Kolumbien: Rebellen führen Krieg gegen Christus

Es ist ja bereits zur Binsenweisheit geworden, dass der Kommunismus eine Religion ist, die sich als Ideologie tarnt. Nicht umsonst haben kommunistische Regime weltweit mit echtem Glauben, vor allem dem christlichen (aber auch mit anderen) ihre Probleme, weil sie darin nicht ganz grundlos eine Konkurrenz im „Kampf um die Seelen“ ihrer Bürger fürchten.

250px-Kolumbien_mapNicht umsonst stehen im Weltverfolgungsindex der christlichen Hilfsorganisation „open doors“ regelmässig neben den islamischen Ländern bevorzugt kommunistische Staaten in der Liste der Länder, in denen Christen die übelsten (Über-)Lebensbedingungen vorfinden. Die Ikonographie und Devotion von Marx, Lenin, Che Guevara, Mao und Co. ist ja auch tatsächlich mit katholischen Prozessionen oder orthodoxen Heiligenbildern vergleichbar. Nordkorea, Laos, Kuba, China oder andere, kommunistische Reservate auf diesem Planeten seien hierfür als Beispiele genannt.

Nun nach Südamerika. Machen wir uns nichts vor: Kolumbien ist ein unregierbares Pulverfass, in dem Drogenkartelle, Paramilitärs, kommunistische FARC-Milizen und ohnmächtige, staatliche Behörden neben- und gegeneinander existieren. Die jahrelangen Versuche der US-Drogenbehörde DEA („drug enforcement agency“) wenigstens die Hauptexport-Routen für Kokain in Richtung USA zu schließen, endeten mit der Auflösung der Medellin- und Cali- Kartelle zugunsten kleinerer, flexiblerer Einheiten. Die Kriminalisierung der von Grundbesitzern und hilflosen Beamten im Kampf gegen die kommunistische FARC unterstützten Paramilitärs und deren Auflösung ab 2003 haben einerseits die Verstrickungen von Drogen- und Waffenhandel im Lande zutage gefördert jedoch andererseits die Sicherheitslage in weiten Teilen des Landes nicht erhöht. Zumal noch immer kein Mittel gegen die FARC gefunden wurde.

Weite Teile des kolumbianischen Südens sollen sich nämlich de facto unter der Kontrolle der FARC befinden. In diesem Zusammenhang erinnern wir uns vielleicht an die Entführung der ehemaligen Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt, die sich von 2002 bis 2008 in den Händen der FARC befand. Ein sehr interessantes Zitat wird von Frau Betancourt übrigens immer gerne wieder hergenommen, das ich Ihnen, Liebe Leser, nicht vorenthalten will:

Íngrid Betancourt berichtete in „The Interview“ in der BBC am 20. Dezember 2008, dass ihr der Glaube an Gott eine wesentliche Hilfe war, ohne den sie möglicherweise die Entführung nicht überlebt hätte. Außerdem hätte er ihr Hoffnung und die Kraft gegeben, selbst unter so widrigen Umständen Gutes zu tun.
(zitiert nach Wikipedia)

Wie dem auch sein mag, in jedem Falle werden in letzter Zeit verstärkt Angriffe der FARC in ihren Territorien gegen Kirchen und Gemeinden vermeldet. Die FARC habe in „ihren“ Territorien Kolumbiens jegliche Form des Gottesdienstes verboten und gehe gegen „Verstöße“ dieser Regelung mit massiver Gewalt vor, so heisst es aus den üblicherweise gut informierten, katholischen Kreisen. Aber nicht nur katholische Kirchen, sondern Gemeinden jeglicher Konfession leiden unter den der FARC.

Seit Juli 2013 seien, so vermeldet es „morningstar news“, gegen 150 Kirchen von den Rebellen zwangsgeschlossen worden. Zentrum dieser Kampagne sei das Department Putumayo. In den ländlichen Regionen seien sämtliche Gemeinden davon betroffen. Es gebe aber „Ausnahmegenehmigungen“ der FARC für größere Kirchengemeinden, die vorerst so nicht mit gewaltsamen Überfällen zu rechnen hätten. Ob und wieviel Opfergaben-Gelder an die FARC in diesem Zusammenhang fließen, ist derzeit nicht bekannt. Morningstar news berichtet, dass bevorzugt kleine Hausgemeinden und die Evangelisten, die diesen flächendeckend dienen, von der Repression der FARC betroffen seien. Dies würde das Verfolgungs-Schema, nachdem die „Schwächsten“ zuerst attackiert werden, bestätigen. Als Beispiel wird der Fall des Radio-Moderators und Evangelisten Angel Pinto aus Putumayo erwähnt, der bereits fünf Mal von der FARC gefangengenommen worden und zweimal mit dem Tode bedroht worden sei. Seine Frau ängstige sich jedes Mal, wenn er in den ländlichen Regionen Geschwistern dient. Nur die Tatsache, dass die Gemeinden von Angel Pinto, der seit 25 Jahren ein Diener Jesu ist, für ihre verstärkte Fürsorge zu Gunsten von Kriegswaisen bekannt ist, hat ihm jedes Mal die Freiheit gebracht und das Leben gerettet. Andere Christen sollen da weniger glücklich gewesen sein, wie unterschiedliche Quellen andeuten.

Spekulationen zufolge, soll es sich bei der verstärkten, antichristlichen Kampagne der FARC um ein politisches Druckmittel handeln, da die kolumbianische Regierung derzeit Friedensverhandlungen mit ihnen in Kuba führt. Christen scheinen also wieder einmal die Opfer skrupelloser, militärischer und politischer Intrigen zu werden. Die seelsorgerische Betreuung der Menschen im Süden Kolumbiens bleibt dabei scheinbar auf der Strecke. Na, vielleicht verteilt die FARC ja „Mao-Bibeln“, damit die Leute wenigstens irgendwas zu lesen haben (Zynismus, Ende).

Mögliche Gebetsanliegen: Wir könnten vielleicht, so wir nicht mit dem Vorbereiten von Weihnachtsfeiern, Krippenspielen etc. zu sehr ausgelastet sind, für ein Ende des Bürgerkrieges in Kolumbien beten und für neue Wege, die gute Nachricht vom Evangelium gerade in den von kommunistischen Revoluzzern beherrschten Gebieten zu verbreiten.

(Quelle: „morningstar news“ vom 18. Dezember 2013)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s