gemacht hatte. Denn mittlerweile spricht auch der Herr Sugiarto nur noch davon, „eine Lösung“ für das Problem der Gemeinde finden zu wollen, bzw. „eine Einigung“ anzustreben. Rudert er schon wieder zurück und will eine Kompromißlösung ins Auge fassen, statt der Kirche zu ihrem (höchstrichterlich seit 2010 in einem Urteil erstrittenen) Recht zu verhelfen ? Wir werden sehen. In jedem Falle ist diese Angelegenheit ein gutes Gebetsanliegen.

Bitte Beten Sie doch mit mir für die Yasmin-Kirche von Bogor. Möge ihnen ein wenig irdischer Gerechtigkeit zuteil werden, damit sie zukünftig ihre Gottesdienste in ihrem eigenen Gebäude werden abhalten können.

(Quelle: „asia news“ vom 24. April 2014)

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