Nigeria: Regierung verbietet „Boko Haram“

Es gibt noch Zeichen der Hoffnung in unserer sich mit wachsender Geschwindigkeit verfinsternden Welt. Nein, ich rede hier nicht vom Offensichtlichen: dem Kreuz, diesem ultimativen Symbol der Hoffnung auf Überwindung von Tod, Fleischlichkeit und Sünde. Ich spreche von konkreteren, kleineren, manchmal übersehenen Signalen, die dem Klarsichtigen anzeigen, dass vielleicht noch nicht sämtlicher „Hopfen und Malz“ verloren ist auf diesem Planeten.

Karte von Nigeria.

Nigeria

Zu diesen (auch von mir einige Tage lang, bitte verzeihen Sie also die Verspätung, Liebe Leser) übersehenen Nachrichten gehört die Meldung, dass sich die nigerianische Regierung in der vergangenen Woche nun dazu durchgerungen hat, die islamische Terrorgruppe „Gruppe  zur Propagierung der Lehren des Propheten und des Dschihad“ (Ehemals „Boko Haram“) zu verbieten. Es ist erstaunlich und ebenso vielsagend, dass diese Nachricht den deutschen Massenmedien praktisch „durch die Maschen schlüpfte“, da ich sie trotz ausgiebigem Studium der TV-Nachrichten und einiger online-Auftritte diverser Medien gerade erst entdeckt habe. Wie auch immer: wir wissen es, die Christen, die das Thema der Verfolgung ihrer Geschwister „auf dem Schirm“ haben und ganz sicher die Leser dieses Blogs kennen die Taten der „Ex-Boko-Haram“ sehr genau.

Diese Terrorgruppe orchestriert in einer Mischung aus Drohungen, Presse-Meldungen, Bombenattacken auf Regierungsgebäude und Kirchen, Überfällen auf christliche Einrichtungen und mehrheitlich von Christen bewohnte Ortschaften ein Inferno des Wahnsinns, um den Norden und das Zentrum des Landes „unregierbar“ zu machen. Aus diesem de-facto-Status der Anarchie heraus, den sie selbst herbeiführen, wollen sie dann den Allahs-Staat samt striktester Anwendung von Scharia etc. aufrichten. Schon mal den Begriff „selbsterfüllende Prophezeiung“ gehört ? Nun, ja, die „Ex-Boko-Haram“ will dafür sorgen, dass ihre Prophezeiung einer islamischen Herrschaft zunächst in den zwölf nördlichen Bundesstaaten Nigerias und später auch im Rest des Landes wahr wird. Dabei ist es gar nicht mehr so weit zu gehen: die betreffenden Bundesstaaten Nigerias haben bereits zwischen 1999 und 2000 die Scharia als Grundlage der Rechtssprechung und der Verwaltung eingeführt. Witzigerweise, wie wikipedia schreibt, unter Hinweis auf die „Religionsfreiheit“, die in Nigerias Verfassung festgeschrieben ist. Unterdrückung wird also im Namen und und unter Zuhilfenahme der „Freiheit“ durchgesetzt. Eine nicht ganz unbekannte und in der Weltgeschichte sich scheinbar immer wiederholende Entwicklung.

Eine Islamisierung Nigerias hätte natürlich, da Nigeria zu den bevölkerungsreichsten Ländern des Kontinents gehört, eine gewaltige Signalwirkung auf die Nachbarstaaten und weit darüber hinaus. Darauf setzen die Kreise, die diese Terrogruppe unterstützen, finanzieren und mit Waffen (und gerüchteweise auch Söldnern) versorgen. Die derzeitige, nigerianische Regierung unter dem vor wenigen Jahren wiedergewählten Präsidenten Goodluck Johnathan sah sich angesichts der im wahrsten Sinne des Wortes „explodierenden“ Gewaltwelle der Terroristen nun vor einem Dilemma. Die Verwaltungen und Sicherheitsbehörden galten und gelten (speziell im islamischen Norden Nigerias) als nicht sehr effektiv im Abwehrkampf gegen den Terror, da sie von Sympathisanten der „Ex-Boko-Haram“ durchsetzt sind. Andererseits kann sich eine Regierung, die auf sich hält und nun einmal auch Aufgaben im Bereich der Sicherheit für alle Bürger erfüllen muss, nicht einfach zurücklehnen und zuschauen, wie diese Banden von wahnsinnigen Allahs-Kriegern das Land verwüsten.

Da kam man auf die übliche Idee, die sich demokratische, „westlich“ orientierte Länder öfter mal auf die Fahnen pinseln, wenn sie von einem ebenso gewaltbereiten wie entschlossenen und völlig irrationalen Feind (da gibts diverse Terrorismen, die man nennen könnte) attackiert werden: sie wollten, heimlich still und leise in diesem Falle, in Gespräche mit der Ex-Boko-Haram eintreten. Man wollte niederschwellig und ganz ergebnisoffen einmal ausloten, worauf es die Terroristen wirklich abgesehen haben und ihnen dann irgendetwas anbieten, wenn sie mal ein paar Wochen mit dem Bomben, Kehlenaufschlitzen, Erschießen und Kirchenabfackeln aufhören würden. Dürfen es vielleicht ein paar Gefangene sein, die der Polizei oder den Joint Task Forces seit 2009 ins Netz gegangen waren ? Oder wie wäre es mit etwas mehr Islamunterricht in den Schulen (klingt irgendwie vertraut, woher kenne ich das denn nur…?) oder dem Verbot von Schweinefarmen ? Man bot so einiges, die Terroristen reagierten, wie man es als erfahrener Beobachter erwarten konnte: mit noch mehr Bomben und Kehlenaufschlitzen und …. , da sie wie instinktgebundene Tiere, die Angst der nigerianischen Behörden, die sie an den Verhandlungstisch gebracht hatte, sozusagen „riechen“ konnten.

Nun scheint es offensichtlich der Regierung Nigerias zu reichen. Eine rote Linie scheint überschritten worden zu sein, hinter der so etwas wie die wiedergewonnene Selbstachtung des nigerianischen Staates und ein Rest von Rückgrat darauf gewartet hatten, wiederentdeckt zu werden. In jedem Falle hat Nigeria die „Gruppe  zur Propagierung der Lehren des Propheten und des Dschihad“ (Ehemals „Boko Haram“) nun offiziell für illegal erklärt. Übrigens unter anerkennendem Beifall der „christian alliance of Nigeria“ (CAN), einem Dachverband mehrerer, christlicher Konfessionen und Denominationen. Die Mitgliedschaft bei der Terrorgruppe der Ex-Boko-Haram soll, so vermeldete es u. a. das christliche Medienmagazin „PRO“, einen Überführten ab sofort 20 Jahre Haft kosten. Mal sehen, wohin das führt, aber es ist in jedem Falle ein Signal, dass Nigeria mit der „weichen Welle“ wohl nicht weiterkam.

Ein kleines, interessantes Detail sei hier nur am Rande erwähnt: die US-Regierung des Barrack Hussein Obama in Form des State Departments weigert sich bis heute „mit Zähnen und Klauen“ dagegen, die „Ex-Boko-Haram“, als Terrorgruppe zu klassifizieren. Diese Einschätzung hätte dann nämlich direkte Konsequenzen für die Beobachtung dieser Terroristen durch US-Nachrichtendienste, die Unterstützung der nigerianischen Regierung bei ihrer Abwehr etc. Es gibt bestimmte Protokolle, die in Kraft träten, wenn die USA diesen Konflikt als nahenden Bürgerkrieg und nicht nur als „ethnisch und wirtschaftlich bedingte Spannungen“ einstufen würden. Insofern scheint die Regierung des westafrikanischen Landes vor Ort, nicht ganz unverwartet, da in Washington D.C. noch keine Kirchen brennen (nur in Boston ein paar Kochtöpfe auf offener Straße „überkochen“…), bereits weiter zu sein, als das State Department der USA.

(Quellen: „Medienmagazin PRO“ und „persecution.org“  beide vom 06. Juni 2013)

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8 Gedanken zu “Nigeria: Regierung verbietet „Boko Haram“

  1. Toller Artikel! Tolle Sichtweise! Tolle Formulierung!

    Ja, das Verbot von Terrormonstergruppen wie Boko Haram ist ein Schritt in die richtige Richtung, und das in einem islamischen Land, an der ein Christ, nämlich Goodluck, an der Spitze steht.

    Wie eiern unsere westlichen Politiker im Umgang mit Terrororganisationen herum? Mit Menschen, die sich entmenschlichten Zielen unterworfen haben, können keine sinnvollen Gespräche geführt werden. Wer sich auf solche Spielchen einlässt, bekommt die Übernahme von Ländern durch Terroristen, wie wir gerade im sog. „Arabischen Frühling“ so eindrucksvoll vorgelebt bekommen. Und seitdem Jedermann weiß, welche Kräfte in Syrien aktiv sind, die darüberhinaus auch noch von rosaroten Wolkenkuckucksheimen träumenden Sozialromantikerpolitikern mit Waffen versorgt werden, kann mit bestem Recht davon sprechen, dass unsere rückgratlosen Politiker von allen guten Geistern verlassen sind und einfach nur noch – wenn es nicht so ernst wäre – dem öffentlichen Gelächter preisgegeben werden müssten.

    Nichts gelernt aus Iran, in dem der Schah, das Beste, was diesem Land passieren konnte, verjagt wurde von Linksidioten und Islamirregeleiteteten, um den größten Terroristen, Ayatollah Khomeini an die Macht hieven zu können. Schluss mit Links im Islam. Mina Ahadi kann davon ein Lied singen. Nichts gelernt aus dem Irakkrieg des Bush, der das Land jetzt in einen innerislamischen Konfliktherd, Kollateralschäden für Christen mit eingeplant, unregierbar gemacht zu einem Weltsicherheitsrisiko erster Klasse hat werden lassen.

    Klar, Gespräche führen wollen mit Taliban, mit Hisbollah, mit Hamas, mit der Fatah, alles Verbrechergruppen, die keinen Juden in ihrem Terrain beherbergen würden, spricht Bände über den Zustand der westlichen Politiker. Aber hier einen auf Kampf gegen Rechts machen. Selbst das NPD-Verbot bekommen sie nicht auf die Reihe, wovon ich auch dringend abraten würde, denn in dieser Gruppierung lassen sich die wirklich Rechtsradikalen sammeln und unter Beobachtung stellen. Aber Israel gleichzeitig an den Pranger stellen, wenn es sich konsequent gegen eben solche Boko.Haram-Mentalität der Vernichtung Israels wehrt, zu Recht wehrt.

    Jesus hat uns ein Beispiel gegeben, wie man mit Dämonen umgeht. Man treibt sie aus. Spricht man mit ihnen, um ein Ziel oder einen Kompromiss zu erreichen, erkennt man letztlich die Ziele ihres Denkens und Tuns an, macht sie hoffähig und macht sich zutiefst mitschuldig an jedem einzelnen Terroranschlag, den sie ausführen, an jedem einzelnen menschenrechtsverletzenden Gesetz, welches sie erlassen. Im Umgang mit ihnen gibt es nur einen richtigen Weg! Stopp!! Halt! Bis hierher und nicht weiter!!!!!

    Das aber schaffen unsere PC-trunkenen, identitätslosen, genderverseuchten, sich der Gleichmacherei ohne Not devot unterwerfenden Politversager nicht. Sie lassen sich lieber von Geld, von Klimawandel, vom Euro, von Macht, von der Wirtschaft, von der Börse, das alles natürlich als alternativlos erklärend, lenken, als von Menschenrechtsstandards, von gesundem Menschenverstand, der grundiert ist in der sinnstiftenden christlich-abendländischen Kultur, vom Bekenntnis der Freiheit und Toleranz aus der Situation der Stärke heraus und gibt somit den eigenen Kontinent der islamisierung, der Dekadenz und der Perversion preis.

    • „Mit Menschen, die sich entmenschlichten Zielen unterworfen haben, können keine sinnvollen Gespräche geführt werden. Wer sich auf solche Spielchen einlässt, bekommt die Übernahme von Ländern durch Terroristen, wie wir gerade im sog. “Arabischen Frühling” so eindrucksvoll vorgelebt bekommen.“
      „Jesus hat uns ein Beispiel gegeben, wie man mit Dämonen umgeht. Man treibt sie aus. Spricht man mit ihnen, um ein Ziel oder einen Kompromiss zu erreichen, erkennt man letztlich die Ziele ihres Denkens und Tuns an, macht sie hoffähig und macht sich zutiefst mitschuldig an jedem einzelnen Terroranschlag, den sie ausführen, an jedem einzelnen menschenrechtsverletzenden Gesetz, welches sie erlassen. Im Umgang mit ihnen gibt es nur einen richtigen Weg! Stopp!! Halt! Bis hierher und nicht weiter!!!!!“

      Genau da liegt unser gesellschaftliches Problem heute. Der moderne Werterelativismus hat unser Knochenmark so leergesaugt, dass wir tatsächlich glauben, es gäbe gar kein „Richtig und Falsch“, kein „Gut und Böse“, kein „Schwarz oder Weiss“ mehr. Wenn ich nur in Teilzielen zu denken gewohnt bin und mein Leben am „Erreichen von Etappenzielen“ messe, dann kommt so eine Politik dabei heraus, wo man sich Zeit zu erkaufen sucht. Zeit, die man mit faulen Kompromissen den Terroristen abringt, damit sie zunächst mal woanders bomben. Ist wie die „Fütterung der Krokodile“, (diese Formulierung tut natürlich den unschuldigen Krokodilen unrecht, die eben nur so leben und fressen, wie Gott es für sie vorgesehen hat…) denn man wirft ihnen irgendwelche Zugeständnisse zum Fraße vor, damit man selbst als letzter gefressen wird. Ein Obama wirft Nordafrika und den Nahen Osten dem salafistischen, Islamischen Krokodil vor, damit Amerika noch ein paar Jahre so tun kann, als ob es noch immer das „land of the free“ wäre, während seine eigene Regierung daran arbeitet, dass dieser „freedom“ immer mehr eingeschränkt und abgeschafft wird.
      Hätten wir noch ein Knochenmark, oder meinetwegen ein Rückgrat, dann würden wir wie ein ganzer Kerl, der Jesus eben auch war (und nicht nur der weichgespülte Öko-Hippie, den uns die EKD verkaufen will) uns den Dämonen stellen und ihnen unsere Werte kompromisslos entgegenstellen. Wer dann mitmachen will, ist herzlich eingeladen, wer nicht, der darf den „Arabischen Frühling“ gerne aus nächster Nähe, ohne Rückkehrrecht, betrachten gehen. Aber, „rote Linien“ zu ziehen, dazu ist die deutsche Politik nicht mehr in der Lage, wie wir ja auch in der Euro-Frage sehen. Da darf man uns wieder in den „Zustand grenzenloser Erpressbarkeit“ zurückversetzen, in dem die Bundesrepublik schon seit ihrer Gründung vor sich hin dümpelt. Dass gerade jetzt in Griechenland deutsche Kreditzusagen wieder als „Reparationen“ für Schäden des Zweiten Weltkrieges angesehen werden, spricht in dieser Hinsicht Bände, während die deutschen Politiker in Talkshows oder anderweitig jeden derartigen Zusammenhang leugnen. Aber das ist eine ganz andere Geschichte…

  2. Werden auch die Katholiken und Evangelische Kirche endlich wach?

    http://www.kath.net/news/41616

    10 Juni 2013, 11:00
    Islamischer Terrorismus: Kommt der ‚Heilige Krieg‘ nach Deutschland?

    Berlin/London (kath.net/idea) Der islamische Extremismus gewinnt immer mehr Anhänger in Europa. Dadurch wächst die Bedrohung durch Terroranschläge. Zunehmend rüsten sich Muslime aus dem Westen zum sogenannten „Heiligen Krieg“. Einige lassen sich in Afrika oder dem Nahen Osten ausbilden, andere kämpfen im syrischen Bürgerkrieg. Geheimdienste warnen davor, dass sie zurückkehren, um in Europa Anschläge zu begehen. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) geht davon aus, dass mindestens 50 Muslime aus Deutschland in Syrien kämpfen. Sie seien eine „tickende Zeitbombe“, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Denn sie lernten dort ein tödliches Handwerk. Wenn sie zurückkehrten, könnten sie ihren Hass in die Tat umsetzen

    Bis zu 600 Europäer kämpfen in Syrien

    Nach Angaben des Internationalen Zentrums für das Studium der Radikalisierung (London) sind bis zu 600 muslimische Extremisten aus Großbritannien, Österreich, Spanien, den Benelux-Staaten und Deutschland in Syrien aktiv. Europäer machten fast zehn Prozent der ausländischen Kämpfer aus. Gleichzeitig verstärkt das Terrornetzwerk El Kaida seine englischsprachige Propaganda im Internet, um Kämpfer zu gewinnen. Ihre Online-Publikation „Inspire“ (Erwecken) enthalte Instruktionen für Terroranschläge, berichtet die Londoner Zeitung „The Times“. Besonders nach dem blutigen Anschlag auf den Marathon in Boston (US-Bundesstaat Massachusetts) am 15. April und der bestialischen Ermordung des britischen Soldaten Lee Rigby (Foto) am 22. Mai in London warnen christliche Islam-Experten vor einer Verharmlosung und Unterschätzung des Gewaltpotentials in extremen Formen des Islam.

    Radikale Prediger in Berliner Moscheen

    Den deutschen Sicherheitsbehörden bereitet der Salafismus zunehmend Sorgen. Diese radikal-islamische Strömung, die einen Gottesstaat anstrebt, hatte nach Angaben des Verfassungsschutzes im Jahr 2012 etwa 4.500 Anhänger, 700 mehr als im Vorjahr. Allein in Berlin gibt es nach Erkenntnissen des dortigen Verfassungsschutzes rund 400 Salafisten; etwa jeder zweite wird als gewaltbereit eingestuft. Innensenator Frank Henkel (CDU) und Verfassungsschutzchef Bernd Palenda gehen von einer anhaltenden Bedrohung aus. Besonders in zwei Moscheen der Hauptstadt – der Al-Sahaba-Moschee in Wedding und der Al-Nur-Moschee in Neukölln – werben radikale Prediger in Islamseminaren um Anhänger. Auffällig ist die Zunahme der Reisen muslimischer Extremisten in den Nahen Osten oder nach Afrika. Vermutet wird, dass sie dort Kontakte zu El Kaida knüpfen. Henkel befürchtet, dass sie eines Tages den „Heiligen Krieg“ nach Deutschland tragen.

    Islam-Experte: Politik unterschätzt Gewaltpotential

    Der Direktor des christlichen Hilfswerks Barnabas Fund, Patrick Sookhdeo (Pewsey/Südwestengland), warnt davor, das Gewaltpotential im Islam zu unterschätzen. Er wirft dem britischen Premierminister David Cameron vor, „entweder doppelzüngig oder unkundig“ zu sein. Nach dem Anschlag auf den Militärmusiker Rigby, den zwei zum Islam übergetretene Engländer auf offener Straße unter dem Schlachtruf „Allah ist groß“ begangen hatten, hatte Cameron erklärt, nichts im Islam könne „diese entsetzliche Tat rechtfertigen“. Sookhdeo hält das für falsch. Er wirft dem konservativen Politiker und seiner Regierung vor, nicht bereit zu sein, „die ideologische Basis für Gewalttaten im Islam zu verstehen oder einzusehen“. Die britische und die US-amerikanische Außenpolitik stelle sich blind gegenüber der Motivation islamischer Extremisten etwa im syrischen Bürgerkrieg. Auch werde die Gefahr der Terrorgruppe Boko Haram (Alles Westliche ist Sünde) in Nigeria heruntergespielt. Diese habe sich ausdrücklich dazu bekannt, Christen und andere Andersgläubige aufs Blut zu bekämpfen. Man müsse endlich zur Kenntnis nehmen, dass es tatsächlich eine Strömung im Islam gebe, die Gewalt rechtfertige oder sogar glorifiziere, so Sookhdeo.

    Solche Artikel haben wir aus kirchlichen Kreisen in dieser Deutlichkeit vor wenigen Jahren noch nicht lesen können.

    • Ja, „kath.net“ hat oft sehr gute Beiträge, gerade auch die Artikel, die als Kommentare daherkommen. Ich bin oft und gerne auf dieser Seite, auch wenn mir etwas zu oft auf die „bösen Protestanten“ eingedroschen wird. Ist ein bischen wie diese „Schalke-Dortmund“ – Rivalität, scheint mir. Tiefgehend, aber nicht essentiell. 🙂

      „Nach dem Anschlag auf den Militärmusiker Rigby, den zwei zum Islam übergetretene Engländer auf offener Straße unter dem Schlachtruf „Allah ist groß“ begangen hatten, hatte Cameron erklärt, nichts im Islam könne „diese entsetzliche Tat rechtfertigen“. Sookhdeo hält das für falsch. Er wirft dem konservativen Politiker und seiner Regierung vor, nicht bereit zu sein, „die ideologische Basis für Gewalttaten im Islam zu verstehen oder einzusehen“. Die britische und die US-amerikanische Außenpolitik stelle sich blind gegenüber der Motivation islamischer Extremisten etwa im syrischen Bürgerkrieg. Auch werde die Gefahr der Terrorgruppe Boko Haram (Alles Westliche ist Sünde) in Nigeria heruntergespielt. Diese habe sich ausdrücklich dazu bekannt, Christen und andere Andersgläubige aufs Blut zu bekämpfen. Man müsse endlich zur Kenntnis nehmen, dass es tatsächlich eine Strömung im Islam gebe, die Gewalt rechtfertige oder sogar glorifiziere, so Sookhdeo.“

      Tja, kein Wunder, dass der „Barnabas Fund“, zu dem Sookhdeo gehört, schon seit Jahren von angeblich „neutralen“ und in Wahrheit linken Menschenrechtsgruppen als „rechtsaußen“ und „christlich-fundamentalistisch“ eingestuft wird, übrigens ebenso wie Teile von „Christian Solidarity International“. Aber das nur am Rande. Wie sagt doch die (jüdische !) Anti-Scharia-Aktivistin Pamela Geller aus den USA immer so treffend: „Truth is the new hate speech. / Die Wahrheit ist jetzt zur neuen Hassrede gemacht worden.“ Wer für die Wahrheit einsteht, muss nicht nur, wie in früheren Zeiten auch, mit Gegenwind und Unverständnis rechnen, sondern es geht wieder in Richtung der Inquisitionstribunale, die heute in den Medien, in Vorstandssitzungen von Vereinen, in Ausschlussverfahren bei Parteien o. ä. installiert werden. Wer mit Fakten um das „bessere Argument“ ringen will, der hat heute schon verloren, denn in unserer Popularitätsgesellschaft werden Standpunkte nur noch nach ihrer „Sozialverträglichkeit“, nach potentiellen Ansätzen für „gesellschaftlichen Unfrieden“ etc. durchleuchtet und deren Vertreter dann entsprechend angeprangert und ausgegrenzt. Das „richtig“ und „falsch“ oder „plausibel“ und „nicht nachvollziehbar“ spielen schon lange keine Rolle mehr. Das haben wir schon vor Jahrzehnten abgeschafft, als wir damit begannen, alle Werte, auf denen unsere Gesellschaft aufbaut, zu „dekonstruieren“.
      Da kann dann schon mal der Hinweis auf die Christenverfolgung oder die sozialen Milieus und die Kulturen, in denen diese heranwächst, zu „hate speech“ werden, wenn sich die Ertappten lautstark und gewaltbereit zu Worte melden. Wir leben mittlerweile in einem Irrenhaus, in dem die Patienten die Machtübernahme anstreben. Und wir lassen sie gewähren…

  3. Ab Donnerstag wird Mosy Madugba, Leiter von Ministers Prayer Network International zu einer Konferenz in Berlin sein. Kontakt ist mglich ber Pastor Bismarck Mpieri von der Jesus Miracle Harvest Church in der Koloniestrae. Ich war zwei Mal zu groen Gebetskonferenzen mit mehr als 5.500 Hauptamtlichen da. Wir wurden auch von Boko Haram-Leuten berfallen. Er kann euch sicher einiges erzhlen, was es in unseren Medien nicht gibt…

    • Vielen Dank für diesen Tip ! Auf solche Hinweise, die mehr oder minder „informell“ ausgetauscht werden, sind wir immer angewiesen, um Nachrichten aus „erster Hand“ zu erhalten. Leider schaffe ich es heute nicht mehr, meinen „Schedule“ umzustellen, aber den Kontakt zur Jesus Miracle Harvest Church werde ich anstreben ! Noch einmal Danke und Gottes Segen !

  4. Danke für die ausführichen Kommentare zu den Kommentaren.
    Aber nicht nur Franziskus war dieser Meinung, sondern schon Johannes Paul, wie ich jetzt in der Welt las,
    http://www.welt.de/politik/ausland/article116992561/Armenier-Aeusserung-des-Papstes-empoert-die-Tuerkei.html
    Der armenisch-orthodoxe Bischof Sebuh Tschuldijan sagte der türkischen Tageszeitung „Hürriyet“, der Papst habe eine „historische Wahrheit“ ausgesprochen. Er forderte: „Die Türkei muss sich der Realität stellen.“
    Dort heißt es u. a.:

    Bei seinem Armenien-Besuch im Jahr 2001 hatte Papst Johannes Paul II. (1978-2005) gemeinsam mit dem armenischen Katholikos Karekin II. erklärt: „Die Ermordung von eineinhalb Millionen armenischen Christen ist das, was generell als der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts bezeichnet wird, und die spätere Vernichtung von Tausenden von Menschenleben unter dem ehemaligen totalitären Regime sind Tragödien, die in der Erinnerung der heutigen Generation noch immer lebendig sind.“

    Wusste ich noch nicht. Naja, immerhin etwas. Scheint wohl durchgängige Ansicht des Vatikan zu sein. Da kann die Türkei zetern, was das Zeug hält. Aber werden daran nichts ändern. Vertreter des Islam und andere totalitäre Regime neigen vehement dazu, eigene Schuld zu relativieren oder wie in diesem Fall schlicht und einfach zu negieren. Von Schuldkult hält der Islam ohnehin nicht sehr viel.

    Es stimmt, unsere Kirchen hier in Deutschland sind m. E. Parteikirchen, die sich der PC angepasst haben, wie der werte Blogbetreiber so treffend ausdrückte „… denn in unserer Popularitätsgesellschaft werden Standpunkte nur noch nach ihrer “Sozialverträglichkeit”, nach potentiellen Ansätzen für “gesellschaftlichen Unfrieden” etc. durchleuchtet und deren Vertreter dann entsprechend angeprangert und ausgegrenzt…“ und christliches Profil nur noch selten aufblitzen lassen. Wer christliche Fundamentalwerte wie z. B. den unumstößlich Grundsatz, dass Muslime und Christen eben nicht und solange der Islam seine ungläubigenverachtenden Verse nicht unwiderruflich auf den Müllhauften der Verkündigungsgeschichte legt, denselben Gott anbeten, aufweicht, der begibt sich auch theologisch in eine Sackgasse, aus der es kein Entrinnen mehr gibt.

    • Scheint wohl durchgängige Ansicht des Vatikan zu sein. Da kann die Türkei zetern, was das Zeug hält.

      Danke für diesen Hinweis. Dass Johannes Paul II. und auch Benedikt XVI. mehr wussten, als sie öffentlich machten, war uns ja allen bekannt. Ist aber ein wirklich sehr interessanter Hinweis, der die Kontinuität der Betrachtung der Auslöschung der Armenier durch die „Jungtürken“ und ihre Sympathisanten und Handlanger darstellt. Diese Kontinuität des Vatikans ist nicht schlecht.

      Wer christliche Fundamentalwerte wie z. B. den unumstößlich Grundsatz, dass Muslime und Christen eben nicht und solange der Islam seine ungläubigenverachtenden Verse nicht unwiderruflich auf den Müllhauften der Verkündigungsgeschichte legt, denselben Gott anbeten, aufweicht, der begibt sich auch theologisch in eine Sackgasse, aus der es kein Entrinnen mehr gibt.

      Nur wer wird diese Aufweicher an ihre Fehler erinnern, wer wird sie gemahnen, einen anderen Weg einzuschlagen, eine Umkehr einzuleiten ? Üblicherweise würde ich sagen, das ist u. a. der Job des Heiligen Geistes, aber da diese Theologen ja den HG wegdisputieren, ihn in Predigten und Andachten nicht mehr erwähnen, ihm keinen Raum geben und nicht zuhören, kann man das nicht mehr erwarten. Und auf Menschen hören sie ja nicht mehr, denn diese, die eine andere Ansicht vertreten, als die vollkommene Auflösung jeglicher, dem Christentum eigenen Charakteristika, sind ja dann „rückwärtsgewandt“, „fundamentalistisch“ und „rechtsextrem“. Mit solchen will man als Kirchenmensch ja nichts zu tun haben. So schotten sie sich gegen jede Art der Einsicht ab und führen ihre Schäfchen dem Abgrund entgegen. Ich freue mich immer mal wieder, im Internet oder anderswo zu lesen, dass es dem ein oder anderen Mitglied der staatlich alimentierten Kirchensteuer-Empfängerkirchen inzwischen reicht und er oder sie austreten. Wenn sie es doch nur mit einem gewissen, publikumswirksamen „Trara“ tun würden, statt heimlich-still-und-leise. Ein sachliches, aber freundlich gehaltenes Briefchen an die Gemeinde, mit Kopie an die Diözese o. ä. , ein freundliches Gespräch mit Freunden aus der Ex-Gemeinde oder eine kleine „Austrittsfeier“ könnten vielleicht ein wichtiger Same sein, den man ausstreut. Man wird sicher viele Freunde verlieren, wenn man aufrichtig ist, aber wenn auch nur ein einziger Bekannter oder Verwandter nachdenklich wird und den Kurs dieser Pseudokirchen anzuzweifeln beginnt, dann hat man schon etwas erreicht. Ging mir genauso, als ich anfing, mir meine Gedanken nicht mehr vom Pastor vorgeben zu lassen.

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