Indien: Pastorenversammlung brutal überfallen

Über die wachsende Christenfeindlichkeit Indiens haben wir hier schon öfter berichtet. (Siehe Rubrik „Indien“) Es ist also sicher allen regelmäßigen Lesern bekannt, dass es in mindestens fünf indischen Bundesstaaten eine gültige „Anti-Zwangskonversions“-Gesetzgebung gibt. Diese soll das überfallartige, Zwangskonvertieren von Hindus zu anderen Religionen verhindern.

Karte von Indien

Indien

Religiös-nationalistische Hindus gehen nämlich davon aus, dass jeder Inder Hindu per Geburt ist und nur unter dem Einsatz zweifelhafter Mittel dazu „gewzungen“ werden könne, diesen „natürlichen“ Status aufzugeben. Auch wird diese Konversion per se als eine Art „Kultur- und Landesverrat“ betrachtet. Zwangskonversionen kommen logischerweise im Christentum heutzutage eher selten vor (wobei ich nicht für vorige Jahrhunderte sprechen will, wo Imperialismus und christliche Zwangsbekehrungen möglicherweise unheilige Allianzen eingegangen sind). Im Gegensatz zum Islam, wo das „Bekehre dich, oder wir legen erst dein Haus in Schutt und Asche, vergewaltigen dann deine Frau, töten deine Kinder und dann dich“ sozusagen zum „Guten Ton“ vieler Terror-Gruppen gehört (Al-Shabaab in Ostafrika, Boko-Haram in Nigeria etc.), gehen christliche Evangelisten eher den sanften Weg. Schon, weil es Jesus uns nahelegt. Wer heutzutage Christ werden möchte, tut dies weltweit zumeist, weil er oder sie es sich im Innersten so wünschen, weil er oder sie den Ruf des Erlösers in die Nachfolge vernommen hat und ihm freiwillig und aus ganzem Herzen folgen will. Oftmals kostet diese Entscheidung die eigene Reputation, den Familienanschluss, den Job oder das Leben.

Dies alles vorausgeschickt, gilt es nun vom Überfall fanatischer Hindu-Nationalisten auf ein Pastorentreffen im indischen Bundesstaat Andhra Pradesch zu berichten, der am 04. Juni 2013 stattgefunden hat. Einmal monatlich treffen sich Pastoren unterschiedlicher Denominationen zu einem Gedankenaustausch und gemeinsamem Gebet in Thukkugudu, Hyderabad. Auch an besagtem Tag hatten sich ca. 20 Geistliche versammelt, als ein mit Knüppeln und Stahlrohren bewaffneter Mob ihr Treffen auseinandersprengte und die Gottesmänner niederzuprügeln begann. Unter lautstarkem Gebrüll, diese Geistlichen würden „Zwangskonversionen“ durchführen, was in Andhra Pradesch NICHT einmal illegal wäre weil es dort kein dementsprechendes Gesetz gibt, wurden die Christen verletzt. Ein 73-jähriger Pastor, der nur unter seinem Namen als „Pastor Krupiah“ bekannt ist, wurde so schwer am Kopf verletzt, dass er zu den sieben Pastoren gehört, die nach dem Überfall ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Vier davon können mit Fug und Recht als „schwerverletzt“ eingeschätzt werden.

Dass der Brutalo-Hindu-Mob auch diverse persönliche Gegenstände der Pastoren wie smartphones und Fotokameras entweder zerstörte oder gleich ganz einsackte, sei in diesem Zusammenhang nur am Rande erwähnt. Einige Pastoren, die den Hass nationalistischer Hindu-Kreise aus ihren Heimatgemeinden kennen, hatten in weiser Voraussicht bereits ihre Motorrad-Helme mitgebracht, da entsprechende Mobs gerne auf den Kopf zielen mit ihren Knüppeln. Wie bekannt wurde, sollen aber selbst diese Helme unter der Einwirkung von Stahlrohren z. T. zerbrochen sein.

Wie üblich wurde eine Anzeige bei der zuständigen Polizeiwache erhoben, aber wie ebenfalls üblich, ist es bis jetzt zu keinerlei Festnahmen gekommen, obwohl der Name des Anführers des Überfalles bekannt ist. Hier zeigt sich zum wiederholten Male die unheilvolle Verstrickung der indischen Sicherheitsorgane mit den Tätern und Hintermännern dieser antichristlichen Gewalttaten, welche diese Überfälle verstärkt und möglich macht.

(Quelle: „morningstar news“ vom 26. Juni 2013)

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