Die Sache mit dem Frieden…

Wir Christen sind ja per se friedlich gestimmt, wir wissen das. Wir machen unseren Frieden mit so ziemlich allen Dingen und nicht umsonst kann man, aus „weltlicher Perspektive“ betrachtet, manchmal den Eindruck gewinnen, dass man „es“ mit uns „ja machen kann“. Was auch immer.

kreuzVor allem machen wir in letzter Zeit wohl unseren Frieden mit der Welt, ganz gleich, welcher Zeitgeist gerade weht oder welche „Sau“ gerade „durchs Dorf getrieben“ wird. Wir haben unseren Frieden gemacht mit gesellschaftlichen Phänomenen wie der immer lauter ein Ende der „Diskriminierung“ einfordernden Homosexuellen-Lobby, mit der Trennung von „guter und schlechter Gewalt“ („Freiheitskämpfer“ sind super, „Rechte und Diktatoren sind abzulehnen“) oder der spirituellen Herausforderung durch den immer stärker in die Gesellschaft eingreifenden, politischen Islam. Wenn wir nur genug Pfarrer, Bischöfe etc. haben, die uns mit den entsprechenden Bibelzitaten das Geschehen schönreden, dann akzeptieren wir Christen in Deutschland heute doch so ziemlich alles. Ganz gleich, ob diese Bibelstellen nur willkürlich aus dem Zusammenhang gerissen werden oder ob sich unser Restgewissen ab und an mal meldet und hinterfragt, ob wir wirklich jedem aktuellen, gesellschaftspolitischen Trend hinterherlaufen müssen.

Zumeist wird in diesem Zusammenhang über den „Frieden“ gepredigt. Den Frieden, dem man, wie der Hebräerbrief lehrt, „nachjagen“ solle (Hebr. 12,14). Dieses „Nachjagen“ wird dann als Vorwand genutzt, um wirklich jeden, zeitgeistigen Unsinn in die Kirchen zu bringen. Die letzten Positionspapiere der EKD und z. T. auch manch „ökumenischer Bericht“ beider Großkonfessionen haben das zur Genüge bewiesen. Um nur ja keine weiteren Prozente an „gesellschaftlicher Relevanz“ einzubüßen (oder Mitgliederzahlen, was für viele Kirchen-„Manager“ ja das Gleiche ist), muss man sich überall hineindrängen, auf jedes soziale Problem sofort eine Patentantwort aus dem „Zauberbuch“ hervorziehen und überhaupt möglichst nirgendwo anecken, wo „links, grün, öko, nachhaltig, relevant, gerecht, gegendert, biologisch, feministisch, …“ o. ä. draufsteht. Ob Christus das mit seinem „Kaiser, was des Kaisers“ und „Gott, was Gottes“ gemeint hat, bezweifle ich noch sehr.

Was passiert aber, wenn der Frieden, dem wir Christen uns so treulich verpflichtet wissen, sich nicht „einfangen“ lässt, so sehr wir ihn auch festzunageln suchen ? Wenn z. Bsp. Friedensgespräche oder Runde Tische auch nach Monaten noch keine Ergebnisse zeitigen und die Position der Kirchen dabei unter Zeitdruck ins Hintertreffen gerät ?
Eine theologische Schlüsselfrage für die Zukunft der Kirche, wie ich denke, aber eine, die bislang nicht zufriedenstellend beantwortet wurde. Genau deshalb graut es mich manchmal vor dieser Zukunft, so sehr ich auch auf Gott vertraue. Auf sein „Bodenpersonal“ kann ich nämlich oftmals dieses Vertrauen nicht mehr übertragen, so leid mit das tut.  Denn es wäre unrealistisch anzunehmen, in unseren Gemeinden oder Kirchenverbänden herrschte eben nicht überwiegend ein gesellschaftspolitisches Wunschdenken, was die Welt, in der wir leben, angeht. Diese „alles ist möglich, weil es wünschbar ist“ – Haltung, die in vielen Kirchen und Gemeinden aller Konfessionen und Denominationen angetroffen werden kann, macht mich skeptisch, denn sie lässt allzuoft das Nachforschen nach Gottes Willen außer Acht. Ich nehme mich bei dieser Betrachtung absolut nicht aus und mime hier den „Fingerzeiger“, der nur den Splitter im Auge des Anderen sähe. Nein, auch meine eigene, jahrelang festgeklopfte Haltung, dass Gott alles ermöglichen werde, wenn wir ihn nur inständig genug im Gebet darum anflehen, ist seit längerer Zeit massiv ins Wanken geraten. Vor allem durch das Befassen mit der Christenverfolgung und den ganz realen Feinden unseres Glaubens, die weltweit tätig sind, hat sich auch meine Perspektive verschoben. Ganz nüchtern müssen wir heute eingestehen: nicht überall, wo wir uns Frieden wünschen, ist er auch zu haben.

Und für etwas mehr gesunden Realismus in unseren Kirchen statt unnötiger Blau-äugigkeit war ich ohnehin schon immer zu haben. An dieser Stelle aber, stellt sich mir persönlich auch die Frage, welcher Friede überhaupt von Christus ausgeht. Der Friede, dem wir nachjagen sollen, ist das nicht auch der Friede, den uns der Herr nach eigener Aussage hinterlassen hat ?

Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.
(Johannes 14, 27, Luther 1984)

Nicht, wie die Welt gibt, gibt Christus. Sein Frieden ist de facto also nicht von dieser Welt. Und genau darin liegt unsere Hoffnung als Nachfolger des Jesus von Nazareth. Wenn sich „Friede auf Erden“ eben nicht erreichen lässt, selbst wenn man ihm nachjagt, dann gibt es doch vor allem den „inneren“ Frieden, der auf Gottvertrauen gründet und der unserem Herzen Ruhe gibt, damit es nicht erschrecke. Wieviel Gutes in diesem Bibelwort drinsteckt, kann ich als ganz einfacher Nachfolger Jesu vielleicht nur z. T. erfassen, aber seine tröstliche Wirkung entfaltet es dennoch zur Genüge. Furcht lässt uns oftmals Dinge falsch einschätzen, falsche Perspektiven einnehmen. Die Furcht vor dem „atomaren Super-GAU“ hat z. Bsp. gerade ein ganzes Land (unseres) in eine ad-hoc „Energiewende“ getrieben, die die Strompreise für Industrie und Privathaushalte gefährlich in die Höhe treibt, weil ihr keinerlei sinnvolle Strategie und abgestimmte Planung zugrundeliegt. Abwanderung von Arbeitsplätzen in Regionen, wo die Nebenkosten überschaubarer sind und weitere, soziale Lasten für die Schwächsten der Gesellschaft inklusive ! Dass die meisten Kirchen ihr „Hosianna“ und „Placet“ ungefragt dazugegeben haben, macht die Angelegenheit nicht besser. Meine Mutter sagte oft: „erstmal nachdenken, dann handeln“, aber diese Weisheit ist heute, wo lieber zuerst geredet, dann gehandelt und hinterher gemeckert wird, politisch eher als non-konformistisch anzusehen.

Aber zurück vom wackligen Parkett der Energie-Politik zum Glauben: Es ist eben ein Unterschied, ob in den Kirchen der „Frieden mit der Welt“ gepredigt und praktiziert wird, oder ob man sich als Gläubiger ganz auf den Frieden in Christus verlässt, den der Glaube an diesen vermitteln kann. Im ersteren Fall ist die Gefahr groß, dass man immer neuen Schimären hinterherjagt, um nur ja nicht in den Ruf zu kommen, „unfriedlich“ zu sein oder dem gesellschaftlichen Frieden (=Konsensus) irgendwie im Wege zu stehen. Im zweiten Falle, kann es extremerweise dazu kommen, dass man sich irgendwann in einer Position befindet, in der man „hier steht und nicht anders kann“, wie ein gewisser Mönch es einmal sinngemäß formuliert haben soll. Nicht dass ich ernstlich dafür sprechen würde, um jeden Preis zu provozieren. Auch die großen Heiligen, die Kirchenväter oder Reformatoren haben ja nicht Aufsehen erregt, weil sie eine narzisstische Neigung befriedigen wollten, sondern, weil ihr Gewissen, ihr „Herz“ keinen Frieden gehabt hätte, hätten sie mit ihren Meinungen hinter dem Berg gehalten und anders gehandelt, als sie es taten.

Denn wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.
(Lukas 6, 45, Luther 1984)

Eben ! Das Herz, das sich nicht erschreckt, das sich nicht fürchtet, weil es den Frieden Christi hat und von ihm erfüllt ist, das kann und wird auch notfalls den Anfechtungen und Drohungen der Welt nicht nachgeben. Und, machen wir uns nichts vor, das gesellschaftliche Klima der letzten Jahre ist dem Gewissens-Christen (ich rede hier nicht von den vielen Namenschristen, die oftmals in den Medien vorgeführt werden, sozusagen, um die „Harmlosigkeit“ des Glaubens zu demonstrieren) nicht wohlgesonnen. Dies auszublenden, oder sogar einen biblisch fragwürdigen „Kotau“ vor dem Zeitgeist in den Kirchen zu vollführen, ist nicht nur nachlässig, sondern langfristig sogar gefährlich.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern noch einen gesegneten Sommer, eine gesegnete Woche zunächst.

Ihr

Martin Clemens Kurz

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4 Gedanken zu “Die Sache mit dem Frieden…

  1. Werter Blogbetreiber, eine gute Einführung in das Thema „kirchlicher Frieden“.

    Unwillkürlich stellt sich ja die Frage: Frieden um jeden Preis? Frieden um des Preises der Aufgabe der eigenen Werte? Frieden um des Preises der Aufgabe des Gottesbildes des Christentums?

    Ich warne eindrücklich davor, dass die Vertreter des Christentums, egal welche Dialogpartner sich mit den Vertretern anderer Religionen in einem solchen Treffen begegnen, auch nur die kleinste Position des Christenglaubens, dass Jesus nicht göttlich sei, aufgeben, nur um des lieben, hier „faulen“ Friedens willen?

    Stefanus 1 hat vollkommen recht: Der Frieden, der menschlich gedacht ist, führt nicht zu einem himmlischen Frieden. Nur der Frieden von Jesus her, der nicht von dieser Welt kommt, der ein Reich außerhalb dieser Welt hat, kann die Welt retten. Der menschliche Frieden ist Einigung auf niedrigstem Konsens, auf Sparflamme, auf kleinstem gemeinsamem Nenner, bei der die in diesem Konsens erreichten Lebenssituationen eher einem Waffenstillstand, denn einem echten harmonischen Frieden gleichen. Selbstverständlich ist ein Waffenstillstand besser als ein heißer Krieg.

    Aber Kirche muss ich auch in Schutz nehmen dürfen: Kirche wird immer am Maßstab der Lehre Jesu gemessen. Dieser auf göttlichen Maßstäben beruhende Lehre Jesus (Feindesliebe und Co.) kann das Bodenpersonal nicht erreichen. Einige persönliche Ringeltauben, die sich Heilige nennen, ja. Aber Kirchen oder Christengemeinden? Das muss schiefgehen. Darum habe ich ein wenig mehr Nachsicht mit den Großkirchen und den den anderen christlichen Gemeinschaften. Selbst jeder ernst zu nehmende Versuch, Jesus in allem nachzufolgen, wird scheitern. Das weiß auch Jesus. Aber wir dürfen das Idealziel nicht aus den Augen verlieren.

    Und da fängt dann meine Kritik an. Kirchen sehnen sich danach von Menschen geliebt zu werden; aus diesem Grunde zeigen sie zunehmend Jesus und seiner Lehre die kalte Schulter, weil sie ihn nicht mehr ernst nehmen und ihn zu einem Gummibandjesusgott, mit dem man alles machen kann, der keine Forderungen stellt, und alle lieb hat und ihn so zu einer Lachnummer degradiert. Daraus entwickelt sich eine affine Zuneigung zum jeweils gültigen Zeitgeist, der den Applaus der Menschen bringt. Die Kirchen stellen – wie der Atheismus – zunehmend den Menschen in ihrer Verkündigung in den Mittelpunkt. Nicht mehr der Mensch braucht sich nach Gott zu richten, sondern vielmehr Gott gefälligst nach dem Menschenbedürfnis des leichten Weges. DAS ist für mich der gravierendste Fehler, den die Kirchen machen.

    Fazit für mich: Eine Kirche sollte am Idealziel festhalten, egal welcher Zeitgeist gerade wirkt, auch und obwohl es jedem bewusst sein sollte, dass dieses Idealziel nicht errreichbar ist. Das Streben danach ist der Weg, der gütlige Weg in den Himmel. Sie muss Ecken und Kanten haben, wie ein Fels in der Zeitgeistbrandung stehen, die Fahne Jesu immer bereit im Anschlag zu haben.

    Leider sind die Kirchen dabei, selbst das Idealziel nicht mehr zu verkünden, sondern dem Menschen einen breiten und leichten Weg zum Himmel anzubieten, weil sie Jesus zu einem Hampelmann degradiert haben, der alle und sie sich alle lieb haben und alle in den Himmel kommen. Dieser Friede ist ein trügerischer Frieden und er ist auch nicht realistisch. Er wäre nur dann sinnvoll, wenn es keine archaische Ideologien mehr gäbe. Aber wir leben nicht auf dem Wolkenkuckuckheimplaneten, sondern auf der Erde, wo jede Ideologie, entweder die atheistisch solzialistisch-kommunistische als auch die islamische ideogie die Weltherrschaft anstrebt. Jede archaische ideologie wird solche Lemminge aushebeln können. Diese Wolkenkuckucksheimmultikultiwirhabenunsalleliebideologen bringen ihre Schäfchen in einen fatalen Zustand der Verteidigungslosigkeit. Wer alle lieb hat, hat auch den Feind lieb und wird leider überrollt. Das ist Realität.

    Das Paradoxe an dieser Geselllschaft ist, dass der einzelne das Feindesliebegebot Jesu kaum erreichen kann, während die Politik sich aber genau an diesem zwar nicht jesuanischen, aber doch in seiner Wirkung sehr ähnlichen politischen Handeln orientiert. Da lässt die Einwanderungspolitik Menschen herein, die die Gesellschaft von innen heraus aushöhlen in Richtung Diktatur. Da werden Entscheidungen getroffen, die die Alimentation von Menschen bis zu ihrem Tod gewähren, die sich nicht einmal anstrengen müssen, Arbeit zu suchen.

    Der biblische Samariter war da ein knallharter Typ, der das unter die Räuber gefallene Opfer lediglich bis zu seiner Gesundung hat pflegen lassen und ihn dann sich selbst überlassen hat, heute eine deutschstaatliche Hartherzigkeit erster Klasse. Da wird die Asylpolitik nicht mehr auf echte Flüchtlinge beschränkt, sondern man lässt Flüchtlinge herein, die nicht einmal verfolgt werden, sondern nur ein angenehmeres Leben haben wollen. Und was das Erschreckenste daran ist, hier werden massenweise Menschen hereingelassen, die die Kultur und die Menschen des Aufnahmelandes förmlich von Religions wegen hassen müssen, um als gut religiös dastehen zu können. Da wird ein wirklciher Feind, der es realiter nicht gut mit den Menschen des Aufnahmelandes in großer Zahl eingelassen und den Menschen hier wird zugemutet, dies auch noch ertragen zu müssen und, nein, im Gegenteil, eine echte Willkommenskultur aufzubauen gegenüber Menschen, die denken, dass die Menschen des Aufnahmelandes minderwertig und Höllenanwärter sind und die die Gesetze des Landes nur solange achten, bis sie islamische geändert werden.

    Diese Politik ist im Grunde echte Feindesliebepolitik. Die führt aber nicht zur Herzensbildung des Einzelenen, sondern umgekehrt: Sie führt zu rechten Stammtischparolen und zu Hass und zu Politikverdrossenheit. Dieser Frieden ist so brüchig wie er überhaupt nur sein kann, weil er nicht jesuanisch, sondern ideolgoisch irdisch menschlich verblendet ist. Die Feindesliebe gehört nicht in die Politik, sondern in das Herz eines jeden einzelnen, aber eben nicht von oben aufoktroyiert. Dann bewirkt sie nämlich das Gegenteil dessen, was Jesus gemeint hat. Die jesuanische individuelle Feindesliebe lässt ein Herz, eine Seele zur Ruhe kommen. Die politische Feindesliebepolitik lässt eben das Gegenteil in die Herzen der Menschen ein, nämlich Hass und Krieg. Die einen, die kommen, haben ein Anspruchsdenken am Leib, dass einem schwindelig wird, sie brauchen nicht zu bitten, nein, sie dürfen auch berechtigt fordern. die anderen, die diese aufnehmen, haben alles zu dulden und zu zahlen, weil politische EU-Entscheidung das so will. Das kann auf Dauer nicht gutgehen.

    Die Lehre von der Sünde, von der Umkehr und von der Buße scheint in den Kirchen keinen großen Wert mehr darzustellen. Der Kirche reicht es aus, dass Gott hinter 1 Sünder herläuft und die 99 Schafe sich selbst überlässt. Aber die Kirche vergisst einen wichtigen, ja den wichtigsten Punkt. Dieses eine Schaf muss den Willen haben, umzukehren, sonst kann Gott noch so viel laufen, machen und tun, wenn es sich in freier Entsheidung nicht umdreht und auch nur einen Schritt auf Gott zumacht, wird Gott es nicht erreichen können..

    Wer nicht mit Ecken und Kanten überzeugter Christ ist, gerät in Gefahr von diesen Kräften überrollt zu werden und dann bestimmen andere die Regularien des Friedens. Der Islam spricht auch vom Frieden und er hat sogar in sich recht. Der Frieden des Islam ist aber ein Frieden, der nach den Dogmen des Islam gestaltet ist, nämlich alle Nichtmuslime im Dhimmistatus zu halten. Der Islam diktiert den Freiden anderen auf. Wenn diese sich an die Regularien halten, gibt es keinen Krieg, auch wenn die Regularien ungerecht sind.

    Der Islam trifft hier auf Kirchen, die die Fahne Jesu mehr und mehr eingezogen und eingerollt haben. Er trifft hier auf Christen, die dem menschlichen Frieden auf Kosten eines falschen JEsusbildes den Vorzug geben, um sich hier im Leben gemütlich einrichten zu können. Jesus hatte keinen Platz, auf dem er sein Haupt legen konnte. Christen müssen immer wachsam sein und die Christen, die sich auf den leichten und bequemen Weg machen, werden bitter enttäuscht. Oft genug begnügen sich Menschen mit einem Pseudofrieden, oft genug ist dieser Frieden eine Lüge, eine Seifenblase, wie sie die Christen in islamischen Ländern erleben, hautnah und brutal erleben.

    Der Verfasser hat recht, wenn er die Angst als einen schlechten Ratgeber für politische Entscheidungsschnellschüsse (Energiewende) zulässt. Aber dieser Schnellschuss war in bestem politischen „German-Angst“-Klima von allen akzeptiert, weil der Zeitgeist die Atomenergie hier inDeutschland verteufelt hatte. Während hier alle AKWs abgestellt werden, baut Frankreich an der Grenze zu Deutschland förmlich rosenkranzmäßig eine AKW-Perle nach der anderen auf. Wenn die südwestlichen Winde wehen, ist Deutschland nach einem französischem Super-Gau das erste Land, welches die Atomwolken mitbekommt. Frieden vor lauter Angst. Na, wenn das keine gute Grundlage für politische Meinungsbildung ist.

    Hinter der Begrifflichkeit des Friedens stecken sinut immer mehrere Variations- und Begrifflichkeitsmöglichkeiten. Es kommt also auch hier immer auf die Sichtweise an.

    • Diese Wolkenkuckucksheimmultikultiwirhabenunsalleliebideologen bringen ihre Schäfchen in einen fatalen Zustand der Verteidigungslosigkeit. Wer alle lieb hat, hat auch den Feind lieb und wird leider überrollt. Das ist Realität.

      Tja, heute allein das Vorhandensein eines Verteidigungs-status, also die Notwendigkeit, sich zu verteidigen, weil man attackiert wird, festzustellen, ist wahrscheinlich (Frau Professorin Strube wirds uns schon einbläuen) gaaaaaaaaaaaaanz rechts. Ja, irgendwie „Nazi“. Dass derweil Christen in Nigeria abgeschlachtet werden, weil sie Christen sind, in Nordkorea die Vernichtungslager auf Gläubige warten und christliche Frauen auf den Straßen Pakistans zum Freiwild werden, ist dabei natürlich Nebensache. Hauptsache, wir wehren uns nicht mehr, dann sind wir auch nicht in der Gefahr „rechts“ zu sein. Halleluja und dumdideldei. Ich frage mich immer: war Christus so ein Weichei, dass er diese „Nachfolger“ verdient hat, die er hierzulande bekommt ? Ich denke, nicht. Der Christus, von dem ich in der Bibel lese, der hatte Autorität (ist doch egal, dass er sie vom Vater hatte, sie war halt da) und hat, wenn es nötig war, auf den Putz gehauen. Nicht nur im Tempel hat er sich die Geldwechsler knackig vorgenommen, sondern sogar eine Naturgewalt wie den Sturm hat er „bedroht“ und ihm seinen Willen aufgezwungen. Sollen seine Schafe also ganz ohne Schutz sein und sich in „himmlische Gefilde“ Flüchten vor lauter „andere-Wange-Hinhalten“ ? Darüber sollten wir diskutieren, denn schon bald könnte es dafür zu spät sein, weil die Kirchen und die Öffentlichkeit sowieso jede Diskussion über den gemeindlichen, geistlichen und physischen Selbsterhalt abwürgen werden.
      Lassen Sie uns doch mal übers „Überleben“ reden…

  2. Nachzutragen bleibt dann nur noch: Frieden nur solange, wie er von uns bezahlt werden kann. Ein solcher Frieden ist ein Mafiafrieden, die Alimentationszahlung sind dann letztlich nur Schutzgeldzahlungen. Das ist Realität.

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