Nigeria: Mitarbeiter einer karitativen Organisation getötet…Christen

Bei einem Überfall durch die ehemals als „Boko Haram“ bekannte, islamische Terrorgruppe “Gruppe  zur Propagierung der Lehren des Propheten und des Dschihad” auf einen Ort im Bundesstaat Adamawa sind mindestens 14 Menschen getötet worden. Nicht zufällig handelt es sich dabei um Christen, zwei von ihnen arbeiteten für ein karitatives Werk, das mit Opfern von AIDS und deren Angehörigen arbeitet.

Karte von Nigeria.

Nigeria

Wie das Internetportal  „Morning Star News“ berichtet, seien am 07. April 2013 gegen 13:40 Uhr mehrere pick-up trucks mit vermummten Angehörigen der Terrorgruppe “Gruppe  zur Propagierung der Lehren des Propheten und des Dschihad” (Ex-”Boko Haram”) in den Ort Midlu Shalmi eingefahren. Dort hätten sie nach Augenzeugenberichten zunächst eine örtliche Kirche besetzt und von dort aus ihre Mord-Aktion begonnen. Mindestens 30 Terroristen hätten dabei gezielt Christen aus ihren Häusern geholt, sie bedroht, ihnen Fahrzeuge und andere Wertgegenstände geraubt und sie dann dazu aufgefordert, ihrem Glauben abzuschwören. Wer dies verweigerte, wurde auf der Stelle erschossen.

Auf diese Weise wurden u. a. auch zwei Jugendliche, Neffen und Mitarbeiter von Pastor Moses Thliza bei der Organisation „Christian Faithful fight AIDS in Nigeria“ (CFFAN), getötet. Ebenso wie dessen Cousin Bulus Buba, der sich vor einem ihm ins Gesicht gehaltenen Lauf dreimal weigerte, den christlichen Glauben zu verleugnen und daraufhin getötet wurde. Moses Thliza sagte gegenüber der Morning Star News, dass der Verlust nicht nur in seiner Familie, sondern auch in der Organisation CFFAN, die sich u. a. der Betreuung von AIDS-Waisen, AIDS-Hinterbliebenen und der AIDS – Prävention widmet, eine große Lücke hinterlässt. Die CFFAN ist in mehreren, nigerianischen Bundesstaaten karitativ tätig.

Die Terroristen versuchten dann, sich Zugang zum Haus des stellvertretenden Gouverneurs Bala James Nggillari zu verschaffen, töteten dabei zwei Wachleute und hielten einen dritten in ihrer Gewalt. Sie gelangten schließlich in die Residenz Nggillaris, aber der Regierungsvertreter war nicht zu Hause. Wegen dieses Vorfalls spielt die Zentralregierung diesen speziellen Fall auch herunter und spricht von einem „Anti-Regierungs-Überfall“. Betroffene wie Moses Thliza aber, sehen das anders. Denn auch eine christliche Totenwache wurde von den Terroristen der “Gruppe  zur Propagierung der Lehren des Propheten und des Dschihad” (Ex-”Boko Haram”) überfallen. Die Angehörigen einer kurze Zeit zuvor Verstorbenen hatten sich zum Trauern und zum Gebet für ihre Verwandte versammelt. Als den Terroristen bekannt wurde, dass in diesem Haus christliche Gebete gesprochen wurden, stürmten sie herein, feuerten mit automatischen Waffen um sich und töteten weitere acht Menschen.

Nach Angaben der Behörden habe es ingesamt mindestens vierzehn Tote bei dieser Attacke gegeben. Alle von ihnen waren Christen, wie Moses Thliza versichert. Noch während des Überfalls hatten verschiedene Bewohner von Midlu Shalmi, darunter auch einige christliche Geistliche, versucht, die Polizei oder andere Sicherheitsbehörden auf den Plan zu rufen. Bis zum Morgen des nächsten Tages liess sich aber kein Vertreter der staatlichen Ordnungsmacht in dem Ort sehen. Zu den Vertuschungen durch die Zentralregierung sagte Moses Thliza wörtlich:

Sie haben versucht, politische Motive in diesen Angriff hineinzulesen. Das ist aber nicht wahr, denn keines der Opfer war ein Politiker.

(Quelle: „Morning Star News“ vom 10. Mai 2013)

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