Laos/Nordkorea: erstmalige Rückführung von Flüchtlingen in Kims Diktatur

Wie unlängst bekannt wurde, hat Laos erstmalig neun nordkoreanische Flüchtlinge in ihr Herkunftsland zurückgeschickt. Vermutlich in ihren Tod.

LAOS

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Zugegeben, dieser Bericht MUSS nicht unbedingt mit dem Thema des Blogs zu tun haben, in der Praxis ist es aber oftmals so, dass viele der Flüchtlinge, denen es unter höchster Gefahr für Leib und Leben gelingt, das „Paradies“ der Kims zu verlassen, eben auch Christen sind. Dies vorweg geschickt, lesen sich die Details der jüngsten Entwicklung so:

Laos war jahrelang eine Art „Zwischenstation“ für Flüchtlinge aus Nordkorea auf dem Weg in sichere Länder. Nordkorea, dessen Kim-Diktatur sich einen aufgeblähten Militärapparat hält, aber seine Bewohner nicht ernähren kann, verfolgt mit akribischem Hass alle, denen es gelingt, seine „idyllischen Gestade“ zu verlassen. Die Routen, auf denen es von Zeit zu Zeit Flüchtlingen gelingt, ins Ausland oder nach Südkorea zu fliehen, werden von Spionen und Kollaborateuren des Regimes überwacht und beobachtet. China steht seit einiger Zeit in der Kritik, weil „entdeckte“ Flüchtlinge aus Nordkorea wieder in die Fänge des mörderischen Regimes zurückgeschicht werden. Nun hat sich auch die sozialistische Diktatur in Laos dieser Haltung angeschlossen und damit begonnen, Nordkoreaner wieder in das Land der Arbeits- und Straflager zu übersenden. Welches Schicksal sie dort erwartet, kann sich jeder ausrechnen, der den organisierten Wahnsinn in Nordkorea beobachtet und analysiert hat. Eine Überstellung in eines der international berüchtigten Arbeitslager ist wahrscheinlich. Ihr Überleben dort ist fraglich.

Politisch betrachtet, signalisiert diese Entwicklung eine Annäherung zwischen Laos und Nordkorea. Nordkorea hat ein großes Interesse daran, seine weitgehende, politische Isolation zu lockern. Welches Interesse Laos an engeren Verbindungen mit Nordkorea hat, sei mal dahingestellt. Vielleicht geht es um Militärhilfen o. ä. In jedem Falle hat Südkorea, wie in ähnlichen Fällen üblich, die Regierung in Laos darum gebeten, die Flüchtlinge, von denen sie erfahren und die sie in Gewahrsam genommen hatte, an ihre Botschaft in Vientiane zu übergeben. Die laotischen Behörden übergaben die zuletzt aufgegriffenen Flüchtlinge aber stattdessen an Nordkorea. Menschenrechtsgruppen sprechen somit von einer „Barriere“ für Fluchtrouten, die Laos damit aufgebaut habe.

Schätzungen von ebendiesen Gruppen gehen davon aus, dass seit dem Ende des Korea-Krieges und der damit festgeschriebenen Teilung des Landes ca. 25.000 Menschen Nordkorea per Flucht verlassen haben. Die meisten von ihnen über Fluchtrouten nach China und weitere Übergangsstaaten wie Laos oder Thailand. Nun wird ebenfalls von Menschenrechtlern an China appelliert, nordkoreanische Flüchtlinge nicht mehr als illegale Einwanderer, sondern als Asylsuchende zu behandeln. Das wird wohl wenig Eindruck auf die Behörden in Peking machen, aber wir werden sehen, wie sich die Lage weiter entwickelt.

(Quelle: „persecution.org“ vom 02. Juni 2013)

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