Indonesien: Präsident warnt vor Anschlägen zur Weihnacht

„Stille Nacht, Heilige Nacht“….nun, im Inselstaat Indonesien befürchtet jetzt sogar das Staatsoberhaupt, dass die Christen kein beschauliches Weihnachtsfest 2013 haben könnten. Eine weltweit bemerkenswerte, fast schon einzigartige Aussage. Also vielleicht doch kein „Friede auf Erden, den Menschen Seines Wohlgefallens.“

Indonesien

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Wie oft haben wir in unseren Massenmedien und von unseren Politikern und Kirchenoberen die Mär vom „liberalen Islam“ Indonesiens gehört und vom dortigen „friedlichen Zusammenleben der Religionen“ ? Ja, liebe Leser, leider muss ich es immer wieder schreiben: zu oft. Das bevölkerungsreichste, islamische Land der Erde ist in weiten Teilen für Nachfolger des Nazareners eine, vorsichtig ausgedrückt, schwierige Heimat geworden. Hier im Blog habe ich mir einige Monate lang beinahe die Finger wund getippt, weil man an der Behandlung bestimmter Kirchengemeinden durch staatliche Behörden und muslimische Interessenverbände eine eklatante Mißachtung religiöser Minderheiten im Lande festmachen kann. (Stichworte: „Filadelfia“-Gemeinde und „Yasmin“-Gemeinde, googlen Sie´s selbst oder besuchen Sie unsere Indonesien-Rubrik).

Nun, schon im vergangenen Jahr „durfte“ ich darüber berichten, dass Christen auf dem Weg in die Weihnachtsgottesdienste in Indonesien mit Fäkalien beworfen wurden. In diesem Jahr rechnen die Sicherheitsorgane des Landes offensichtlich mit noch herberen Angriffen auf Christen, denn sogar der sich notorisch gegenüber radikalen Islamisten immer mehr zurückhaltende Präsident Indonesiens, Susilo Bambang Yudhoyono, hat nun im Vorfeld seines aktuellen Japan-Besuches darauf hingewiesen, dass er den Sicherheitsorganen Anweisungen gegeben habe, im Rahmen der Weihnachtsfeierlichkeiten im Lande, besonders wachsam zu sein. Die Nachrichtenagentur „Reuters“ zitierte ihn dementsprechend am heutigen Donnerstag, den 12. Dezember 2013.

Im gleichen Beitrag zitiert der „Reuters“-Korrespondent den obersten Polizeikommandanten Indonesiens, General Sutarman:

Wir werden zwei Drittel unseres Personals und des gesamten Sicherheitsapparates an Kirchen und anderen Plätzen des Gottesdienstes sowie an Einkaufszentren, touristischen und der Unterhaltung dienenden Orten, die von der Bevölkerung aufgesucht werden, stationieren. (Während der Weihnachtsfeiertage, Anm. d. Übers.)

Beide Offizielle äußern sich ausgesprochen nebulös bezüglich der möglichen Verursacher von möglichen Anschlägen oder anderen Gewalttaten. Im Lande selbst aber kann kein Zweifel daran bestehen, dass von in Arabien ausgebildeten Hasspredigern aufgeputschte Islamisten, das vielleicht innigste Fest der Christen stören und diese dadurch demütigen wollen. Dies sollte sich mittlerweile weltweit herumgesprochen haben, neu ist an dieser Agenturmeldung nur, dass die Bedrohungslage vom höchsten, staatlichen Vertreter sowie dem obersten „Ordnungshüter“ Indonesiens so relativ offen zugegeben wird.

Auch im vergangenen Jahre hatte es dementsprechende Warnungen gegeben. Wie immer man dies nun einschätzen mag, in jedem Falle dienen solche Meldungen doch gerade jetzt, in der so „wohligen“ Adventszeit dazu, uns Glühwein- und Lebkuchen-gefüllten, deutschen Christen ein wenig vor Augen zu führen, welches Privileg es ist, (NOCH, siehe Kirchenbrand in Garbsen, Schmierkampagnen gegen bayerische Kirchen…) in Frieden, Ruhe und Rechtssicherheit die Ankunft des Messias auf Erden zelebrieren zu können. Wie nahe einem die manchmal recht kitschigen Weihnachtsfeiern, Christmetten und Weihnachts-Krippenspiele auch immer wirklich gehen mögen, aber wir müssen (NOCH, Begründung siehe oben…) nicht damit rechnen, vor oder in der Kirche „gemessert“, mit Fäkalien-Beuteln beworfen oder mit Knüppeln geprügelt zu werden. Ein guter Grund im Gebet unserem Schöpfer dankbar zu sein und selbst wachsam zu werden gegenüber Kräften, die solch schwierige Verhältnisse für Christen wie in Ägypten, Pakistan oder Indonesien auch gerne in unserem Lande haben wollen.

Einen besinnlichen Advent noch.

Mögliche Gebetsanliegen: Beten Sie doch vielleicht einmal dafür, dass die Sicherheitskräfte Indonesiens ihren Job ernst nehmen und gut machen, damit mögliche Anschläge, Belästigungen und Bedrängungen von Weihnacht feiernden, christlichen Indonesiern ohne Folgen bleiben.

(Quelle: „Reuters“ vom 12. Dezember 2013)

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