Österreich: zum Kirchenvandalen von Wien

Ein wenig habe ich gezögert, das Thema überhaupt aufzugreifen, denn viele, seriöse Medien haben schon darüber berichtet. Nur fiel mir immer verschiedenes an den Berichten auf, so dass ich mal versuchen werde, in aller gebotenen Kürze etwas „Klartext“ über die Angelegenheit zu verbreiten.

Kreuz mit Horizont.

das Kreuz

Was ist in Wien passiert ? Vier Kirchen wurden geschändet. Vom Februar bis Ende März wurden in verschiedenen Kirchen der österreichischen Hauptstadt Wien Gotteshäuser in erschreckend rücksichtsloser Art und Weise verwüstet. Madonnen-Statuen umgeworfen und irreparabel beschädigt, etc. „News.at“ schreibt gar von einer fünften Kirche, in der schlimm gehaust worden sei. Der Kardinal von Wien, Schönborn, spricht angeblich gegenüber der Zeitung „heute.at“ davon, dass es in der Lazaristenkirche „wie nach einem Bombenangriff“ aussähe. So stelle er sich die Folgen der christenfeindlichen Gewalt „in Syrien“ vor.

Ich vermute, Sie, liebe Leser, haben jetzt ein Bild davon, wie die Kirchen in Wien sich dem schockierten Kirchenvolk präsentiert haben müssen, wenn selbst ein Oberhirte solche Worte gebraucht. Die Presse schreibt nun darüber, dass am Dienstag, den 01. April (kein Aprilscherz) 2014 ein 37-jähriger, ghanaischer Muslim mit dem Namen Ibrahim A. (wie in solchen Fällen üblich ist die Berichterstattung über Straftaten öfter mit dem Täterschutz, also der Verkürzung des Nachnamens verbunden) festgenommen worden sei. Nach dem Wüten im Wiener Stefansdom habe ein Augenzeuge den Täter als „psychotisch“ beschrieben. Die Tatsache, dass man ihn bereits am Wochenende verhört hatte und dennoch wieder freiließ, damit er auch am Dienstag noch in der Barnabitenkirche sein Unheil treiben konnte, sei einmal dezent übersehen. Immerhin wurde er ja doch noch festgesetzt. Und hier beginnt die Sache, in meinen Augen etwas obskur zu werden, denn die Medien und ihre Gesprächspartner in Sicherheitsbehörden und Kirchen zeigen sich wieder erstaunlich desinformiert darüber, was die Motive von Ibrahim A. angeht.

So wird darüber spekuliert, er sei geistig verwirrt, habe bei der Festnahme und den Vernehmungen verworren dahergeredet. Ich zitiere einfach mal „news.at“ dazu:

„Er ist voll geständig, macht aber sehr verwirrende Angaben zu seinem Motiv. Der Mann hat angegeben, dass ‚Gott ihn beauftragt‘ hätte“, erklärte Polizeisprecher Roman Hahslinger Dienstagabend.

KirchenschändungDa fallen mir glatt mehrere Irrtümer in zwei Sätzen auf. „Sehr verwirrende Angaben“ zu seinem Motiv ? Ich vermute einfach mal, er hat ganz klar gesagt, was er als Muslim von „Götzendienern“ und „den Polytheisten“ so hält. Das ist absolut islamkonform, denn die Heilige Dreifaltigkeit wird von orthodoxen, islamischen Autoritäten seit jeher mit Vielgötterei gleichgesetzt. Das Problem dabei ist nur, dass unsere Kirchen und unsere Medien solche Aussagen nicht mehr in ihren Kontext einfügen können, weil ihnen der Einblick in die Gedankenwelt des Mainstream- (nicht einmal des radikalen) Islam völlig feht. Ich empfehle übrigens in diesem Zusammenhang einen Kommentar bei „Kopten ohne Grenzen“, der hier für ein gerüttelt Maß an Klarheit und Information sorgt. Für ignorante Medien und Kirchenbonzen ist die Motivation eines islamischen Streng-Gläubigen natürlich „sehr verwirrend“, da ihr Blick ja regelmässig von „interreligiösen Dialogpartnern“ vernebelt wird.
Zumal da auch noch die Aussage im Raume steht, Ibrahim A. fühle sich „von Gott“ dazu gerufen, die Kirchen zu verwüsten. Wir dürfen mit Fug und Recht davon ausgehen, dass Ibrahim A. von „Allah“ gesprochen hat, der ihn dazu aufgefordert habe, den „Ungläubigen“ mal ordentlich einen einzuschenken. Warum also spricht der österreichische Polizeisprecher von „Gott“ und die Presse plappert das nach ? Na, auch hier muss wohl davon ausgegangen werden, dass sie es einfach nicht besser wissen und das nachbeten, was ihnen sogar in vielen Kirchen vorgegeben wird: Allah wäre gleich Gott. Mir läuft es dabei kalt den Rücken herunter, so als ob von den Kanzeln unserer (und auch der österreichischen) Republik herab verkündet werde, der Teufel sei eigentlich mit Gott gleichzusetzen. Wer diesen Blog länger verfolgt, weiss darum, dass ich eine Gleichsetzung von Allah mit dem dreieinigen Herrgott ablehne, schon aus dem Grunde, weil ich bis heute nicht sehe, dass beide, geistliche Entitäten dasselbe von ihren Anhängern erwarten würden und eine gemeinsame Ethik sich eben aus den normativen Schriften beider Religionen für mich nicht ableiten lässt. Was beim Volk Israel für uns Christen eben anders ist, aber das würde an dieser Stelle zu weit führen. Insofern kann man immerhin ableiten, dass „Allah“ seinem Anhänger Ibrahim A. wohl das Zerstören der „Götzenbilder“ befohlen hat, während ich mich als gläubiger Christ keineswegs dazu gedrängt fühle, in Synagogen, Tempeln oder Moscheen der Kulturbarbarei zu frönen.

Nun ist es ja nicht so, dass „Bilderstürmerei“ in Europa völlig unbekannt wäre. In der Folge der Reformation haben Kirchengebäude in vielen Teilen Europas eine Säuberung über sich ergehen lassen müssen, bei der unschätzbare Werte im Sinne der Kunstgeschichte verlorengegangen sind. Die Motivationen der Bilderstürmer von einst und heute könnten jedoch unterschiedlicher gar nicht sein: damals wollte man die Kirche demonstrativ und unwiderruflich von vermeintlich überflüssigem Prunk „reinigen“, damit man sich auf das pure Wort, also die Bibel konzentrieren könne. Nennen wir es mal „reparieren“ in geistlicher Hinsicht, eben „reformieren“. Dieses Motiv kann man bei Ibrahim A. jedoch getrost verneinen. Zumal ja auch in Europa (über Ghana weiss ich da nichts, zugegeben) diese Form der konfessionellen Auseinandersetzung seit Jahrhunderten nicht mehr praktiziert wird. Nur aggressive Radikal-Atheisten, die zumeist linken oder linksextremen Zirkeln entstammen, würden das Verwüsten oder gar gleich Abreißen von Kirchen in Europa heute noch bedingungslos gutheißen, aber eben, um das Christentum als solches auszurotten und nicht, um die Kirche zu reformieren. Wie diese Kreise auf gleichartige Angriffe gegen Moscheen oder buddhistische Tempel reagieren würden (, die ich beide hiermit ausdrücklich ebenfalls ablehne und nicht anempfehle) sei allerdings dahingestellt.

Und dann sei hier, kurz vor Toreschluss dieses Beitrags, auch noch einmal an ähnliche Bilder aus vielen Ländern erinnert, in denen es wieder eine aktive und aggressive Christenverfolgung gibt. Man kann sich hier im Blog und bei den bestens informierten Hilfswerken von open doors bis zum HMK e. V. darüber informieren. Nicht ganz umsonst fiel dem Wiener Erzbischof, Christoph, Kardinal Schönborn, ja auch der Vergleich etwa mit Syrien ein, wo die islamischen Rebellen-Milizen bevorzugt Kirchen schänden und Christen ermorden.

Wie auch immer: es bleibt die Beobachtung, dass die religiös motivierte Gewalt von Muslimen hierzulande schlicht und einfach nicht erkannt werden will oder nicht erkannt werden SOLL. Weder in Ägypten, Syrien, Indonesien, dem Irak oder Pakistan noch in Wien, also weder im Aus- noch Inland (nein, ich habe Wien nicht eingemeindet, ich schreibe diesen Satz einfach mal aus der österreichischen Perspektive). Immerhin hat man bereits festgestellt, dass Ibrahim A. sowohl „voll geständig“ ist, als auch keine Gefahr für sich und andere darstellt, weshalb er eben (noch) nicht in der Klappse ist, sondern sich ganz normal in Untersuchungshaft befindet. Noch einmal im Originaltext:

„Der Verdächtige ist akut nicht psychotisch. Er wird noch heute in die Justizanstalt eingeliefert.“ Selbst- oder Gemeingefahr bestehe akut nicht. Man werde aber natürlich den Geisteszustand des Inhaftieren untersuchen. Politische Beweggründe seien auszuschließen.

Wird Ibrahim A. dennoch einen „Migrantenbonus“ bei der Strafbeimessung erhalten ? Wir werden sehen. Desweiteren erinnern wir uns auch an diese Geschichte aus dem Jahr 2013:

https://gebetskreis.wordpress.com/2013/08/01/kirchenbrand-bei-hannover-jugendliche-brandstifter/

Quelle: „news.at“ vom 01. April 2014 (kein Aprilscherz)

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2 Gedanken zu “Österreich: zum Kirchenvandalen von Wien

  1. Vielen Dank, lieber Freund, für die unmißverständlichen Sätze. Auch diesmal kopiere ich die wichtigsten Passagen heraus, um sie an weniger gut informierte Freunde und Bekannte zu senden.
    Gott befohlen – H. R. Klaus

    • Danke für die Ermutigung. Bin froh, wenn mein Geschreibsel tatsächlich auf Interesse stösst und vielleicht ein wenig aufrütteln kann. 🙂 Gottes Segen.

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