Nordkorea: Christen unter den Opfern von Massenhinrichtungen

Nordkorea ist ein extrem abgeschottetes Land. Nachrichten aus der Diktatur der „Kim“-Familie dringen kaum, nur spärlich und oftmals auch nur in Bruchstücken an die Weltöffentlichkeit. Nun wurde aber aus Quellen in Südkorea bekannt, dass es im Norden am 03. November 2013 eine Welle von öffentlichen Hinrichtungen gegeben hat, der 80 Menschen zum Opfer gefallen sind.

Nordkorea

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An mindestens sieben Orten landesweit seien Menschen wegen so „schrecklicher Verbrechen“ wie dem „Anschauen südkoreanischer Filme“ oder dem „Besitz von Bibeln“ vom Staat öffentlichkeitswirksam getötet worden. Letzteres signalisiert, dass auch und vor allem die kleine Untergrund-Christengemeinde Nordkoreas zum Opfer staatlicher Willkür geworden ist. Nicht umsonst führt die christliche Hilfsorganisation „open doors“ seit Jahren Nordkorea mit Abstand auf Platz 1 ihres jährlich publizierten „Weltverfolgungsindex“.

Beobachter von „International Christian Concern“ behaupten, all diese Grausamkeiten würden durchgeführt, um die Position des Führers Nordkoreas, Kim Yong-Un, zu stabilisieren. Ironischerweise gehen dieselben Beobachter davon aus, dass diese oben beschriebene, öffentliche Massenhinrichtung eher ein Signal für das Gegenteil ist, nämlich für die Unfähigkeit Kims, seine Machtposition und die seiner Partei ohne brutale Einschüchterungen sicherzustellen. Christen, insbesondere solche mit heimlichen Auslandskontakten, seien im Weltbild der Machthaber in Pyöngyang noch immer „Staatsfeinde“ von „höchster Gefährlichkeit“.

In der Vergangenheit wurden von aus Sicherheitsgründen ungenannten Quellen solche Exekutionen dermaßen beschrieben: die „Delinquenten“ wurden an Stricken zwischen Pfosten oder an Gerüsten aufgehängt. Tausende oder Zehntausende von Zuschauern wurden von bewaffneten Sicherheitskräften oder Soldaten zusammengetrieben, um diesem üblen Schauspiel beiwohnen zu müssen. Oftmals werden die Opfer dieser staatlichen Morde dann mit automatischen Waffen zerfetzt, so dass ihre Leichen dann später kaum noch zu identifizieren sind.

Wie dem auch immer sein möge, so zeigt dieser jüngste Akt der Inhumanität jedoch zum wiederholten Male, dass es in vielen Ländern dieser Welt höchst gefährlich, ja sogar tödlich sein kann, Christ zu sein, oder auch nur eine Bibel zu besitzen. Dies sollten wir, die wir uns gedanklich gerade auf die stille, ja friedliche Adventszeit und das nachfolgende Weihnachtsfest vorbereiten, nie vergessen ! Es gibt eine Welt außerhalb der „Seifenblasen scheinbarer Unantastbarkeit“, die keineswegs friedlich und versöhnlich ist.

Mögliche Gebetsanliegen: Beten wir für ein Ende des Wahnsinns in Nordkorea. Beten wir dafür, dass die kleine Christengemeinde dort eines Tages in Frieden und völlig frei unseren Glauben praktizieren kann.

(Quelle: „persecution.org“ vom 14. November 2013)

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