Deutschland: Kirchenschändung in Freiburg…

Eine schnelle und nicht einmal sehr gründliche Recherche hat mich in den letzten Tagen davon überzeugt, dass es tatsächlich eine Welle von Kirchenschändungen und Sachbeschädigungen christlicher Symbole in Deutschland gibt. Da werden schon mal traditionelle Kreuzes-Darstellungen an Wanderwegen zerstört, Marien-Statuen geköpft etc. Das erinnert alles etwas an die Schändungen von christlichen Symbolen in Indien, Pakistan oder Indonesien. Aber es passiert vor unserer Haustür.

Karte_DeutschlandWer „geistlich“ gesehen dahinter steckt, ist wohl für echte Christen kaum anzuzweifeln. Auch wenn „moderne“ und „(text-)kritische“ Geistliche und deren Schäfchen sich davor scheuen, noch darüber zu sprechen, aber ja: das „Böse“ oder auch der „Verderber alles Guten“ existiert und ist so real, wie eh und jeh. Muss ich mich dafür rechtfertigen, dass ich das offen anspreche, oder sprechen die Tatsachen für sich ?

In jedem Falle ist es immer umstritten, wer solche Taten dann konkret begeht und warum. Aber der immer mehr fehlende Respekt vor dem christlichen Glauben, seinen Kirchen und Symbolen schlägt immer wieder in teils unglaublich widerlicher Symbolik um, teils macht er sich neuerdings auch in grober Zerstörungswut bemerkbar. Da wird dann schon mal auf einen Altar defäkiert oder ins Taufbecken gepieselt, da werden Priester angepöbelt mit Sprüchen wie „ick ficke deinen Gott“ oder ähnlichem, hasserfüllten Gerede, da werden Kirchenfenster schon beinahe regelmässig eingeschlagen etc. Bereits vor zwei Jahren hatten wir dies Thema hier im Blog. Auch über Aufrufe zur Gewalt seitens linksradikaler Kreise hatten wir schon im März 2012 berichtet. So nimmt es auch nicht Wunder, dass im Juli 2013 zum ersten Male seit den Bombennächten des Zweiten Weltkrieges und den Zerstörungs-Phantastereien der DDR wieder eine Kirche hierzulande abbrannte. Und zwar nach einer sofort von der Feuerwehr festgestellen Brandstiftung ! Das Fanal von Garbsen bei Hannover verhallte aber leider ungehört, weil die Kirchen sich bereits nicht mehr trauen, Ross und Reiter beim Namen zu nennen. Allein der Verdacht, es könnte sich bei den Tätern um mutwillig zündelnde Jugendliche eines bestimmten Kulturkreises gehandelt haben, brachte Bischöfe und die sonst um die Kult-Stätten anderer Religionen notorisch besorgten Politiker zum Schweigen.

Nun kommt eine weitere Nachricht aus Freiburg im Breisgau. Dort wurde laut „Badischer Zeitung“ nämlich am 28. Januar 2014 die katholische Pfarrkirche St. Georg „verwüstet“ (Originalzitat aus der BaZ). Mit Brecheisen und Vorschlaghammer waren die Täter in das Gotteshaus eingedrungen, hatten Hostien auf den Boden geworfen, Türen zur Sakristei aufgebrochen und Stühle umgeworfen. Das Lokalblatt schreibt weiter:

Was suchten die Unbekannten nachts in der Kirche? Pfarrer Wehrle weiß es nicht. Drei Opferstöcke hätten sie herausgerissen: „Da ist aber nicht viel drin, die werden täglich geleert.“ Das Schlimmste für den Pfarrer: Der Tabernakel wurde aufgebrochen, das Allerheiligste einer katholischen Kirche. Auch in St. Georg werden dort die in der eucharistischen Messe geweihten Hostien, nach katholischem Glauben der Leib Christi, aufbewahrt – in einem vergoldeten Kelch. Der fehlt, die Hostien lagen auf dem Boden. „Das tut weh“, sagt Wehrle. Jede einzelne habe man eingesammelt, sie sollen im Osterfeuer verbrannt werden.

Als Christ mag man sich nicht vorstellen, welche Gefühle in Pfarrer Wehrle und der Pfarrsekretärin Kathrin Hanser, die als erste am Tatort war, aufgekommen sein müssen. Ein interessantes Detail verrät der Gottesmann noch in dem bewussten Artikel, das die rein verständliche, sofort geäußerte These vom reinen Raubüberfall relativiert:

Auch eine Sakristei wurde laut Wehrle verwüstet, Schubladen rausgerissen. Die wertvollen Kelche dort entdeckten die Diebe nicht, aber Franz Wehrles Gitarre. „Viele Dinge machen keinen Sinn“, sagt er. Zum Beispiel, dass die Figuren am Hochaltar beschädigt wurden. „Wollten sie die auch mitnehmen?“, fragt er sich.

Nein, lieber Pfarrer Wehrle. Sicher nicht. Da hat sich der reine Hass auf das Evangelium, auf Christus, auf dessen Symbole und die Ausdrucksformen christlichen Glaubens Bahn gebrochen. Etwas, das Kirchen in Deutschland seit Jahrzehnten nicht wahrhaben wollen. Aber es ist Realität: Menschen hassen Kirchen, hassen die „gute Nachricht“ von der Erlösung durch Christus und Jesus Christus selbst. Christus selbst hat es gesagt: „Und ihr werdet gehasst sein von jedermann um meines Namens willen.“ (Lukas 21, 17, Luther 1984) Aber das wird ja in unseren Kirchen nicht mehr gepredigt, weshalb wir dann angeblich soooooooooooooooooo überrascht vor den Beweisen dieser uralten, vom Herrn selbst verkündeten Wahrheit stehen. Come on, Kirchenvolk, time to get real again ! Hört auf Jesus, nicht nur wenn er über den Frieden oder die Liebe spricht, sondern auch wenn er uns andere Wahrheiten verkündet ! Macht euch die unbequemen Fakten bewusst: Christsein in einer von anderen Kräften regierten „Welt“ ist kein Zuckerschlecken !!!!!

Dabei steht diese, jüngste Tat in einer Reihe anderer Einbrüche:

Im Sommer 2011 gab es eine Diebesserie rund um Freiburg, katholische Gemeinden im Südlichen Breisgau klagten über Einbrüche. Besonders bunt trieben es die Einbrecher in der Kirche St. Stephan in Bremgarten: Fußspuren ließen einen Tanz auf dem Altartisch vermuten, teilte das Dekanatsbüro in Bad Krozingen damals mit.

In jedem Falle wird nach dem Angriff auf St. Georg mittlerweile von einem Gesamtschaden von ca. 12.000 € ausgegangen und dies ist nur der materielle Schaden. Welche Desillusionierung (wer weiss, vielleicht das einzige, gute Resultat dieses Einbruchs) dies bei den Gemeindeverantwortlichen und welche Trauer dies in der Gemeinde hinterlassen haben mag, sei dabei einmal hintangestellt. Ich persönlich gehe davon aus, dass wir solche und andere Dinge noch öfter in der Zukunft erleben werden. Eben nicht mehr nur in Sri Lanka, Ägypten oder in China, sondern auch in Frankreich, Spanien, den Niederlanden oder Deutschland. Denn mit fehlendem Respekt vor den eigenen Glaubenstraditionen beginnt es, mit Gewalt, Diebstahl und Raub geht es weiter und am Ende wird es Ausmaße annehmen können, wie wir sie nur aus Ländern wie Pakistan oder Indonesien kennen. Schöne, neue Welt.

(Quelle: „Badische Zeitung“ vom 30. Januar 2014)

P.S.: Als ich über die Anmerkung über Kirchenzerstörungen in der DDR machte, habe ich an folgendes Ereignis gedacht, welches hier im Video dokumentiert ist:

https://www.youtube.com/watch?v=DbIfUK-kcqA

Auch der Brandanschlag auf die kleine Kirche von „Alt-Müggelheim“ in Berlin-Köpenick reiht sich da nahtlos in die Reihe der Anschläge, die durch ganz Deutschland gehen, ein.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/brand-an-kirche-in-alt-mueggelheim-eis-verhinderte-groesseres-feuer/9383054.html

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2 Gedanken zu “Deutschland: Kirchenschändung in Freiburg…

  1. Vielen Dank für diesen Artikel. Ich schreibe heute etwas zu dem Link, der die Sprengung der Versöhnungskirche zeigt. Ich war dabei, als nach einem öffentlichen Aufruf des Gemeindepfarrers ein Anruf in der Gemeindeleitung ankam. Ein anonymer Mann beschrieb eine offen stehende Garage
    ganz im Osten Berlins. Dort sollte sich der Altar der alten Kirche befinden. Im Schein mehrerer Fahrzeuge sah ich dann diesen Altar zum ersten Mal – und dieser Eindruck war unvergesslich: Es handelte sich um geschnitzte Figuren. Dargestellt waren Jesus und seine zwölf Jünger beim letzten Abendmahl. Mir kamen schon beim ersten Blick die Tränen: Den Jüngern waren die Hände abgehackt, dem Jesus auch das Gesicht. Mit dem Bajonett waren die Augen der Figuren ausgestochen worden und tiefe Kerben in die Körper geschlagen worden. Lange hat man in der Gemeinde hin- und her überlegt, ob man diesen Altaraufsatz dezent restaurieren lassen sollte, um den alten Zustand wieder herzustellen. Aber das wurde nicht beschlossen. Er wurde nur von Schmutz bereinigt und steht nun in der Kapelle der Versöhnung am alten Platz, Ich kenne kein größeres Zeichen für den Hass der Gottesleugner in Deutschland als diesen Altar. Jeder, der ihn bewusst sieht, wird den ebenso menschen- wie glaubensverachtenden Charakter des DDR-Systems nicht nur mit dem Intellekt, sondern mit dem Herzen wahrnehmen. Denn viele Jahrzehnte hatten nur die DDR-Grenzer Zutritt zu der Kirche, die ja dann zwei Jahre vor dem Mauerfall auch noch gesprengt wurde. Allen, die Berlin besuchen, versäume ich niemals, diesen Altar zu zeigen. Von den
    Figuren habe ich Fotos gemacht, die ich Ihnen bei Interesse auch gern zukommen lasse.

    • Ich gestehe, als ehemaliger Stadtführer in Berlin habe ich auch Freunde und Gäste zur Bernauer Straße und zur Versöhnungskapelle geführt und jedes einzelne Mal befiel mich eine tiefe Trauer über das, was Menschen Menschen antun. Ähnliche Empfindungen, man möge mir diese vielleicht etwas „politisch unkorrekte und relativistische“ Betrachtung verzeihen, habe ich sonst nur in Oranienburg-Sachsenhausen. Im Falle der Versöhnungskirche und ihrer Lage im „Todesstreifen“ jedenfalls befällt mich auch eine Beklemmung, weil eben mit Symbolen unseres Glaubens so rücksichtslos umgegangen wurde. Was aber heute an antichristlicher Propaganda sozusagen „durch die Hintertür“ mancher Unterhaltungsmedien hineinkommt, ist auch nicht von der Hand zu weisen. Hab dazu einen etwas langatmigen, aber nachdenkenswerten Kommentar gelesen mal schauen, ob ich den noch finde….
      http://kassandrenrufe.wordpress.com/2014/02/02/giftiges-tv-fur-christen/

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