Iran: Pastor Behnam Irani operiert

Seit Jahren berichte ich Ihnen, Liebe Leser, vom Fall des inhaftierten Pastors Behnam Irani, der im Iran eine mehrjährige Haftstrafe absitzt. Seine Anklage und Verurteilung sowie seine Haftbedingungen stellen in meinen Augen ein schlimmes Beispiel für die aktive Verfolgung des Christentums in diesem Land dar.

Pastor Behnam Irani

Pastor Behnam Irani

Behnam Irani, seit 2002 Hauskirchenleiter und ex-Moslem, wurde mehrfach wegen schwammiger Vorwürfe wie der „Gefährdung der Nationalen Sicherheit der Islamischen Republik Iran“ von der Polizei vorgeladen, festgenommen, angeklagt und schließlich zu mehreren Haftstrafen verurteilt, die sich auf insgesamt sechs Jahre belaufen sollen. Die Rechtmäßigkeit dieser Vorwürfe ist von christlichen Beobachtern und Menschenrechtlern immer wieder in Zweifel gezogen worden, weshalb der Verdacht naheliegt, Behnam Irani werde schlicht und ergreifend vom Justizsystem des Iran für seine Konversion zum Christentum „abgestraft“.
Im Mai 2011 trat er jedenfalls seine Haft im weltweit berüchtigten „Ghesel Hezar“ – Gefängnis in Rasht an, wo er zunächst für einige Zeit in Einzelhaft verbrachte. Seitdem gab es immer wieder hartnäckige Gerüchte darüber, dass Pastor Behnams Gesundheitszustand sich sehr schnell rapide verschlechtert habe und er z. Bsp. unter immer wiederkehrenden, inneren Blutungen leiden soll. Lange wurde ihm jegliche, medizinische Versorgung verweigert, nach einiger Zeit aber wurde er wohl im Gefängniskrankenhaus behandelt. Wir haben hier im Blog darüber berichtet. Übrigens ebenso wie über gezielte Misshandlungen Bruder Behnams durch Mithäftlinge und Wachpersonal.

Behnam Iranis Schickal ist auch weltweit nicht unbeachtet geblieben. So hatte noch im Januar 2014 die „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte“ zu einer mehrstündigen Mahnwache vor der Iranischen Botschaft in Berlin aufgerufen. Christliche und weltliche Menschenrechtsorganisationen haben bereits vor Jahren damit begonnen, Pastor Behnams Fall zu thematisieren. Eine Mahnwache engagierter Bürger in Hamburg ist ebenso seit Jahren darum bemüht, Aufmerksamkeit für Fälle wie den von Behnam Irani zu wecken. Nun erreicht mich die Meldung, Behnam Irani sei am 22. Februar 2014 in ein außerhalb der Haftanstalt gelegenes Krankenhaus eingeliefert und im Anschluss operiert worden, um den internen Blutungen ein Ende zu bereiten. Am 24. Februar 2014 sei er wieder ins Gefängnis zurücktransportiert worden.

Nun bin ich selbst kein Arzt und meine Kenntnisse medizinischer Abläufe beschränken sich auf das, was uns „ER“ oder so gezeigt haben. Ob es sich bei Pastor Behnams Problemen nun also um Risse von Blutgefäßen infolge der Misshandlungen oder um bereits vor seiner Haft angelegte und später im Laufe seines Gefängnisaufenthalts aufgeplatze Geschwüre o. ä. handelt, vermag ich deshalb nicht zu sagen. In jedem Falle aber ist eine angemessene, seriöse Behandlung dieser Probleme in jedem Falle besser, als das bisher seit 2012 gezeigte „Laissez faire“ der Justizvollzugsbehörden des Iran. Ob die internationale Aufmerksamkeit etwas dazu beigetragen hat, dass nun endlich zumindest der Versuch unternommen wurde, Pastor Behnam am Leben zu halten, ist schwer auszumachen. In jedem Falle aber haben diverse Mahnwachen, Internet-Petitionen und Aufklärungskampagnen über die Lage von Christen im Iran, die weltweit durchgeführt wurden, sicher nicht geschadet. Über den derzeitigen Gesundheitszustand Pastor Behnams ist jedoch bisher noch nichts bekannt. Das liegt vermutlich daran, dass sich Nachrichten, die bestimmte Realitäten der „Islamischen Republik Iran“ abbilden, eben kaum durch offizielle (Medien-)Kanäle verbreiten (wobei das notorische Desinteresse westlicher Massenmedien ebenfalls eine problematische Rolle spielt) lassen und man eher auf Hörensagen angewiesen ist. Diese Gerüchte müssen dann auf ihren Wahrscheinlichkeitsgehalt geprüft werden etc.

In jedem Falle aber schaden Gebete für die Gesundung von Behnam Irani sicher nicht. Bitten wir doch in Christi Namen den Himmlischen Vater um eine machtvolle Demonstration seiner Gnade.

Mögliches Gebetsanliegen: Bitte beten doch auch Sie, wenn Sie Pastor Behnam Irani in Ihr Herz geschlossen haben, für seine völlige Gesundung von allen Leiden, die ihm seine Haftzeit beschert hat oder die dort zumindest verschlimmert wurden. Bitten wir auch für Stärke und Hoffnung für seine ganze Familie, seine Freunde und Verwandten und für die Gemeinde in Kharaj, der Pastor Behnam einst vorstand.

(Quelle: „persecution.org“ vom 24. Februar 2014)

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2 Gedanken zu “Iran: Pastor Behnam Irani operiert

  1. Gott, der Allmächtige, möge seinen Diener Behnam Irani bald frei bringen, wie er seinen Diener, den hl. Apostel Petrus durch seinen hl. Engel aus dem Kerker befreite (Apg. 12) und gebe, dass die Verantwortlichen für seine Haft und Leiden erschrocken werden, wie damals die Garde, und vielleicht selber dann auch fragen, wie sie wirklich ein gerechtes Leben führen und gerettet werden können!

    • Vielen, lieben Dank für dieses Bittgebet ! Auch ich frage mich oft, was dazu führt, dass Menschen ihre Menschlichkeit hinten anstellen und Gläubige Menschen verfolgen. Für ihre Umkehr zu beten und auf die Kraft des Evangeliums zu hoffen, fällt zwar manchmal nicht leicht, scheint mir aber auch notwendig zu sein. Danke für diesen Hinweis ! 🙂

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