Indien: die antichristliche Gewalt muss enden…

In diversen, indischen Bundesstaaten nehmen die Gewalttaten gegen christliche Gläubige immer mehr zu, die Art und Weise der Gewalt wandelt sich dabei z. T. erheblich. Mittlerweile sind auch Bundesstaaten davon betroffen, in denen es keine „Anti-Konversionsgesetze“ gibt, die von den Angreifern zumeist als Vorwand für die Störung von Gottesdiensten und noch Schlimmerem verwendet wurden.

Karte von Indien

Indien

Nun berichten katholische Quellen vermehrt von Überfällen im notorisch gefährlichen Staat Orissa (neuerdings auch oftmals als „Odisha“ bezeichnet). U. a. berichtet der bekanntermaßen gut informierte „fidesdienst“ darüber. In einem dort gerade erschienenen Artikel spricht auch der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Bischof Thomas Thiruthalil CM von Balasore, über die Verhältnisse vor Ort und ruft die staatlichen Behörden zum Schutz der Christen auf:

„Ein weiteres Mal werden Christen in Orissa Opfer von Gewalt. Oft handelt es sich bei den Tätern um radikale Hindus, die Christen feindselig gegenüber stehen. Wir als katholische Kirche bitten die Regierung deshalb um mehr Garantien für die Sicherheit und den Schutz christlicher Bürger“

Im Umkehrschluss bedeuten diese Aussagen, dass „die Regierung“ eben wenig bis gar nichts unternimmt, um den Tätern antichristlicher Gewaltakte Einhalt zu gebieten. Oftmals, so haben die Berichte der letzten Jahre ergeben, scheinen die lokalen Polizei- und Justizbehörden gar mit den von radikalen Hindu-Gruppen angeführten Banden zu sympathisieren und zusammenzuarbeiten. Ein Zustand, der zutiefst besorgniserregend ist.

Die letzten und besonders ekelerregenden Fälle von Gewalt gegen Christen werden in dem Beitrag folgendermaßen geschildert:

In der Diözese Cuttack-Bhubaneswar wurde eine 28jährige aus Kandhamal stammende Ordensschwester verschleppt und vergewaltigt. Die Ordensfrau wurde von ihren Entführern vom 5. bis 11. Juli festgehalten und misshandelt. Die Ordensschwester studierte an der Universität in Channai (Tamil Nadu) und war nach Orissa zurückgekehrt, weil ihre Mutter schwer krank war. Der Bischof von Cuttack Bhubanswar verurteilte die Tat und forderte Gerechtigkeit angesichts dieser „demütigenden Gewalt“.

Unterdessen erhält die Ordensfrau von der Diözese rechtlichen und psychologischen Beistand.
Ein 45jähriger protestantische Pastor und Arzt von der „Blessing Youth Mission“ wurde am 14. Juli in einem Fluss in der Nähe von Jeypore (Orissa) tot aufgefunden. Er wurde seit dem 11. Juli vermisst. Nach ersten Ermittlungen könnte das Motorrad, auf dem der Pastor unterwegs war, von einer Flutwelle in den Fluss gerissen worden sein, während er eine Brücke überquerte. Doch die Polizei schließt auch einen Mord nicht aus. Der Pastor lebte mit seiner Familie in Bohopal. Er hinterlässt seine Ehefrau und zwei Töchter im Alter von 7 und 15 Jahren.

Bischof Thomas Thiruthalil betont in diesem Zusammenhang, wie angreifbar und wehrlos Christen oftmals sind, die als Gläubige bekannt oder sichtlich erkennbar sind. Ebenso betonte er gegenüber dem „fidesdienst“, dass sich die katholische Kirche sehr um konstruktive Gespräche mit allen sozialen Gruppen in den entsprechenden Regionen bemühe. Vor allem hinduistische Kreise würden zum Dialog eingeladen, um deutlich zu machen, dass sich Christen Frieden und Harmonie wünschen.

Im Bundesstaat Orissa (Odisha) war es schon in der Vergangenheit, zuletzt 2008, zu massiven Gewaltausbrüchen gegen mehrheitlich von Christen bewohnte Dörfer und Ortschaften gekommen. Vertreibungen, Tötungen und Vergewaltigungen inklusive. Bis heute sollen noch mehrere Tausend Christen, die damals ihre Heimat verloren, noch immer kein eigenes Dach über dem Kopf haben, wie „open doors“ noch im März 2013 verlauten ließ. Auch die juristische Aufarbeitung der Verantwortung für diese Verfolgungswelle schleppt sich dahin.

(Quelle: „fidesdienst“ vom 17. Juli 2013)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s