Vietnam: Christ in Haft tot aufgefunden….Selbstmord ?

Vietnam verschärft bereits seit Jahren sein Vorgehen gegen alle christlichen Kirchen im Lande. Im Rahmen einer immer rigider werdenden, Re-Nationalisierungspolitik sollen „fremde Einflüsse“ bekämpft werden. Die katholische Kirche ist dabei ebenso davon betroffen, wie diverse evangelische Freikirchen.

Vietnam

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Man kennt dieses Verhalten auch aus anderen Ländern, die nicht allzuweit entfernt sind wie Sri Lanka und Indien. Christentum wird staatlicherseits zum „westlichen“, dekadenten und „die Einheit der Nation zersetzenden“ Einfluss deklariert und dementsprechend politisch, juristisch und mit Gewalt bekämpft. Ein weiteres Beispiel für diesen Trend kommt nun aus Vietnam. In diesem südostasiatischen Land sind die Hmong eine ethnische Minderheit, die seit dem Ende des Vietnamkonfliktes vom Regime recht verachtungsvoll behandelt wird, da ihnen eine Kooperation mit den „bösen Amerikanern“ unterstellt wurde. Einige Hmong-Familien hatten auch tatsächlich Anteil an der Bekämpfung der Pathet Lao in Laos. Teile der Hmong sind bereits seit Jahrhunderten christianisiert, was sie in den verschiedenen Ländern, in denen es Hmong-Minderheiten gibt (Laos, Vietnam, Thailand, z. T. China), immer wieder zu Zielen von Repressionen macht.

In der vietnamesischen Dak Nong – Provinz besteht die staatlich registrierte, evangelische Bui-Tre-Kirchengemeinde, die überwiegend von Angehörigen der Hmong gebildet wird. Einer ihrer Ältesten war Hoang Van Ngai. Er war als aufrechter und anständiger Christ bekannt, der die Interessen seiner Gemeinde auch unter Druck zu wahren verstand. So wird ihm nachgesagt, dass er sich z. Bsp. beharrlich weigerte, bei Behördengängen die üblichen Bestechungsgelder an die Beamten zu bezahlen. Auch korrupten Verwaltungsangestellten seiner Region war er wegen seiner aufrechten Art immer ein Dorn im Auge. Am 15. März 2013 wurde er zusammen mit seinem Bruder Hoang Van Pa verhaftet. Warum ist unklar. In jedem Falle war er am 18. März 2013 tot und sein Ableben trat in Polizeigewahrsam ein, was natürlich verdächtig erscheint.

Medien berichten, es gäbe Fotos, auf denen Hoang Van Ngais von Schlägen und Elektroschocks gemarterter Körper zu erkennen sei. Ebenso wird Hoang Van Pa, sein Bruder, zitiert, der aus der Nachbarzelle während der Inhaftierung eindeutige, akustische Anzeichen von Folter gehört haben will, bevor er selbst wieder entlassen wurde. In jedem Falle wurde der Familie das Ableben Hoang Van Ngais am 18. März 2013 mitgeteilt. Auf Veranlassung der Familie wurde auch eine Ermittlung eingeleitet, die Mitte Mai 2013 mit der Erklärung endete, Hoang Van Ngai habe sich selbst „durch Elektroschock“ getötet. Hmmmmm, „Selbstmord im Polizeigewahrsam“….aus wievielen Diktaturen kennen wir solche absurden Geschichten, die Polizeiwillkür kaschieren sollen ? Richtig, aus ALLEN ! Internationale Beobachter und christliche Menschenrechtler vermuten in jedem Falle, dass hier ein „Unbequemer“ auf die in kommunistischen Ländern übliche Art und Weise mundtot gemacht wurde.

(Quelle: „christian solidarity worldwide“ vom 11. Juni 2013)

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