Kommentar: Wie Christentum dargestellt wird…

Machen wir uns nichts vor, Liebe Leser, wir leben im Multimedia-Zeitalter. Soziale Netzwerke haben unsere Art, miteinander zu kommunizieren verändert, das Fernsehen findet über immer neue Verbreitungskanäle seinen Weg zum Zuschauer und diverse vernetzte Dienste sorgen für Interaktion von Adressaten und Absendern diverser Botschaften.

Kreuz mit Horizont.

das Kreuz

Ihnen, liebe Leser, mache ich an dieser Stelle außerdem ein offenes Geständnis: ja, ich mag TV-Serien. Krimis, Humor und Action schaue ich mir eigentlich gerne mal an. Gut geschriebene Drehbücher, spannende Handlungsbögen und talentierte Darsteller würdige ich gerne. Außerdem schätze ich die Arbeit der TV – Schaffenden sehr und versuche, mich beim Konsum diverser Serien ab und an zu entspannen. Bin halt ein Kind der TV-Generation. Wir sind eine Generation, die mit der ehemaligen „Flimmerkiste“ in jedem Haushalt aufgewachsen ist, so wie die Jugendlichen heute mit den smartphones, sozialen Netzwerken und dem Internet groß werden.

Aber, ich wage es kaum zu sagen: was da in den letzten Jahren an Dingen über das TV transportiert wird, fängt an, mich zu verstören. Nein, es ist nicht die Gewalt und der Hass, die sich vor allem durch scheinbar seriöse Nachrichten- und Talkshow-Formate ziehen. Es ist nicht die Politisierung auch des Sports und der Unterhaltung, die mich in letzter Zeit am Medium „Fernsehen“ zweifeln lassen. Das alles sind Phänomene, die man schon länger beobachten kann. Nachrichten z. Bsp. kommen kaum noch ohne „Schockbilder“ aus, die dem Zuschauer die Wichtigkeit und Bedeutung des berichteten Geschehens ins Gehirn „brennen“ sollen. Das ist nicht neu.

Aber seit einiger Zeit, ich könnte nicht mal genau sagen, seit wann, beobachte ich das Eindringen von antikirchlicher und auch gegen christliche Werte gerichteter Propaganda in die Unterhaltungsformate diverser Sender sowohl in den USA als auch hier in Deutschland. Dazu hatte ich bereits einmal einen Artikel verfasst und möchte heute etwas näher auf dieses Phänomen eingehen. Nachrichten-, Talkshow- und Magazinformate verzerren vor allem in unserem Lande ja schon seit längerem das Bild der Kirchen, das Bild vor allem von Freikirchen. Letzten Endes prägen solche Darstellungen, die oftmals von keinerlei Sachkenntnis, geschweige denn Empathie geprägt sind, das Bild, das sich die Öffentlichkeit vom Christentum als solchem macht. Ich persönlich erinnere mich noch daran, wie im Jahre 2006, nach einer evangelikal geprägten Großveranstaltung im Berliner Olympiastadien („calling all nations“) die ARD einen Beitrag sendete, in der die Veranstalter und alle Teilnehmer damit in die Nähe von Sekten und Rechtsradikalen gerückt wurden. Dabei entblödete sich sogar der damalige Sektenbeauftragte der EKBBO, Thomas Gandow, nicht, von „gefährlichen Tendenzen“ und „Sektierertum“ zu faseln, die in den Freikirchen zu erkennen seien. Sorry, liebe Landeskirche: biblisch betrachtet sind wohl eher Sie vom Wort Gottes abgerückt und in ein gefährliches Sektierertum verfallen. Ihre Homophilie, Ihr Anbiedern an einen vermeintlichen Zeitgeist (was, wenn der Zeitgeist sich mal ändern sollte ? Müssen Sie dann wieder die Fähnchen in eine neue Windrichtung halten ?), Ihre Vernachlässigung von Binnenmission und Ihre unklare Haltung zum Thema Abtreibung sind extrem verstörend und haben viele Gläubige irritiert und verwirrt.

Aber von meinem „Lieblingsthema“, der Verirrung der EKD mal abgesehen, bin ich mittlerweile daran gewohnt, dass vor allem die öffentlich-rechtlichen Medien so offensichtlich mit Gegnern des Christentum gespickt sind, dass bei Themen, die auch nur rudimentär das Christentum betreffen, kaum eine auch nur Objektivität vortäuschende, alle Seiten abdeckende Berichterstattung zu erwarten ist. Von dem, was ich über eine christliche Freundin aus den USA höre, sieht es dort nicht sehr viel besser aus, auch wenn die Medien dort überwiegend privat sind. Nun, ich selbst war bei „calling all nations“ zum Beispiel dabei und hatte einen großartigen Tag. Viel guter Input, viel Gebet, viel Lobpreis-Singen für Gott und extrem viel gute Gemeinschaft und Zusammengehörigkeitsgefühl haben, neben dem guten Wetter, diesen Tag in mein Gedächtnis gebrannt und mich im Glauben bestärkt. Auch die offen gezeigte Solidarität mit dem Volk Israel ist bei mir haften geblieben. Vielleicht ist das Letztere unseren Palästina-Apologeten auf diversen Ebenen von Medien und Großkirchen ein Dorn im Auge, wer weiss.

Doch wenn ich mir Unterhaltungsformate oder Sportübertragungen anschaue, möchte ich eigentlich von diesen bibelfeindlichen und antichristlichen Tendenzen verschont bleiben. Wenn ich mir die neueste Episode eines Humor- oder Krimi-Formates anschaue, möchte ich eigentlich nicht in meinem Glauben angegriffen und beleidigt werden. Das ganze „Toleranz“-Gelaber der Schlüsselspieler im Zeitgeist-Vertrieb unserer Tage sollte ja wohl auch für Christen gelten. Leider trifft das aber seit einiger Zeit immer weniger zu. Wenn im Krimi ein Pastor auftaucht, weiss man genau, dass in dessen Umfeld der Täter zu suchen ist, wahrscheinlich ist er es gar selbst. Wenn in einer Familien-Unterhaltungssendung christliche Werte erwähnt werden, stehen sie grundsätzlich einer „humanen“ und friedlichen Lösung persönlicher Konfliktsituationen im Wege. Evangelikale Christen sind selbst in diesem Kontext nur noch „Fundamentalisten“ und „religöse Fanatiker“, die oftmals obskure Rituale pflegen und dem Zeitgeist im Wege stehen. Nun stellen Sie sich mal meine Überraschung vor, als ich vor einigen Jahren erstmalig den Weg in eine Pfingstgemeinde fand (da war die Indoktrination noch nicht so weit in die TV-Unterhaltung vorgerückt, sonst wäre ich vielleicht nie dort hin gegangen !)  und dort auf ausgesprochen nette, sympathische, intelligente und pfiffige Leute jeden Alters traf, die sonntags von einem freundlichen, aber bestimmten Pastor einige gepfefferte Wahrheiten aus der Bibel um die Ohren gehauen bekamen. Die Darstellung in den Medien und die Wirklichkeit passten hier so gar nicht zueinander.

Erst in der letzten Woche habe ich in zwei US-Krimiserien, die auch hier in Deutschland eine gewisse Popularität geniessen, u. a. einen heuchlerischen, christlichen Streetworker-Prediger „bewundern“ dürfen, der sich als Zuhälter für Luxus-Kunden betätigt und ebenso durfte ich die Darstellung einer Pfingstgemeinde „geniessen“, wo obskure, seit Jahrzehnten bereits abgelegte Rituale noch als „Realität“ dargestellt wurden. Aus rechtlichen Gründen nenne ich hier nicht die Namen der Formate, ich will keine Klagen diverser Produktionsfirmen erhalten. Aber aufmerksame, christliche Zuschauer werden erkennen, was ich meine. Denn: machen wir uns nichts vor, über solche „indirekte“ Manipulation werden Vorurteile geprägt. Viel stärker als über Dokumentationen, die man nach einer Woche wieder vergessen hat. Familienserien, soap-operas, Krimis etc. prägen das Weltbild ihrer Konsumenten oft stärker, als viele andere Einflussfaktoren. Wenn unser „favorisierter“ TV-Arzt etwas sagt, dann bleibt das stärker hängen, als uns bewusst oder lieb sein mag. Wenn der „coole“ TV-Ermittler einen Bösewicht rügt, dann wollen wir natürlich mit dem „guten Cop“ solidarisch sein etc.

Und gerade jetzt bemerkt man vor allem in US-Formaten (deutsche Formate tun das schon länger, weshalb ich sie mir nicht mehr zumute) so etwas wie eine „Agenda“. Klassisch christliche, bibelorientierte Werte werden angegriffen, ihre Vertreter als „narrow-minded“ (engstirnig) dargestellt und abgetan. Eine Mutter hat Probleme mit der Homo-Ehe ihrer Tochter ? Welch ein Miststück, das ihrem Kind kein Glück gönnen mag ! Ein Vater kritisiert den promiskuitiven Lebensstil seines Sohnes ? Oh, Mann, wie gestrig und kleingeistig ! Ein Jugendlicher rutscht ins Drogenmilieu ab ? Ganz sicher hat ihn sein Pastor auf der Kirchenbank missbraucht.
Erkennen Sie das Schema wieder ? Nun gut, dann muss ich ja wirklich keine Namen bestimmter Serien und Produzenten mehr nennen.

Natürlich haben die Autoren solcher Drehbücher und die sonstigen Verantwortlichen keinerlei Sachkenntnis und wollen das auch meist nicht einmal vortäuschen. Die „narrow-minded-people“, die „bösen Christen“ zumeist, werden so holzschnittartig dargestellt, dass es dem Gläubigen von Zeit zu Zeit das Essen am falschen Ende aus dem Körper treiben möchte. Denn wir wissen: auch und gerade Autoren und Produzenten hochwertiger TV-Unterhaltung sind sehr wohl in der Lage präzise zu differenzieren und komplexe Charaktere zu schaffen. Sie wollen es aber nicht, sobald es sich dabei um „christliche Fundamentalisten“, um „bible-thumper“ (Bibel-Drücker, ein abwertendes Wort vor allem für Straßenevangelisten) etc. handelt. Das lässt Raum für Spekulationen darüber, warum das so ist.
Die einzigen „Christen“, die man im US-TV noch durchgehen lässt (ist hierzulande nicht anders) sind eben diejenigen, die sich dem Zeitgeist ergeben, die Homo-Ehen segnen, Verständnis für islamische Terroristen zeigen und grundsätzlich alle Einwanderer vor den „bösen“ Einwanderungsbehörden schützen. Die Bäume umarmen, ein Öko-Fahrzeug haben und ganz sicher nicht über Dinge wie den Heiligen Geist oder die Bergpredigt nachdenken oder gar in der Lage wären, einem ihrer TV-Kritiker mit Sachkenntnis und präzisem Anwenden der Bibel den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Wenn man also die Urteile und Vorurteile der fernsehenden Menschen beeinflussen möchte, geschieht dies besser durch die Hintertür der Unterhaltung und nicht über die „Aufklärung“ durch Magazine und Nachrichten. Wer jahrelang mit bestimmten, oftmals den biblischen Werten entgegengesetzten, Vorurteilen geimpft wird, dem fällt es natürlich leicht, bibeltreue Christen, Vielbeter und Bibel-Leser zu diffamieren. Ich selbst weiss, wovon ich rede, denn beinahe hätten solche Prägungen auch mich von Jesus und vom Glauben ferngehalten. Mein, seit Jahrzehnten durch manipulative Medien geprägtes, Weltbild musste erst durch die Begegnung mit echten Christen, mit der ausgestreckten Hand des Erlösers, dem Heiligen Geist und durch die Lektüre der Heiligen Schrift erschüttert werden, um neu aufgebaut werden zu können. Ich wünsche eine ähnliche Reise vielen, die heute noch unkritisch und mit fröhlicher Ignoranz der Masse hinterherlaufen, statt in die Herde des Guten Hirten zu kommen.

Für mich selbst bedeutet das bisher Gesagte, mich von vielen, liebgewonnen Sendungen, Formaten und gemütlichen Fernsehabenden zu verabschieden. Na, man kann ja auch bessere Dinge mit seiner Zeit anfangen. Nur muss man die Mechanismen der Kirchen- und Christenhasser, mit denen sie die Öffentlichkeit gegen uns aufbringen, eben kennen und verstehen, um nicht ständig von bestimmten Attacken auf den Glauben „kalt erwischt“ zu werden und sich nicht mehr wehren zu können. Wir stehen in einem geistlichen (Abwehr-) Kampf gegen den „Herrn dieser Welt“, das dürfen wir nicht vergessen. Vielleicht sollten wir mal wieder die „feste Burg“ des Dr. Luther singen, und uns diesen alten, aber immer mehr Relevanz erlangenden Text zu Gemüte führen, um unsere Herzen vorzubereiten auf die Dinge, die da kommen werden…

In diesem Sinne,
Gott segne Sie

Ihr

Martin Clemens Kurz

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