Somalia: 2 Christen öffentlich geköpft

Das ostafrikanische Somalia belegt, von der breiten Öffentlichkeit fast unbemerkt und unkommentiert, einen erschreckenden, zweiten Rang im „Weltverfolgungsindex“ der christlichen Hilfsorganisation „open doors“. Wer sich vielleicht gefragt haben mag, warum das so ist, der bekommt jetzt eine Meldung aus dem Lande präsentiert, welche die Einschätzung von open doors untermauert, dass Somalia in die Kategorie der „extremen Verfolgung“ gehört.

Somalia

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In der somalischen Hafenstadt Barawa im Südwesten des Landes wurden am 04. März 2014 die 41-jährige Sadia Ali Omar und ihr 35-jähriger Cousin Osman Mohamoud Moge von Angehörigen der islamischen „Al-Shabaab“-Milizen öffentlich hingerichtet. Vor den Augen der zum „Genuss“ dieses barbarischen Rituals herbeigerufenen Bewohner der Umgebung und der beiden 8 und 15 Jahre alten Töchter von Sadia Ali Omar wurden beide geköpft, wie Augenzeugen berichten. Ein Sprecher der Terroristen leß im Zusammenhang mit der Tat verlauten, dass sie erfolge weil man wisse, dass beide „Christen sind und gerade erst aus Kenia zurückgekehrt“ seien. Man wolle in den „Mujahid“-Zonen, also den Landstrichen, in denen die islamischen Milizen die Kontrolle haben und die Scharia einführten, „die Untergrund-Christen ausmerzen“.

Freunde der Familie sollen laut vorliegendem Bericht, mittlerweile dafür gesorgt haben, dass die beiden hochtraumatisierten Töchter mittlerweile Barawa verlassen konnten. Eine aus Sicherheitsgründen ungenannte Quelle äußerte sich dahingehend, dass sich auch um das Leben der beiden Kinder gesorgt werde. Man befürchtet, dass auch diese beiden Mädchen von Al-Shabaab beobachtet werden und auf der Todesliste der Terroristen stehen könnten. Denn laut Berichten aus dem Land habe die Al-Shabaab ein weit gestreutes Spitzel- und Zuträgernetz, welches sie mit Informationen versorgt. Informationen etwa darüber, wer das Freitagsgebet „schwänzt“ oder sich kritisch über die Scharia, die zum Al-Kaida-Netzwerk gehörende „al-Shabaab“ äußert etc. Wer die soziale Kontrolle noch kennt, die etwa die Stasi in der DDR über Wohnblöcke und auf dem Lande gar über ganze Stadtteile ausübte, der bekommt eine schwache Ahnung davon, was sich da abspielen mag.

Vor allem seien den islamischen Sittenwächtern wohl Bürger „suspekt“, die im Ausland gewohnt haben. Es ist z. Bsp. bekannt, dass aus wirtschaftlichen Gründen viele Somalier nach Kenia auswandern und sich dort z. Bsp. in bestimmten Vororten und Stadtteilen von Nairobi ansiedeln. Auch die Familie von Saida Ali Omar lebte sieben Jahre lang im Vorort Eastleigh von Nairobi, bevor ihr Ehemann im Jahre 2011 erkrankte und nach Somalia zurückkehrte, wo er kurze Zeit später verstarb. Sie selbst und ihre Kinder lebten seit Januar 2013 wieder in Barawa und wurden „christlicher Sympathien“ verdächtigt.

All dies geschieht vor dem Hintergrund, das selbst open doors offen davon spricht, dass auch in Somalia eine Einheit von Zugehörigkeit zum Islam und Staatsbürgerschaft angestrebt, bzw. davon ausgegangen wird.

Zudem behaupten islamische religiöse Führer öffentlich, dass in Somalia kein Platz für das Christentum, Christen oder Kirchen sei. Diese Sichtweise bestimmt das Denken und Handeln der Regierungsbeamten aller Ebenen in den verschiedenen Verwaltungen (die somalische Zentralregierung mit Sitz in Mogadischu eingeschlossen) sowie von Parteien und der allgemeinen Bevölkerung.

In Somalia also ein Christ zu sein, oder auch nur in den Verdacht zu geraten, Sympathien für das Christentum zu entwickeln, bedeutet, dass man ein Damokles-Schwert über dem Kopf hängen hat. Es ist lebensgefährlich.

Für Christen und die Kirche ist die Lage in Somalia außerordentlich hart gewesen. In jüngster Zeit sind Christen muslimischer Herkunft bei ihrer Entdeckung oft auf der Stelle getötet worden – mitunter genügte auch der bloße Verdacht, sich vom Islam abgewendet zu haben.

Die Enthauptung von Saida Ali Omar und Osman Mohamoud Moge mag diese Aussage von der open-doors-Webseite stützen. Da die meisten „Untergrundchristen“ in Somalia eben Ex-Muslime sind, droht ihnen nach gängiger Praxis der diversen „Scharia“-Auslegungen als „Apostaten“ ohnehin der Tod. Offensichtlich aber ist Somalia so uninteresant für die Weltöffentlichkeit, dass die Barbarei und archaische Stammes-Willkür, die sich dort austoben, zu keiner größeren Protestwelle führt oder die üblichen Frauen- und Menschenrechtsverbände auf den Plan rufen. Man hat sich scheinbar damit abgefunden, dass dort „andere Verhältnisse“ herrschen und man ganz „kultursensibel“ auf die Unterdrückung der Frauen, die offene Gewalt gegen Ausländer und die Unterdrückung und Ermordung von Christen reagiert: nämlich indem man sie ignoriert.

(Quelle: „morning star news“ vom 13. März 2014 und „Länderprofil Somalia“ von open doors)

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