Open doors startet Petition für Syrien !

Lange habe ich hier im Blog nichts mehr zu Syrien veröffentlicht. Was hätte man auch schreiben können, das sich nicht wie eine Wiederholung vorangegangener Artikel gelesen hätte ? Schauen Sie sich ruhig die älteren Beiträge zu Syrien an. Meine darin geäußerten Ansichten, die Zusammenhänge und vor allem die darin geschilderten Vorgänge haben letztlich keine Änderung erfahren.

Syrien

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In den letzten Monaten hat sich nichts grundlegend Neues in Syrien getan, außer, dass der Ruf unserer uninformierten Politiker im „Westen“ und der ebenso schlecht recherchierenden Medien nach Militärhilfen für die „Freie Syrische Armee“, wie sich die Aufständischen auch gerne titulieren lassen, immer lauter wird. Die USA und das ein oder andere, europäische Land haben auch mittlerweile einiges an Geld in die Hand genommen, um diesem Ruf zu folgen. Deutschland ziert sich nocht etwas, ganz direkt Waffen zu verkaufen, aber sonstige Hilfen im Vorfeld werden auch von unserer Regierung den Rebellen gerne gewährt. Interessant wird dieser Kontext aber vor allem dadurch, dass schon seit Anbeginn der Anti-Assad-Rebellion bekannt war, dass aus Katar und Saudi-Arabien einiges an Cash für die Aufständischen geflossen ist. Damit wurden vor allem Waffen und islamische „Jihadisten“-Söldner finanziert, die nun als Terrorbanden in weiten Teilen Syriens der Zivilbevölkerung das Leben zur Hölle machen. Wozu da noch von den „Ungläubigen“ Geld abgezockt werden soll, ist also unklar. Vielleicht ist auch der Petrodollar nicht mehr so reichlich im Flusse, wie es die Jihadisten gerne hätten, wer weiss.

Davon abgesehen hat sich auch an der Lage der christlichen Minderheit in Syrien nichts zum Positiven verändert. Sie ist noch immer das willkommene Opfer der aufständischen Truppen. Zwei Bischöfe wurden unlängst entführt, mehrheitlich von Christen bewohnte Dörfer gezielt verwüstet, Geistliche bedrängt und körperlich misshandelt. Alles, wie seit Beginn der Auseinandersetzungen bekannt. Mutter Agnes-Mariam de la Croix oder Schwester Hatune haben zur Genüge Zeugnis über die Greuel und die Verzweiflung der Gläubigen im Lande abgelegt. Nun hat sich die christliche Hilfsorganisation „open doors“ der Sache angenommen. Mit einer internationalen Petition soll vor allem an das Schicksal der Christengemeinden erinnert werden, die zu den ältesten der Menschheit gehören. Auch das bereits anschwellende Flüchtlingselend der Christen soll nicht in Vergessenheit geraten. Deshalb fordert open doors, die Existenz der christlichen Gemeinschaften zu sichern und ALLEN Syrern den Zugang zu humanitärer Hilfe zu sichern. Die Details zu diesem Anliegen können hier:

http://www.opendoors.de/aktiv-werden/petitionen_page/syrien_petition/

eingesehen werden. Von dieser Stelle aus möchte ich das Anliegen von open doors ausdrücklich unterstützen, wenn ich auch zugebe, dass ich derzeit für eine Umsetzung der „guten Wünsche“ (letztlich sind die Forderungen der Petition nichts anderes) keine realistische, faktische Basis erkennen kann. Aber, wie mir mein erster Pastor beibrachte: „Bei Gott sind alle Dinge möglich.“ Also vertrauen wir mal wieder auf einen Höheren, in dessen Hand unser Schicksal ohnehin liegt.

Wie das „Medienmagazin PRO“ schreibt:

Die Petition ist online noch bis zum 10. November zu unterzeichnen und soll anschließend jeweils den Landesregierungen, der Europäischen Union und den Vereinten Nationen übergeben werden. Die Situation der Christen in Syrien sei in den Medien kaum präsent, begründet Open Doors die Aktion. Ihnen drohe in dem Kriegsland eine Massenvertreibung.

In diesem Sinne also viel Glück mit dieser Petition ! Es ist nie falsch, auf diese Dinge hinzuweisen und Gedächtnis und Gewissen der Öffentlichkeit aufzufrischen.

(Quelle: „Medienmagazin PRO“ vom 13. Juni 2013)

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2 Gedanken zu “Open doors startet Petition für Syrien !

  1. Werter Blogbetreiber!
    Recht herzlichen Dank für den Hinweis. Habe schon mitgemacht. Selbstverständlich ist diese Petition ein hilfloser Versuch, an den Zuständen in Syrien etwas zu ändern. Aber jede noch so kleine Mithilfe ist m. E. wichtig. Vielleicht schicken wir beim Versenden dieser Petition ein intensives Stoßgebet um Frieden in Syrien mit.

    So wie eine e-mail in Sekundenschnelle seinen Empfänger findet, so findet ein ehrliches Gebet auch den Adressaten, nämlich Gott selbst. Je mehr diese Petition, mag sie auch nach menschlichem Ermessen wenig oder nichts bewirken, so bewirkt doch das sie begleitendes Stoßgebet aus tiefstem Herzen mehr als wir zu denken glauben. Verbinden wir beides. Denn, wer die Hoffnung aufgibt, hat schon verloren.

    • Mir bedeuten Aktionen wie diese Petition vor allem soviel, dass sie an wichtige Anliegen erinnern und Menschen, das „Mitmachen“, das sich Beteiligen einfach machen. Insofern kann man seinen Freunden und Bekannten in den Gemeinden von einer solchen Aktion erzählen und ihnen vielleicht noch etwas mehr Informationen über Syrien zum Nachdenken mitgeben. Andererseits kann man mit dem permanenten Hinweis auf Menschenrechtsaktionen auch Menschen auf den Nerv gehen und die dauern herumlaufende „Unterschriftenliste“ stößt auch viele, „abgezockte“ Gemeindemitglieder schon wieder ab. Wait and see…

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