Großbritannien: Christentum vor dem Aus ?

Es mag nur eine „interessante“ Randbemerkung in der Informationsflut unserer Mediengesellschaft sein, aber die Worte, die der ehemalige Erzbischof von Canterbury (oberster, anglikanischer Bischof !), Lord Carey, im Rahmen einer Konferenz benutzt hat, sollten uns auch in Deutschland aufhorchen lassen.

Lord Carey

Lord Carey

Wir sind es hier im Blog gewohnt, über die Verbrechen zu berichten, die weltweit an Christen verübt werden. Diskriminierung, illegale Verhaftungen, Verbot der Glaubensausübung, Vertreibung und Morde in „fernen“ Ländern wie den Malediven, Laos oder Usbekistan sind inzwischen für diejenigen Christen, die hierzulande mit offenen Augen durchs Leben gehen, sozusagen zum „Normalfall“ geworden. Zumindest wundert man sich immer weniger über die weltweite Welle von antichristlichen Massakern (Nigeria, Kenia, Pakistan ….), die derzeit diesen Planeten überspült. Diejenigen Christen, die sich mit dem Thema „Christenverfolgung“ ernsthaft und vor allem auch dauerhaft befassen, erfahren beinahe täglich von neuen widerwärtigen Exzessen, welche sich die „Ignoranten“ in unseren Kirchen bewusst oder unbewusst selbst nicht zumuten (wollen ?).

Im Rahmen einer harschen und unbarmherzigen Christenvertreibung sind Länder wie der Irak, Libyen, Tunesien, Marokko oder bestimmte Provinzen Syriens praktisch „christenrein“ geworden. Kernländer des frühen Christentums ebenso wie andere seit Jahrhunderten christianisierte Landstriche dieser Erde verlieren die Gläubigen, die Gemeinden, die Kirchen. Kirchen werden abgerissen, abgefackelt oder in Tempel von diversen Götzen umgewandelt. Man könnte sich fast an solche Entwicklungen, die vermeintlich fern der eigenen Erfahrungswelt stattfinden, „gewöhnen“. Nun aber malt ein ehemals einflussreicher Kirchenführer im „freien, christlichen Westen“, der ehemalige Erzbischof von Canterbury Lord Carey (von 1991 – 2002 Oberhaupt aller anglikanischen Christen weltweit), ein düsteres Bild von der Zukunft des Christentums in seiner Heimat. Seine Mahnungen sollten auch uns in Deutschland zu denken geben.

Wie der britische „Telegraph“ schreibt, habe Lord Carey geäußert, das Christentum auf der Insel sei nur noch „eine Generation von der Auslöschung“ entfernt. Die anglikanische Kirche müsse jetzt einen „Durchbruch im Anziehen junger Leute“ erleben, oder würde aussterben. Der anglikanische Klerus sei „von einem Gefühl der Niederlage“ bedrückt und in den Gemeinden spüre man eine „Schwere“ (des Gemüts) und es mache sich in weiten Kreisen der Bevölkerung ein „Augenrollen und Gähnen vor Langeweile“ ob der Kirche breit. Man müsse eine massive Kampagne zur „Re-Evangelisierung“ Britanniens durchführen. Ob diese Äußerungen eine bewusste, verbale Zuspitzung der Lage des anglikanischen Christentums sind oder einfach nur eine persönliche Beobachtung Lord Careys sei einmal dahingestellt. Immerhin hat auch der derzeitige Erzbischof von York, Dr. John Sentamu, bestätigt, dass die anglikanische Kirche massiv „evangelisieren“ müsse oder unweigerlich „zum Fossil“ werde. Allein die Tatsache, dass ein prominenter, wenn auch ehemaliger, Kirchenleiter wie Lord Carey eine derartig düstere Prognose offen in den öffentlichen Raum zur Diskussion stellt, ist als solches bereits einen breiten Diskurs wert.

Dabei stellen sich einige Fragen: Ist die Beobachtung des ehemaligen Erzbischofs nun eine spezifisch britische Analyse, die sich nicht auf andere, „westliche“ Länder übertragen lässt ? Ist das Phänomen der „aussterbenden“ Kirche nur auf die anglikanische Kirche beschränkt und haben Freikirchen in Großbritannien trotzdem großen Zulauf ? Wie wirken sich gesellschaftliche Faktoren und mittlerweile in Medien, Bildung und Politik verankerte Vorurteile gegen das Christentum auf das gesellschaftliche Klima Englands aus ? Was können wir hier in Deutschland aus der Situation „auf der Insel“ lernen ?

Vermutlich sind es mehr Fragen, die sich aus der Beobachtung Lord Careys aufwerfen, als man spontan und ohne längeres Nachdenken und ohne eine genaue Analyse Antworten „aus dem Hut zaubern“ kann. Spontan dachte ich selbst über die „Verweltlichung“ der Evangelischen Landeskirchen in Deutschland (EKD) nach, die als „Allheilmittel“ gegen einen immer stärkeren, gesellschaftlichen Relevanzverlust praktiziert wird. Die Anpassung der EKD-Kirche an vermeintliche, gesellschaftliche Trends, ein bewusstes und gezieltes „Hinterherjagen“ hinter aktuellen „Aufregerthemen“ der öffentlichen Diskussion wird ohne Rücksicht auf biblische Prinzipien und kirchliche Traditionen auf Synoden durchgepeitscht, damit die EKD als sozialer Einflussfaktor und innergesellschaftlicher Gesprächspartner eben nicht „völlig irrelevant“ werde. Insofern will die EKD ein „Lord Carey“-Szenario, wie dieser es für die anglikanische Kirche beschrieben hat, vermeiden. Ob man sich damit langfristig jedoch wirklich einen Gefallen tut, wenn man sich selbst zu einer „x-beliebigen sozial-NGO mit Kreuz auf dem Briefpapier“ umgestaltet, sei dahingestellt und muss auch sehr ernsthaft diskutiert werden. Erfahrene Beobachter der Christen-„Szene“ in Deutschland sprechen z. Bsp. schon seit Jahren von einem unweigerlichen „Gesundschrumpfen“ der Kirchen zu Gunsten einer größeren Tiefe im Glauben, eines festeren Fundamentes in der Bibel und einer größeren „Schlagkraft“ und höheren Attraktivität durch klarere Abgrenzung von weltlicher Beliebigkeit.

In jedem Falle wird es interessant sein, zu sehen ob die anglikanische Kirche den Weckruf ihres ehemaligen Oberhirten überhaupt vernimmt und falls sie es tut, was sie gegen diesen Trend zur Auflösung unternimmt. Oder haben die Anglikaner wirklich schon resigniert ? Haben sie die fortschreitende, immer erfolgreichere Propaganda von Atheisten und Islamisten in ihrem Land bereits als Menetekel für die Zukunft akzeptiert ? Wir werden sehen.

Mögliche Gebetsanliegen: Beten wir doch vielleicht für alle Christen Großbritanniens, nicht nur die Anglikaner. Damit ihre Lebendigkeit neu erwache, ihre Freude an der Nachfolge Christi wieder deutlich sicht- und spürbar werde in allen Teilen Großbritanniens und damit sie nicht von political correctness, Resignation, Atheismus und Islam überrannt werden.

(Quelle: „the Telegraph“ vom 18. November 2013)

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5 Gedanken zu “Großbritannien: Christentum vor dem Aus ?

  1. Ich habe mich sehr gefreut, auf diese Weise nach vielen Jahren mal wieder etwas über William Carey zu hören. In Deutschland ist sein sehr lesenswertes Buch erschienen unter dem Titel „Kirche auf dem Markt“. Darin beschreibt er, wie er als nicht mehr ganz junger Pfarrer in der Stadt Durban eine Erweckung erlebte, die unmittelbar mit einem Kirchbau verknüpft war. Dieser Mann weiß, was Erweckung ist und wie Kirche sein könnte und ich fand es wunderbar, dass er – man muss wohl sagen trotzdem – zum Erzbischof von Canterbury gewählt wurde. Ich erlebte ihn in einem seiner regelmäßigen Heilungsgottesdienste in London 1993. Für mich ist es naheliegend, dass er jetzt prophetisch seine Stimme erhebt.
    Der Verfall der verfassten Kirchen in Großbritannien ist weit vorangeschritten. Die methodistische Kirche, die sie bei ihrer Gründung spirituell überholte und beerbte ist inzwischen ebenso liberal und soll schon 50% ihrer Gebäude verkauft haben. Doch betrifft der Verfall oft mehr die Geistlichkeit als die Gemeindeglieder. Daraus ergibt sich für mich eine Hoffnung, die ich auch aus der deutschen Wirklichkeit ziehe: Es scheint so, als sei die Zeit gekommen, in der der bisherige konfessionelle Hochmut verschwindet und die Sucht nach weiteren weltlichen Sanierungskonzepten zu Ende geht. Das ist eine Chance, dass das Evangelium wieder laufen kann. Wie das Beispiel der „atheistischen“ Sowjetunion zeigt, gibt es dort jetzt sehr lebendige Christen, die niemals kirchlich sozialisiert gewesen sind. Wo (manche) Kirche aufhört kann der Heilige Geist anfangen… Ich erlebe „von unten“ ein neues Fragen nach dem Evangelium und – nach vielen Generationen, die nicht fähig waren, ihren Glauben weiterzugeben – eine neue Lernbereitschaft und Neugier an dem, was man im Glauben entdecken kann. Noch ist es nur ein Buchstabieren, aber eins, das nicht die BWL zum Retter mcht, sondern das, was in der Apostelgeschichte geschrieben steht. Eine ähnliche Entwicklung gibt es auch auf der Insel. Gut zu wissen, auf welcher Seite Bischof Carey steht.

    • Sehr schöne und hoffnungsvolle Betrachtungen „von unten“, aber auch vielmehr aus persönlichem Erleben und Erkennen. Danke für diesen Beitrag.

      Wo (manche) Kirche aufhört kann der Heilige Geist anfangen…

      Diese Beobachtung möchte ich bestätigen. Viele, tiefgläubige Christen, haben an sich nur eine oberflächliche oder gar keine „klassisch“-christliche Sozialisation (in Familie und/oder Kirche) erhalten. Aber wo der Geist des Herrn wirkt, geschehen große und kleine Wunder. Und manchmal ist das vielleicht auch gar nicht so schlecht, wie ich aus eigener Erfahrung weiss. Da kann es schon mal vorkommen, dass „klassisch“ sozialisierte Christen (Babytaufe, Konfirmation etc.) für das konkrete Wirken Gottes heute oft verblendeter sind, als die „Spätberufenen“. Bin froh, dass ich mittlerweile wieder einer Gemeinde angehöre und dass dort dem Geist MÄCHTIG Raum gegeben wird. Auch Themen wie Christenverfolgung oder Muslim-Mission kann man dort zumindest offen ansprechen, ohne gleich hinausgebuht und als „Rechtspopulist“ beschimpft zu werden.

  2. Na, wenn man die abgefackelte Willehadi-Kirche in Garbsen bei Hannover dazurechnet, ist wohl die „Konfliktvermeidungsstrategie“ mit dem politisch-publizistischen Mainstream, die die EKD praktiziert, nicht so erfolgreich. Der aktiv-antichristlichen Gewaltwelle, die über diesen Planeten schwappt, hat die EKD jedenfalls nichts entgegenzusetzen, als Hilflosigkeit und mehr oder minder bewusste Blindheit für die wahren Aufgaben der Kirche in einer rasend schnell auf ihre Selbstzerstörung zurasenden Gesellschaft.
    Ich persönlich warte seit Monaten auf die nächste zerstörte, abgefackelte oder zerbombte Kirche nicht nur in Nigeria, Pakistan oder Tansania, sondern in …. sagen wir mal Frankfurt, Stuttgart, Duisburg, Bremen oder Leipzig. Wie immer wird dann darüber in den Massenmedien nicht berichtet werden, denn Christen sind hierzulande für linke Gewalttäter, Islamisten, Pseudojournalisten mit antichristlicher Agenda und verblendete (Staats-)Anwälte ja Freiwild.

  3. Es ist schön und wertvoll, dass Herr Kurz diesen blog wiederbelebt hat. Ich wünsche Ihm in seiner neuen Gemeinde alles erdenklich Gute.

    Ich bin der Meinung, dass der ehemalige Erzbischof den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Ohne das Wirken des Hl. Geistes geht es ohnehin bergab. Aber dieses Bergabgehen wurde gezielt herbeigeführt. Wir müssen unterscheiden zwischen den äußeren Gegnern und der Zersetzung von innen heraus.

    Das Christentum ist durch vielerlei äußere Dinge bedroht:
    a) Islam in aller Welt
    b) durch andere atheistische Ideologien wie Kommunismus, Sozialismus, Faschismus und Co.
    c) durch den Atheismus selbst, der allerdings jede Religion aggressiv bekämpft und durch den Humanismus nur noch eine abgespeckte Sozialkomponente politkorrekt gelten lässt, aber noch irgendwie noch christlich konditioniert
    d) durch den Heuschreckenkapitalismus, ohne jede Moral und Ethik, immer dem Gewinn der Börse hinterherjagend.

    Das sind die wahrnehmbaren Gegner des Christentums, die jedoch als Gegner erkannt werden können, aber leider von Christen nicht immer erkannt werden wollen, weil dies inkorrekt ist.
    Die inneren selbstzerstörerischen Kräfte des Christentum sind weit gefährlicher und gehten an die Substanz.

    a) Erziehung im Elternhaus und in der Schule, kaum noch Glaubenswissen vermittelt einhergehend mit Einnordung in die Politische Korrektheit auch durch Kirchenführer/-innen.
    b) Freizeitgestaltung Entertainment und Verblödung durch TV, Internet, Handy und anderen modernen Schickimicki, eine Industrie der Ablenkung, der Unruhe und der Werbung
    c) die Stille, die insbesondere von jungen Menschen nicht mehr ertragen wird
    d) Junge Menschen haben kaum noch Vorblider im Christentum. Die Eltern brechen als Vorbilder weg, Gemeindeleben in Christus kennen sie nicht oder wollen sie nicht, denn Gemeinschaft können sie auch im Fußballverein haben.
    e) Christentum fassen sie eher als Bevormundung, Regeleinengung und Spießigkeit auf
    f) Ersatzreligionen wie Fußball, Geldscheffeln und Sammelleidenschaft, immer auf der Suche nach Triebbefriedigung in Castingshows, Talentschuppen und medial geförderte Starsuche selbst der verblödetsten Art und Weise sind „in“, aber auch Klimawandel und Geschöpfe sind wichtiger als der Schöpfer.
    g) Viele Menschen konsumieren nur noch und sind nicht mehr selbst kreativ, Instrument erlernen, künstlerisch tätig sein (höchstens beruflich)
    h) Eine unbebilderte Seite lesen ist kaum noch drin. Wie soll da die Bibel interessant werden oder andere christliche Texte mit Tiefgang sind da schon sehr abschreckend.
    i) die Menschen lernen, dass es taktisch besser ist, mit dem Strom zu schwimmen als gegen ihn.
    j) die Menschen sind zu satt, lethargisch und träge geworden, sich für irgendetwas, was andere, geschweige den Gott betrifft, einzusetzen. Selbst in Christengemeinden gibt es fleißige Helfer, aber imemr die gleichen. Die anderen (die meisten) halten sich zurück und sind mal hier und da behilflich. Die Verlässlichkeit, jemanden regelmäßig für Dienste zu begeistern, ist massiv gesunken.
    k) Das Interesse an guter Musik, Kunst und Kreativität in diesen Bereichen schwindet beim normalen Jugendlichen. Mit den Begriffen Bach, Mozart oder Beehoven entlocken wir vielen jungen Leuten nur noch ein müdes Lächeln auf die Lippen. Kirche gehen oder zur GEmeinde gehen sind sowas von „out“.
    l) Die „Mein Bauch gehört mir“- und/oder die „Ich-will-alles-und-zwar-sofort“-Menalität greifen um sich. Verzicht ist ein Negativwert. Freiheitsbegriff wurde bis zur Unkenntlichkeit verbogen.
    m) Allerdings ist auch die Berufswelt stressiger und fordernder geworden. Immer weniger Menschen müssen immer mehr leisten. Das hindert das Christentum.
    n) Mobbing in Betrieben, Schulen und anderen Orten, in denen Menschen ihren eigenen Vorteil suchen, ist zur Zivilisationskrankheit mutiert, christliches Handeln fehlt dort an allen Ecken.
    o) Burn-out-Syndrome nehmen exorbitant zu.
    p) Christentum spielt im Berufsleben in der Schule absolut keine Rolle mehr.
    q) das Bekenntnis von Christen nimmt immer mehr ab, im Gegenteil, es ist kaum noch sichtbar. Das Beten in der Öffentlichkeit (z. B. Kreuzzeichen) oder das Tragen von Kreuzen nimmt ab, auch gefördert von staatlichen Einrichtungen, aus Rücksicht auf gewisse Andesgläubige werden schon St.-Martins-Feste, Weihnachtsdekos verboten.
    r) die Werteverschiebung ist zulasten des Christentums erfolgt. Abtreibungsgesetze haben sich eindeutig gegen christliche WErte durchgesetzt. Sexualethik des Staates existiert nicht mehr, Genderideologie der Geschlechtergleichmacherei ist der Würde des Menschen abträglich, aber wird zur erstrebenswerten Norm erhoben, usw.
    s) Christliche Identität nimmt allerorten ab. Sie verschmilzt sozusagen mit den Werten der atheistischen Human-Staatsgesellschaft.
    t) Theologie der Christen ist immer uneinheitlicher, entfremdet den historischen Jesus aus dem Neuen Testament heraus, Wunder werden nicht mehr als solche gesehen. Christus ist als Sozialromantiker und Bruder von nebenan degradiert.
    u) Hölle existiert nicht mehr
    v) Synkretismus ist in der Theologie angekommen. Alle beten denselben Gott an
    w) Theologie wird zur Psychoanalyse und verkommt nur noch zu Methaphern oder Bildern
    x) Das Beten wird für viele Menschen nicht mehr möglich. Der Drang zum Gebet, zur Zwiesprache mit Gott nimmt ab und wenn, dann nur in Extremsituation, nicht mehr aus Liebe, sondern nur aus Not. Die Unertragbarkeit von Stille kommt hier erschwerend hinzu.
    y) Christentum ist hier zu sehr verbeamtet und materialisiert worden in den Großkirchen mit negativen Folgen der Kraftlosigkeit und zunehmender Leere.
    z) Nicht zuletzt: Der Gott der Liebe ist so liebevoll,dass sich jeder benehmen kann ,wie er möchte. Der Himmel steht ihm immer offen, egal wie er sich hier benommen hat. Das Christentum hat aus Gott ein Kaugummi gemacht, welches beliebig gezogen werden kann, bis es seine Form verliert bzw. es soll auch keine Form mehr haben.

    Andererseits müssen wir feststellen, dass Wissenschaft und Technik den Menschen viel an die Hand gibt, den Glauben zu hinterfragen. Gehorsamsstrukturen in Kirche und zu Christus brechen weg. Alles wird in Zweifel gezogen, gern auch, weil es einfacher ist, ohne christliche Werte leben zu können.

    Das Christentum als „Kitt“ der Gesellschaft, einer Gesellschaft, in der Schule, Elternhaus und Arbeitgeber noch irgenwie verbunden waren und an einem Strang zogen, existiert nicht mehr. Dies haben Politik der 68 er und das Christentum und Kirchen selbst geschafft. Die Geister der Lockerheit, der Konturlosigkeit und der Beliebigkeit, die sie riefen, werden sie nun nicht mehr wieder los. Die Gegner von außen bewirken eines: Sie lassen das Christentum erstarken. Denn nur da, wo Christen bewusst Christen sein müssen, kann Christentum blühen, es sei denn, der Druck wird zu stark. Dann erleben wir den Christenexitus wie im Irak, in den meisten islamischen Ländern und jetzt in Syrien.

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