Indien: Christ hingeschlachtet … von Schamane (updated)

Ich gebe es zu: immer wenn ich denke, ich hätte all Abgründe des Christenhasses und der Gewalt gegen Gläubige gesehen, dann bekomme ich eine Nachricht zu lesen, die mir die Sprache verschlägt und mich an der Gott-Ebenbildlichkeit des Menschen zweifeln lässt.

Karte von Indien

Indien

Ich werde es ganz kurz machen und versuchen, mich an die Fakten zu halten, die ich einem Beitrag von „asia news“ entnommen habe. Der 35-jährige Christ Tapas Bin wurde unlängst im Auftrage seines Schwiegervaters von einem Schamanen ermordet. Im Ort Teliamura im Nordosten des Landes habe sich diese Tragödie zugetragen, schildern übereinstimmend indische und internationale Medien. Tapas Bin habe sich demnach geweigert, auf Drängen seines Schwiegervaters seinen christlichen Glauben abzulegen und sich zu dem Naturkult zu bekennen, dem er selbst angehört. Tapas Bin hatte vor drei Jahren die Tochter von Gobinda Jamatiya geehelicht. Das Paar hat einen Sohn.

Gobinda Jamatiya soll permanenten Druck auf seinen Schwiegersohn ausgeübt haben, seinem eigenen Kult beizutreten. Einen Druck, dem sich Tapas Bin verweigerte, bis der offensichtlich erboste Schwiegervater seinen widerspenstigen Schwiegersohn in einem Ritualmord hinrichten und seinen Leichnam in einem Flüsschen verrotten ließ. Der Täter, ein Schamane mit Namen Krishnapada, sei mittlerweile gefasst, heisst es. Er habe außerdem ein Geständnis abgelegt, in dem er die Details der Tat offenlegte. Sein Auftraggeber, Gobinda Jamatiya, soll bislang noch nicht im Gewahrsam sein. Vermutlich befindet er sich auf der Flucht. Tapas Frau Jentuly bangt derweil um ihr Leben und das ihres Sohnes, da sie befürchtet, ihr Vater trachte auch ihnen nach dem Leben.

(Quelle: „asia news“ vom 03. Juni 2013)

Wie „morningstar news“ nun berichtet, soll die Polizei mittlerweile andere Hintergründe für den Mord an Tapas Bin ausgemacht haben wollen. Nachdem sie zuerst ganz eindeutig den religiös motivierten Tathintergrund unterstrich und verlautbarte, will sich nun ein Ermittler nicht mehr mit dieser These anfreunden sondern redet etwas verschwommen von „sozialen Motiven“, die wohl auf der wirtschaftlichen Situation des Christen basieren sollen. Mit anderen Worten: Da seine Tochter einen „armen“ Mann geheiratet hat, hat sie die Familie enttäuscht, weshalb dieser Mann dann getötet wurde. Ob diese, meiner persönlichen Ansicht nach noch absurdere These, dann wieder einer genauen Prüfung standhalten würde, sei dahingestellt. Aber, wer weiss schon, was in den Köpfen von Mördern und ihren Auftraggebern so vorgeht…

(Quelle: „morningstar news“ vom 07. Juni 2013)

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Ein Gedanke zu “Indien: Christ hingeschlachtet … von Schamane (updated)

  1. Der Inhalt des Artikels wundert mich letztlich nicht. Jesus hat uns schon im NT des Öfteren mit den Folgen seiner Nachfolge vertraut gemacht. Ihr werdet „um meines Namens willen“ verfolgt werden. Die Begriffe wie „Christen“, „Christentum“ sind halt der namentliche Ausweis für die Nachfolger Christi, also Jesu selbst- Wir tragen seinen Namen durch die Taufe (deutet vielleicht auch schon in die Richtung Abbild Gottes). Die Christenverfolgung ist eben nicht nur Sache von Römern, Islamanhängern, Hinduisten, Buddhisten und anderen, sie betrifft nach Jesu Wort halt auch Angehörige von Naturreligionen.

    Der Eingangssatz, den der werte Blogbetreiber zur Einführung dieses Artikels bekundet hat, ist da schon ein paar ernsthafte GEdanken wert, wenn er schreibt: Ich gebe es zu: immer wenn ich denke, ich hätte all Abgründe des Christenhasses und der Gewalt gegen Gläubige gesehen, dann bekomme ich eine Nachricht zu lesen, die mir die Sprache verschlägt und mich an der Gott-Ebenbildlichkeit des Menschen zweifeln lässt.

    „… die mir die Sprache verschlägt und mich an der Gott-Ebenbildlichkeit des Menschen zweifeln lässt.“

    Ja, diese Problem kennen alle, die mit diesem brutalen und grausamen Geschehen zu tun haben oder sich auch nur Gedanken darüber machen. Wir dürfen aber dabei nicht vergessen, dass nicht nur Christen Verfolgung erlitten haben, sondern auch Juden (auch durch Christen) seit Anbeginn (KZ), selbst auch Zigeuner, Homosexuelle, Kommunisten, Sozialisten, Intellekturelle, Ukrainer, ja auch Muslime meistens niedergestreckt durch Muslime der anderen Konfession.

    Der Satz und der Zweifel an der Gott-Ebenbildlichkeit des Menschen bleibt. Aber wir müssen auch da einen Blick in die Bibel werfen, sozusagen auch hinter die Kulissen. Genesis: Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. UND ER SEGNETE IHN (praktisch die Einhauchung der Menschenwürde, auch wenn er das Paradies hat verlassen müssen) Und zu welchem Zeitpunkt schuf er ihn also? Er schuf den Menschen zunächst als paradiesisches Wesen, welches noch in völliger harmonischer paradiesischer Einheit mit seiner Umwelt, halt im Paradies, lebte. Die Ursprungsexistenz des Menschen war m. E. eine mehr lichtdurchflutete Existenz, die noch ungleich mehr dem „Abbild“ Gottes entsprach. Erst durch die Verfehlung im Paradies wurde der Mensch nicht nur mit den Gegebenheiten des Alltagslebens auf Erden, sondern auch mit der Erkenntnis von Schuld und Sünde belastet. Dieses Leben brachte dann Neid und Missgunst, halt den Menschen, den wir kennen. Der Mensch verfinsterte sich selbst durch Schuld. Der erst Mord der Menschheit geschah unter Brüdern. Waren Adam und Eva noch im Paradiese gedanklich verhaftet, so waren es ihre Kinder schon nicht mehr.

    Nebenbei: Was noch auffällt ist in der Genesis welches ich für einen faszinierenden Abschnitt der Bibel halte: Gott hat uns offensichtlich als Vegetarier erschaffen, denn er gab uns, den Menschen und den Tieren Pflanzen zur Nahrung. Erst später an anderer Stelle erlaubte er Tiere zu verspeisen. Wenn wir mal ins Tierreich blicken, gelten Pflanzenfresser als gemeinhin friedlicher, weil da kein Blut fließt, Fleischfresser bilden dann die im Grunde die blutige Fresskette, die es im Paradies noch nicht gab, wo Bär und Lamm sich ohne Fressabsichten nähern konnten.

    Ja, Gott hat den Menschen (des Paradieses) ursprünglich als sein Abbild erschaffen. Dann kamen nach der Erkenntnis (ein faszinierendes Bild vom Baum der Erkenntnis, welches wohl die Ursache von Gut und Böse darstellt), also nach dem Paradiesfall halt die Menschen „guten Willens“, eine schon sehr schwammig darherkommende Spezies Mensch darstellen. Die Menschen „guten Willens“ sind Menschen, die zu der (freiwilligen) Erkenntnis gekommen sind, dass es sich lohnt, in Liebe Gott und seinen Geboten nachzufolgen. Das zu erreichen, ist jedenfalls nicht immer leicht.
    Der direkte nachparadiesische Mensch kam noch mit 10 Geboten aus, die von Jahrzehnt zu Jahrzehnt verfeinert, angesichts der brutalen Entwicklung des Menschen durch die Lebensumstände (Im Schweiße Deines Angesichts sollst Du Dein Brot essen) in ganze Gesetzbücher mündeten, so auch im Levitikus der Bibel.

    Kurzes Fazit: Der Mensch, den wir heute kennen, ist zwar noch ein Abbild Gottes, weil seine unsterbliche Seele die Nähe zu Gott schaffen kann, (aber nicht muss) aber kein paradiesisches Abbild Gottes mehr im Sinne der Genesis. Der nachparadiesische Mensch ist verdunkelt, gebrochen und „angezählt“ und kann nur durch Gnade Gottes ein Mensch des „guten Willens“, werden, sofern er diesen, sich um Erkenntnis bemühend, in sich aufkeimen lässt.

    Es liegt am einzelnen Menschen, ob er wieder in die Nähe des ursprünglichen Abbildes Gottes will, indem er sich Gott und dem Nächsten in Liebe zu Jedermann (eben Christentum) auch unter schwierigen Bedingungen (Feindsliebe) zuwendet. Dieser Keim des Abbildes Gottes liegt vielleicht verborgen und zugeschüttet in jedem Menschen. Er ist von seinem Gott weiter entfernt, wenn er entweder dessen Existenz leugnet, seine Gebote als überflüssig ansieht und nicht danach handelt oder sich einem falschen Gott (Geld, Ideologien und anderen vom Gott der Liebe wegführenden falschen Wegen) zuwendet, der ihm die Berechtigung gibt, den jeweils „ungläubigen“ Fremden in die Mangel zu nehmen, bis hin zu seiner Ermordung.

    Selbstverständlich ist dieser Eingangssatz berechtigt, erinnert er doch immer wieder an die Theodizeefrage: Warum lässt Gott das Böse zu?

    Ein m. E. falscher Frageansatz, weil Gott der Bibel, d. h. unser Gott das Böse nicht erschaffen hat. Gott hat Engel und Paradiesmenschen erschaffen. Engel wie Luzifer meinten durch Stolz größer sein zu müssen als der Schöpfer selbst und schafft so den Höllenzustand. Der Mensch meinte, auf andere Stimmen hören zu müssen, als auf Gottes Stimme und auf nur ein einziges Gebot, nicht vom Baum der Erkenntnis zu essen. Der Unterschied ist, dass Luzifer aus eigenem Antrieb sich gegen Gott gestellt hat, der Mensch jedoch von außen (eben von Luzifer) „verführt“ worden ist, ein Leichtes im Paradies von einem Abbild Gottes. Da reicht es aus Zweifel zu säen. Darum ist m. E. der Mensch auch nicht von vornherein so richtig höllenverflucht worden, sondern Gott hat in seiner Liebe jedem Menschen eine Chance gegeben, sein Leben auf ihn auszurichten.

    Dies zu berichten ist im Religionsverständnis zutiefst wichtig wie wir am Beispiel des Gottes des Islam erkennen können. Dieser hat eben nicht nur Engel und Menschen, sondern auch von vornherein Böses, nämlich Satane DSchinnen, erschaffen. Das heißt im Klartext: Gott des Islam trägt selbst Böses in sich. Wer Böses aktiv schafft von vornherein, ist der König des Bösen. Darum muss der Islam böse Wege (also Unrecht rechtfertigen, um in den islamischen Himmel gelangen zu können) gehen, um zu Gott zu finden. Wenn Muslime „Allah u akbar“ rufen, rufen sie Gott ist größer. Ja, Gott im islamischen Verständnis heißt dies Gott ist größer (in allem, sowohl im Guten als auch im Bösen, da er ja die Hölle selbst erschaffen hat, die bösen Engel selbst erschaffen hat). Darum hat das völlig untershciedliche Gottebild eine so starke Wirkung auf das Glaubensleben des einzelnen Gläubigen.

    Der Gott der Bibel erschafft nur Gutes, nur Vollkommenes in Liebe. Liebe jedoch lässt Freiheit, so dass er seine Geschöpfe nicht an die Kette legt, sondern ihnen Freiheit lässt. Gefangene Liebe ist keine Liebe. Darum können wir sagen, dass unser Gott ein Gott der vollkommenen Liebe ist. Jesus hat uns dies mit seiner Lehre, einem Leben und Sterben und seiner Auferstehung zur Erkenntnis gebracht. Luzifer war erst neidstolzig, d. h. er konnte nicht ertragen, dass er erschaffen worden ist und nicht selbst Schöpfer war, war er doch der erste Engel am Platz, der Lichtträger. Darum ist Stolz auch der Urgrund aller nachfolgenden Sünden.

    Warum lässt dieser vollkommene Gott das Böse zu? Ich höre nach Katastrophen und Unglücken unsere Prediger und Priester auf der Kanzel diese Frage als anklagenden Ruf gegen Gott stellen, letztlich: welch ein Schwachsinn. Eine Fragefloskel, um die anwesenden Gläubigen noch immer Gott die Schuld in die Schuhe zu schieben? Als ob Gott sich von uns entfernt hätte. Ich gehe soweit, dass ich behaupte, dass diese Frage eine Beleidigung Gottes darstellt, weil sich seine Geschöpfe einfach nicht nach ihm gerichtet haben in welcher Form auch immer. sie haben sich in völliger Freiheit von IHM abgewandt. Das Ignorieren Gottes selbst wie auch seiner Gebote gebären eben Unheil und Böses, welches in diesem Blog so intensiv, sachlich und fundiert angeprangert wird. Aber auch die Naturkatastrophen, Krankheiten gab es im Paradies wohl nicht. Der Mensch hat sich wohl selbst in diese Situation gebracht. Die Geburt des Menschen ist von vornherein hier auf Erden auf irdischen Tod angelegt. Somit ist es möglich, dass ein Kind kurz nach der Geburt stirbt, ist es möglich, dass die Mutter kurz nach der Geburt stirbt, ist es möglich, dass Kinder an Leukämie erkranken und sterben. Das sind dann natürlich Situationen, mit denen Mensch hoffnungslos überfordert ist. Warum tut der Mensch Böses? Ja, weil er sich von Gott und seinen Geboten entfernt hat. Warum passieren Vergewaltigungen? Weil der Täter von Gott keine Ahnung hat, weil er sich nicht an seine Gebote hält oder von Gott nichts weiß, sonst hätte der diese Tat nicht begangen. Aber letzlich ist es einfach nur die Ignoranz des Faktischen. Somit ist die Frage nach dem Zulassen Gottes von Leid eine höchst einfältige, ja sogar böswillige, zumal wir einen Gott anbeten, der sich nicht zu schade war, sich höchstselbst aus Solidarität mit seinen geliebten Geschöpfen in den Bereich des furchtbarsten Leidens, welches es auf Erden gibt, die Kreuzigung, sein irdisches Leben für uns auszuhauchen, nicht verabsäumend noch vergebend für seine Henker zu beten.

    Damit bekomt diese Frage im Grunde noch einen Blasphemiecharakter, der jede Vorstellung übersteigt, wenn wir wirklich glauben und und die Liebe Gottes nicht in Zweifel ziehen, egal, was uns passiert. Da müssen wir schon anders fragen: „Warum hat Gott uns so erschaffen, wie wir uns heute erleben? Und da schließt sich der Kreis. Er hat uns nicht so erschaffen, wie wir uns heute erleben, sondern als Paradiesmenschen, die seine Liebe nicht zu schätzen wussten, wie wir halt auch. Sehen wir die Genesis mal ein wenig von innen heraus an, dann wird vielleicht auch einiges klarer.

    Selbstverständlich ist es selbstverständlich, wenn wir in Notsituationen nach Gott rufen und zutiefst enttäuscht und wütend sind, ihn nicht entdecken zu können. Selbstverständlich kann diese Sichtweise nicht alle Fragen beantworten. Selbstverständlich ist Leid des Menschen immer eine Bewährungsprobe des Glaubens. Selbstverständlich tun sich im Leid des Menschen Abgründe auf, die den Glauben erschüttern können.

    Aber wir sollten zumindest in Zeiten, in denen wir persönlich noch kein Leid erleben müssen, bedenken, dass nichts von Ungefähr kommt, alles seine Gründe hat, auch das Leid, welches uns im Leben ständiger Begleiter sein wird, ob wir wollen oder nicht. Aber wir sollten an dieses Problem mit Vernunft herangehen und unseren Verstand einschalten, die Weisheit und die Erkenntnis, den RAt und die Wissenschaft, die Gottes(ehr)furcht und die Frömmigkeit als Gaben des Hl. Geistes nutzen und versuchen, so hinter die Kulissen religiösen Denkens und Lebens versuchen zu schauen. Es wird natürlich nur immer ein Versuch bleiben, weil wir die vollkommen Liebe Gottes offensichtlich nicht ertragen können, sie nicht einmal ansatzweise verstehen.

    Fangen wir an mit Gebet für die Verfolgten, mit Tun für die Unterdrückten, aber auch mit Gebet und Tun für das Leid der Nachbarschaft. Viel Erfolg dabei. Folgen wir Jesus als dem Garanten der Liebe.

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