Tansania: antichristliche Gewalt wird mörderisch

Afrika ist ein geistliches und nun auch ein ganz konkretes Schlachtfeld der einander aussschließenden Religionsauffassungen geworden. Während wir relativ viel über die Gewalttaten an Christen beispielsweise in Nigeria, Zentralafrika oder Ägypten wissen und erfahren, ist die afrikanische Ostküste oftmals ein wenig im Schatten unserer Betrachtungen geblieben. Völlig zu Unrecht, wie uns christliche Hilfswerke immer wieder gemahnen.

Tansania

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Tansania ist ja bekannt für seine Naturschönheiten. Begriffe wie „Serengeti“, „Viktoria-See“, „Kilimandscharo-Massiv“ (ja, ihr geographisch geforderten, es liegt NICHT in Kenia) oder dessen höchster Berg, der „Kibo“ (höchster Berg Afrikas) lassen den Reiselustigen und „Weltenbummlern“ das Wasser im Munde zusammenlaufen. Leider ist Tansania in letzter Zeit auch für etwas anderes bekannt: für seine immer weiter um sich greifende Christenverfolgung durch radikal-islamische Gruppen und deren geistige Brandstifter, die Hassprediger. War bis vor kurzem die offene Gewalt gegen Kirchen und deren Besucher hauptsächlich auf das „Sansibar“-Archipel im Nord-Osten des Landes beschränkt, so greift mittlerweile die gezielte Gewalt auch auf weite Teile des Festlandes über.

Tansania steht an Platz 24 des Weltverfolgungsindexes der Hilfsorganisation „open doors“. Nach Jahren, in denen man dort nur die Inselgruppe Sansibar im Fokus hatte, wurden auch verstärkte Gewaltausbrüche im Rest Tansanias registriert und so kam das ostafrikanische Land in die Top-50 der Verfolgerstaaten. Beobachter hatten ebenso bis vor Kurzem, wie es auch das Länderporträt Tansanias von „open doors“ andeutet, erkannt, dass die Gewalt der aufgeputschten Muslime sich primär gegen Dinge und nicht gegen Menschen richtete. Konkreter gesprochen: es wurden Kirchen geplündert und abgefackelt, christliche Friedhöfe verwüstet, aber keine Priester und Kirchgänger niedergemetzelt.

Nun, ich bedauere es, schreiben zu müssen, dass diese Zeiten vorbei sind. Es kommt nämlich nun die folgende Nachricht aus dem Lande, dass ein Jugendpfarrer des „Gilgal Christian Worship Centre“ in der Mwanza – Provinz ermordet wurde. Am 22. September 2013 gegen 01.00 Uhr morgens stürmten mit Macheten bewaffnete Männer eine Nachtwache im besagten Glaubenszentrum und hackten dort den Pastor Elias Lunyamila Meshack, 35, zu Tode. Ebenfalls wurden bei diesem Angriff zwei weitere Christen verletzt, die aber mittlerweile aus dem Hospital entlassen wurden. Der Leiter des Gilgal Centers, Bischof Eliabu Sentozi, sagte folgendes zu dem Vorfall:

Ich denke nicht, dass es sich um einen Raubüberfall handelte, denn das Ziel von Räubern ist es ja, Geld und andere Dinge zu stehlen. Aber nichts wurde gestohlen.

Diese jüngste Bluttat reiht sich in eine leider wachsende Zahl von Angriffen ein, die eben nicht nur gegen Kirchengebäude, sondern auch verstärkt gegen Kirchgänger und Geistliche gerichtet sind. So wurde am 13. September 2013 der katholische Priester Anselmo Mwangamba in Stone-Town mit Säure attackiert. Bereits am 02. Februar 2013 wurde Pastor Mathayo Kachili in der nördlichen „Geita“-Provinz von Fanatikern geköpft, vermutlich weil er in einem Konflikt um „Halal“-gemäße Schlachtbetriebe vermitteln wollte (denken wir bibeltreuen Gläubigen in diesem Zusammenhang ruhig einmal an den uns bekannten Begriff des „Götzenopferfleisches“, informieren wir uns ganz nüchtern mal über die Schächtungs-Praktiken für „Halal“-Fleisch und die dabei gesprochenen Gebete und machen uns unsere Gedanken dazu). Ein Friedensstifter, der scheiterte, so dass schließlich Einsatzkräfte der Sicherheitsorgane Tansanias dem Aufruhr der fanatisierten Muslime ein Ende machen mussten.

Diese Liste der blutigen Exzesse ließe sich fortsetzen, aber die beiden erwähnten Beispiele sollen nur die These untermauern, dass in Tansania mittlerweile antichristliche Kräfte am Wirken sind, die mittlerweile auch vor dem brutalen Dahinmetzeln Geistlicher nicht (mehr !) zurückschrecken. Eine ebenso bedenkliche wie entsetzliche Entwicklung.

Mögliche Gebetsanliegen: Bitten wir Gott doch um Kraft und Stärke für die Gläubigen in Tansania, die sich keineswegs in einer Minderheitenposition befinden. Mögen sie kreative und konstruktive Wege finden, sich vor weiterer Gewalt zu sichern, ihren Glauben gerade jetzt frohgemut und öffentlich zu leben und ihren Verfolgern zu vergeben sowie für diese zu beten.

(Quelle: „persecution.org“ vom 23. November 2013)

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