Iran/USA: Aufruf an Geistliche zur Anteilnahme am Schicksal von Said Abedini

Sicher erinnern Sie sich an den Fall von Said Abedini, der eine mehrjährige Haftstrafe im Iran absitzen muss, weil er dort am Aufbau von christlichen Gemeindenetzwerken beteiligt war. Vermutlich eine in der Islamischen Republik Iran strafbare Sache, deren Verfolgung ein deutliches Signal über den Zustand von Menschenrechten und Glaubensfreiheit dort aussendet.

Erst vor wenigen Tagen konnte ich vermelden, dass auch hier in Deutschland eines im Iran inhaftierten Christen gedacht werden wird. Am 30. Januar 2014 wird vor der Botschaft des Iran in Deutschland eine Mahnwache abgehalten werden für Behnam Irani, der seit Jahren im Gefängnis sitzt.
saeed-abediniSaid Abedini, ein US-Bürger mit iranischen Wurzeln, wurde im September 2012 festgenommen, als er sich im Iran aufhielt. Ihm wurde wegen angeblicher „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ eine achtjährige Haftstrafe angehängt, die er im berüchtigten „Evin“-Gefängnis in Teheran absitzt. Es gibt seitdem immer wieder Gerüchte über Misshandlungen, Einzelhaft, mangelhafte medizinische Versorgung und dauerhaften Druck, ihn zum Islam zu bekehren. Alles Dinge, die auch aus Fällen wie dem von Youcef Nadarkhani oder dem bereits eingangs erwähnten Behnam Irani nicht unbekannt sind.

Saids Frau Naghmeh hatte im letzten Jahr vor einem Ausschuss des US-Kongresses zur Lage von Said ausgesagt. U. a. hatte sie sich dabei über die mangelnde bis gar nicht vorhandene Unterstützung der Obama-Administration für ihren Mann beklagt und ihrem Eindruck Luft gemacht, dass verfolgte Christen für das US-State Department derzeit wohl keinen wichtigen Stellenwert hätten. In jedem Falle hat die Lage ihres Mannes und seine höchst umstrittene Verurteilung im Januar 2013 in den USA und z. T. auch darüber hinaus Schlagzeilen gemacht.
Nun setzt sich ein Zusammenschluss von Geistlichen in den USA, die sog. „League for the Defense of Christian Pastors“, die „Liga für die Verteidigung christlicher Pastoren“ für Said Abedini ein. Mitglieder organisieren Aktionen und rufen weitere, christliche Leiter in den Vereinigten Staaten (aber auch gerne darüber hinaus !) dazu auf, nicht länger über die Behandlung des Christen Abedini durch das iranische Justizsystem zu schweigen.

Reverend Keith Tucci, der vor wenigen Tagen bei einer Demonstration für Said Abedini vor dem Weißen Haus sogar verhaftet wurde, rechtfertigt dies Engagement folgendermaßen:

Es ist nicht nur Teil unserer Verpflichtung (als Pastoren, Anm. d. Übers.) zu proklamieren, sondern auch zu demonstrieren. Nicht nur zu reden, sondern auch zu handeln.

…wir glauben außerdem, dass es viele, mutige Männer auf den Kanzeln da draußen gibt, die verstehen, dass es jetzt an der Zeit ist, zu handeln.

Getreu dem Motto der Bibel „Und das tut, weil ihr die Zeit erkennt, nämlich dass die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlafe,…“ (Röm. 13, 11) haben die Leute von der Liga sich nun vorgenommen, nicht mehr wegzuschauen. Der Vorsitzende der Liga zur Verteidigung christlicher Pastoren, Reverend Pat Mahoney, verweist nun auf ein interessantes Detail, die derzeitige US-Regierung betreffend. Der Präsident habe z. Bsp. sofort den US-Basketballspieler Jason Collins angerufen und ihm seine Solidarität ausgesprochen, nachdem dieser sich als homosexuell geoutet hatte (Vergleiche der „christlich-demokratischen“ Bundeskanzlerin im Falle Hitzlsperger drängen sich da auf !), aber bis heute habe Barack Hussein Obama es nicht für nötig gehalten, der Frau von Said Abedini, der bereits oben erwähnten Naghmeh Abedini, ein persönliches Wort der Anteilnahme zukommen zu lassen. Auch so kann die Politik Schwerpunkte setzen, denn auch ich habe noch kein deutliches Wort von Frau Merkel zur grausamen Ermordung des deutschen Evangelisten Tilman Geske im Jahre 2007 in der Türkei gehört. Geschweige denn den in diplomatische Kanäle geleiteten Wunsch nach einer zügigen und knackigen Bestrafung der Täter. Wir problembewussten Christen sollten uns also sehr genau überlegen, wem wir unsere Stimme geben und für welches Mandat…

Aber zurück zu den USA und zu Pat Mahoney, der für den 08. März 2014 einen Gebetsmarsch zum Weißen Haus plant und damit rechnet, ebenfalls festgenommen zu werden, weil er über Schicksale wie das von Said Abedininicht schweigen will:

Und bis heute hat er (Obama, Anm. d. Übers.) die Frau eines amerikanischen Bürgers nicht angerufen, der in einem iranischen Gefängnis misshandelt wird. Wenn nun also Präsident Obama sich ihr nicht zuwendet und für ihren Ehemann und die verfolgte Kirche einsteht, dann wird sie in seinen Vorgarten kommen.

Auf der Facebook-Seite für Said Abedini wird seine Ehefrau Naghmeh nun auch so zitiert, dass sie wohl „am 08. März, gegen Mittag“ vor dem Weißen Haus verhaftet werden wird, weil sie am falschen Ort beten wird. Sie wünscht aber festzustellen, dass dies nicht aus einem Geist der Rebellion gegen die Regierung heraus geschehen wird, sondern aus tiefer Liebe zu ihrem Mann und allen verfolgten Christen. Eine respektable und hochanständige Haltung, von der ich mir tonnenweise für Christen in unserem Land wünschte…

Mögliche Gebetsanliegen: Wir könnten für Said Abedinis Gesundheit, für die weitere Standhaftigkeit seiner Ehefrau Naghmeh und für den 08. März beten, damit dort alles friedliche abläuft und die christenfeindliche Obama-Regierung dort nicht versuchen wird, ein künstliches „Exempel zu statuieren“. Es gibt auch ein Video von Pat Mahoney dazu auf youtube:

(Quelle: „assist news“ vom 18. Januar 2014)

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