Kirchenbrand bei Hannover: „Jugendliche“ Brandstifter ?

Wer glaubte, Kirchenbrände würden vor allem in Nigeria oder Pakistan vorkommen, dem sei gesagt: auch im Lande Luthers und Bernhard Lichtenbergs beginnt der kulturelle Abstieg in eine pietätlose Haßgesellschaft, sich immer mehr zu beschleunigen. Verbrechen, die noch vor einer Generation undenkbar waren, werden schrittweise nicht nur wahrscheinlicher, sondern sogar Realität.

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Wir hatten vor längerer Zeit schon darüber berichtet, dass z. Bsp.  in linksradikalen Kreisen das Abfackeln von Kirchen schon lange kein Tabu mehr darstellt. In diversen Beiträgen auf Internetportalen gilt die antikirchliche Gewaltpropaganda als en vogue und ausgesprochen willkommen. Staatsanwaltschaft und Justiz haben offensichtlich wenig Lust oder Handhabe, um solchen Dingen entgegenzuwirken. Die ersten „Breschen“ in den jahrhundertelang geübten, gesellschaftlichen Konsensus, dass religiöse Gebäude „Tabu“ sind, wurden also bereits geschlagen. Damit ist einer nachträglichen Legitimation von Kirchenverbrennungen, Gewalt gegen Geistliche oder Plünderungen von Gotteshäusern im Stile indischer oder nigerianischer Terroristen der Weg bereitet. In diesem Zusammenhang kommt jetzt auch die folgende Meldung aus Garbsen bei Hannover nicht unbedingt überraschend:

Die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtet, dass in Garbsen die Willehadi-Kirche abgebrannt ist. Das danebenliegende Gemeindehaus ist ebenfalls niedergebrannt. Bereits wenige Tage zuvor soll es bereits einen Zündelversuch in ebendiesem Gemeindehaus gegeben haben. Brandstiftungen jugendlicher Gewalttäter sollen mittlerweile in Garbsen an der Tagesordnung sein. In der Nacht zum Dienstag, dem 30. Juli 2013, brannte jetzt ein Gotteshaus ab. Lassen wir die HAZ selbst zu Wort kommen:

Brandstifter hatten in der Nacht zu Dienstag die evangelische Willehadi-Kirche im Garbsener Stadtteil Auf der Horst angesteckt. Die Kirche und das angrenzende Gemeindezentrum brannten bis auf die Grundmauern nieder. Der Schaden geht in die Millionen.

Erste Reaktionen der Anwohner verraten die tiefgehenden Probleme in dem Stadtteil auf der Horst.

Zahlreiche Anwohner waren auch in der Nacht auf die Straße gelaufen und brachen beim Anblick der brennenden Kirche in Tränen aus. Es ist nicht das erste Mal, dass Brandstifter im Stadtteil Auf der Horst zündeln. Allein in diesem Jahr registrierte die Polizei 31 Feuer, die absichtlich gelegt worden waren. In der Regel gingen Altpapiercontainer in Flammen auf.

Vor einer Woche gab es auch einen Zündelversuch im jetzt abgebrannten Gemeindehaus. Die Polizei hat in den meisten Fällen keine Hinweise auf die Täter. Doch die Anwohner des Viertels äußern ihren Verdacht unverblümt. „Wir werden seit Jahren von Jugendlichen terrorisiert. Sie pöbeln uns an, dealen offen mit Drogen, und keiner macht etwas“, sagt Klaus-Dieter Gorges. Die meist jungen Männer haben sich zum Teil in Jugend-Gangs zusammengeschlossen, nennen sich AIG (Ausländer in Garbsen) oder Gtown Gangsta, wobei das G für Garbsen steht.

Was es mit dem Begriff der „Jugendlichen“ heutzutage auf sich hat, beschrieb vor einiger Zeit der Kolumnist Akif Pirincci auf der „Achse des Guten“, weshalb ich mir die Freiheit herausnahm, diesen Kommentar oben zu verlinken. Ich empfehle sehr, ihn genau und unvoreingenommen zu lesen, um Berichte wie diesen über den Kirchenbrand und ähnliche Vorgänge besser zu verstehen. Und weiter zur Interaktion mit dem sozialen Umfeld:

Doch welchen Schaden die Tat bei den Menschen in dem Stadtteil angerichtet hat, vermag bislang noch niemand abzuschätzen. „Wer Kirchen ansteckt, der schreckt auch vor dem Tod von Menschen nicht zurück“, sagt Anwohner Kurt Gleick. „Meine vier Jahre alte Tochter traut sich nicht mehr auf die Straße“, berichtet Klaudia Wiechmann. Pastorin Renate Muckelberg kämpft noch am Nachmittag gegen die Tränen: „Es gibt uns Trost, das wir schon jetzt das Signal erhalten haben, dass die Gemeinde bestehen bleiben und die Kirche wieder aufgebaut wird.“

Tränen, Überraschung, Angst. Der Staat hat längst die Hoheit über diesen Stadtteil verloren. Mit frischen „Sozialarbeitern“ möchte man den „Jugendlichen“ eine neue Einstellung zu ihrem Tun anerziehen. Die Nutz- und Hilflosigkeit solcher Ansätze, die in allen, sozialen Brennpunkten in Deutschland versucht werden, hat sich offensichtlich noch nicht herumgesprochen. Ein SPD-Bürgermeister, der „früher ansetzen“ will bei der Lösung sozialer Konflikte, ohne sie aber konkret benennen zu wollen. Denn schon der Einsatz des nichtssagenden Begriffes „Jugendliche“ für die Täter diverser Drogen- und Gewaltdelikte ist ja mehr eine Verschleierung, als wirklich zur gezielten Einkreisung der gesellschaftlichen Merkmale dieser Antisozialen geeignet. Wer aber die Analyse scheut, wird auch der Probleme nicht mehr Herr werden können und sicher in der Folge noch öfter „hilflos“ und „tränenüberströmt“ vor den noch kokelnden Ruinen seiner „Wunschdenken“-Politik stehen müssen.

Garbsens Bürgermeister Alexander Heuer warnte in der Pressekonferenz vor Spekulationen, was den oder die Täter angeht.

Gut, dass die betroffenen Anwohner ihren Stadtteil besser kennen, als dieser Volksvertreter. Allerdings: wer solche Weichflöten wählt, muss sich nicht wundern, wenn die eigene Stadt zu Grunde geht ! Jetzt fehlt eigentlich nur noch der obligatorische „runde Tisch gegen rechts“ und schon ist der Zirkel des Irrsinns auch in Garbsen vollendet, wie vor Kurzem in Kirchweyhe etc. Etwas deutlicher wird man hier:

„Ich bin erschüttert, dass nicht alle erschüttert waren in dieser Nacht“, sagt Pastorin Renate Muckelberg und meint Szenen, die Feuerwehr und Polizei erleben mussten: Fast ausgelassen tobende Jugendliche am Sperberhorst, hämische Rufe und provozierend nah vorbeirasende Halbstarke auf Rädern; überall filmen Mobiltelefone. „Das waren doch wieder diese Kinder“, sagt eine Anwohnerin – und meint die Gruppe von Heranwachsenden, die seit Monaten im Verdacht steht, immer wieder Papiercontainer, Müllsäcke und Bäume anzuzünden. Allein in diesem Jahr waren Brandstifter ungefähr 30-mal auf der Horst aktiv.

Ich sage es Ihnen ganz deutlich, Frau Pastorin Muckelberg: Es gibt Menschen, die beim Anblick der brennenden und einstürzenden Twin-Towers in New York jubelten, auf der Straße tanzten und Süßigkeiten an Kinder verteilten, während zivilisierte Menschen entsetzt beobachteten, wie Menschen aus Angst vor dem Verbrennen aus den Hochhäusern in den Tod stürzten. Es gibt Menschen, denen mindestens einmal in der Woche gelehrt wird, dass Kirchen Orte des Satans seien, wo Menschen vom „einzig wahren Pfad“ abgebracht würden. Es gibt Menschen, die das Christentum und die damit verbundenen Orte hassen und verabscheuen, weil sie „Opium für das Volk“ seien etc. Machen Sie die Augen auf, Frau Muckelberg: der Hass gegen das Evangelium umgibt uns und nun kennt er auch hierzulande immer weniger Hemmungen, sich Bahn zu brechen. Warum sollte es uns auch anders gehen, als den Gläubigen in Nigeria, Pakistan oder Indien ? Sind denn wir Christen in Deutschland so etwas Besonderes ?

Und hier komme ich wieder auf einen wichtigen Punkt meiner Publikationsarbeit auf diesem Blog zurück: in unseren Kirchen MUSS jetzt, angesichts der jetzt auch hier „heiss“ werdenden Verhältnisse, über den Hass auf Christus, auf das Evangelium gesprochen werden. Wir haben viel zu lange die geistlichen Gefahren für unseren Glauben ausgeblendet und alles auf „soziale Ursachen“ etc. geschoben. Die gezielte Viktimisierung von Kirchen, Geistlichen etc. jedoch, die weltweit derzeit immer abscheulichere Formen annimmt, muss auch bis in jede, noch so kleine, deutsche (niedersächsische, in diesem Falle) Gemeinde hinein wahrgenommen werden und dieser Bedrohung muss dann auch etwas entgegnet werden. Die „Insel der Seligen“, auf der wir Christen uns in Europa und Nordamerika wähnten, gibt es nicht und gab es nie. Hören wir doch endlich, endlich wieder auf Christus, z. Bsp. wenn er uns sagt:

Lk 21,17 Und ihr werdet gehasst sein von jedermann um meines Namens willen. (Luther 1984)

Das ist heute und war letztlich immer Realität. Eine Realität, die in den meisten unserer „Wohlfühl“-Gemeinden schlicht und ergreifend negiert wurde. Aber, da Christus es uns sagt, ist es die WAHRHEIT ! Eine Wahrheit, die gerade die Frau Pastorin Muckelberg aus Garbsen bei der Schulter gepackt und durchgeschüttelt hat. Wird die Pastorin in der Lage sein, die Lehren daraus zu ziehen ? Nach meinen Erfahrungen mit Kirchenvertretern diverser Ausrichtungen in meiner eigenen Stadt, darf ich daran zweifeln. (Ich nehme mal die koptisch-orthodoxen Christen, mit denen ich vor einigen Jahren gegen die Verfolgung in Ägypten auf die Straße gegangen bin, davon aus. Die wissen und wussten schon immer sehr genau darum, wie gefährdet die Kirche und der Glaube sind.) Vermutlich hat die Gemeindeleiterin das Diabolische im Feuer ihrer Kirche bis heute nicht erkannt. Denn über „Tod und Teufel“, den „Hass auf Christus“ und ähnliche Dinge spricht man ja nicht mehr unter Klerikern. Das sind Tabuthemen, deren Ausblenden uns blind macht für die Realität. Christen können es sich aber wie wir durch die hier geschilderten Ereignisse erkennen müssen, auch in Deutschland nicht mehr leisten, länger blind zu sein.
Trösten wir uns dennoch mit einem weiteren Christus-Wort:

Lk 6,22 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und euch ausstoßen und schmähen und verwerfen euren Namen als böse um des Menschensohnes willen. (Luther 1984)

(Quelle: „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ vom 31. Juli 2013 und andere Beiträge aus derselben Zeitung)

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5 Gedanken zu “Kirchenbrand bei Hannover: „Jugendliche“ Brandstifter ?

  1. Ich habe das am Tag des Anschlags im ZDF Sendung „drehscheibe “ (Mo-Fr 12:10 bis 13 Uhr ) gesehen. Entsetzt ! Der Bericht war natürlich Rot/Grüne Sprache und Denkschema Angepasst:(

    Aber ganz Ehrlich Brüder außer Fürbitte auch das die Täter Buße tun und um tägliche Bewahrung unserer Gemeinden geht doch nicht!
    Das es in Deutschland echt Heiß werden würde hat sich schon seit Jahren Abgezeichnet.Manche meinen Jesus hätte Deutschland (und das noch in der Aktuellen Endzeit ) Ausgenommen…..

    Meine Infos seit Jahren wahren so schlimm das Deutschland schon lange z.b. bei Open Doors vorkommen müsste……

    • Ja, es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis europäische Länder und auch Länder in „beiden“ Amerikas aufgeführt werden müssen in den Verfolgungsstatistiken. Wenn man doch nur ein paar echte, geistliche Leiter hätte, mit denen man die Auswirkungen der „Endzeit“ auf den Leib Christi diskutieren könnte, ohne die üblichen, Wischi-Waschi-Theologie-Phrasen von „Jubel, Trubel, Heiterkeit“. Oder gar (noch schlimmer) die rot-grünen EKD-Relativierungen, die keinerlei Fragen beantworten.
      Nebenbei bemerkt: welche Infos über antichristliche Attacken liegen Ihnen denn vor ? Bin immer an Erfahrungsberichten o. ä. interessiert.

    • Auf meinem System läuft alles einwandfrei. Sorry. Immer mal mit einem anderen Browser und mit etwas weniger Sperrfiltern (ghostery ?) versuchen. Keine obskuren Links anklicken ! Hat man mit mir auch mal gemacht, als ich diverse, christliche Portale aufrufen wollte. Nun will ich aber nicht so tun, als hätte ich mehr Ahnung, als vorhanden ist. In diesem Sinne hier noch mal der Link zur „Achse“:

    • http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/youkenlicke_the_movie
    • Guter Artikel. Beschreibt hochironisch die Lage im Lande und lässt mich jedesmal zusammenzucken, wenn ich in irgendwelchen Berichten über Gewalttaten den Begriff „Jugendliche“ lese.

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