Friede auf Erden…und Bomben auf Christen im Irak

Am ersten Weihnachtsfeiertag wurden in Bagdad zwei Bomben gezündet. Dies nicht zufällig im „Christenviertel“ und vor einer Kirche.

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Nach Angaben von „Bild“ und „CNN“ seien bei zwei Anschlägen am 25. Dezember 2013 im irakischen Bagdad mindestens 38 Menschen getötet und 70 weitere verletzt worden. Zusammenhänge mit dem christlichen Weihnachtsfest müssen angenommen werden, da beide Autobomben-Angriffe gezielt auf christliche Iraker gerichtet waren. Ein Sprengsatz detonierte im Süden der Stadt vor einer Kirche genau in dem Moment, als Gläubige einen Gottesdienst verließen. Eine weitere Bombe zerriss mehrere Passanten auf einem Marktplatz, „der mehrheitlich von Christen besucht wird“ wie die Bild schreibt.

Die genannte „Vier-Buchstaben-Zeitung“ zitiert auch eine erste Reaktion aus Deutschland. Der niedersächsische Landesbischof der EKD, Ralf Meister, wird folgermaßen zitiert:

Dieser Anschlag ist ein bewusster Affront gegen den Geist des Weihnachtsfestes, das zu Frieden und Versöhnung aufruft. Die weltweite Christenverfolgung, die besonders in einigen muslimischen Ländern besorgniserregend ist, muss uns alle aufrütteln.

Nun, da kann wohl kaum ein vernunftbegabter Mensch widersprechen. Aber mit dem „Aufrütteln“ ist das bei den notorisch für die Belange der verfolgten Christen blinden Kirchenfunktionäre hier in Deutschland (und überall im „Westen“) so eine Sache. Ist da vielleicht in Hannover jetzt einer von ihnen aufgewacht ? Sind eigentlich O-Töne von Herrn Bischof Meister bekannt, die einen ähnlichen Schock über das Abfackeln der Willehadi-Kirche in Garbsen bei Hannover in diesem Jahr ausdrücken ? Wer von Ihnen, liebe Leser, mehr darüber weiß, den bitte ich sehr darum, dieses Wissen mit uns anderen Interessierten hier im Kommentarbereich zu teilen.

Wie auch immer. Wer von uns derzeit besonders besinnlich und friedlich gestimmten Christen in der zivilisierten Welt nun also davon ausging, dass die Friedensbotschaft Christi doch „universell sei und überall verstanden werde“, der wurde zum wiederholten Male eines Besseren belehrt. Hass und Gewalt, gerade gegen den „Friedefürst“ und seine Nachfolger gehören alljährlich zum Ritual vieler verwirrter Geister und von ihren Dämonen getriebenen Irren weltweit. Wenn man genauer hinsieht, werden die Bomben von Bagdad vermutlich nicht die einzige Weihnachtsattacke auf Christus und das Evangelium geblieben sein. Friede auf Erden ist also nur ein frommer Wunsch und keinesfalls Realität. Dessen müssen wir Gläubigen uns gerade in dieser Jahreszeit verstärkt bewusst werden, um nicht im Rausch des „Friede, Freude, Lebkuchen“-Dilemmas die Perspektive aus den Augen zu verlieren.

In Johannes 15, 20 spricht der Herr:

Haben sie mich verfolgt, so werden sie euch auch verfolgen.

Das wird als Realität leider in unseren gemütlichen „Kuschelkirchen“ oder „Wagenburg-Gemeinden“, die sich bewusst von der Welt abwenden, nicht mehr gepredigt und dessen Konsequenz nur allzuoft vergessen.

Mögliche Gebetsanliegen: Beten wir doch vielleicht, wenn uns die Weihnachtsgans nicht zu schwer im Magen liegt, für die Geschwister im Irak. Bitten wir doch den Vater um Trost für die Hinterbliebenen der Bombenangriffe und Kraft zum Weiterleben ohne Hass im Herzen.

(Quelle: „Bild-Zeitung“ vom 25. Dezember 2013)

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Ein Gedanke zu “Friede auf Erden…und Bomben auf Christen im Irak

  1. Frohe Weihnachten, Kuffar ! Ein bombiges Zeichen der Nächstenliebe von den irakischen Islamisten. Wann sprengt sich Pierre Vogel eigentlich bei uns vor einer Kirche in die Luft ? Wie wärs mit dem Publikums-wirksamen Kölner Dom ?

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