Nordkorea: Britische Ethno-Pop-Band schweigt nicht !

Allen, die schon etwas länger diesen Blog lesen und sich auch hier ihre Informationen über die laufende Christenverfolgung holen, kennen sicher noch den Namen der britisch-pakistanischen Ethno-Pop-Band „Ooberfuse“. Diese hat sich in so erfreulicher Weise an die Seite der verfolgten Christen gestellt und z. Bsp. auf das Schicksal von Asia Bibi hingewiesen.

Nordkorea

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Immer wieder veröffentlichen „Ooberfuse“ Lieder, um auf die Leiden von Christen hinzuweisen, die von Regimen und diskriminierenden Gesellschaften diffamiert, verfolgt und inhaftiert wurden. Bei Veranstaltungen, die von Menschenrechtsorganisationen abgehalten werden, sind sie ebenfalls gern gesehene Gäste. Anlässlich einer Kundgebung für die unschuldig im Gefängnis sitzende Pakistanerin Asia Noreen, genannt „Asia Bibi“, hatten sie vor einigen Monaten ihren Song „Free Asia Bibi“ vorgestellt.

Aber das Engagement der Musiker geht offensichtlich über Pakistan hinaus. Das mit unschöner Regelmässigkeit auf dem Spitzenplatz des „Weltverfolgungsindex“ der Organisation „Open doors“ auftauchende Nordkorea ist den Musikern nun auch einen akustischen „Denkzettel“ wert. Dieses Land, dessen Regime die Bevölkerung hungern lässt, um sich einen aufgeblähten Militärapparat zu leisten, sich ein militärisches Atomprogramm zuzulegen und die Welt immer wieder mit Kriegsdrohungen einzuschüchtern, ist ganz sicher eine nähere Betrachtung wert. Das gezielte System der Arbeits- und Vernichtungslager, dem neben sogenannten „Volks-“ und „Staatsfeinden“ auch unzählige Christen zum Opfer fallen, gehört sicherlich zu dem Widerlichsten, was man sich an Unmenschlichkeit vorstellen kann. Allein die Tatsache, dass hierzulande weitgehend darüber geschwiegen wird und kein „Orkan des Protestes“ gegen das Kim-Regime die „Antifaschisten“ und „Menschenrechtler“ auf die Straße bringt, stimmt nachdenklich. Ist Nordkorea in einer globalisierten Welt wirklich „so weit weg“ ? (Ob wohl auf Kirchentagen über die Lager in Nordkorea diskutiert wird ? Sicher nicht von Frau Kässmann…)

In jedem Falle haben sich Ooberfuse des Themas angenommen. Durch das Schicksal des Shin Dong-Hyuk inspiriert und unter Einbeziehung dieses Flüchtlings aus einem der eigentlich hermetisch abgeriegelten Folterkomplexe haben sie unlängst ein Video veröffentlicht, das die Welt an die Verhältnisse im Lande der Kims erinnern soll. Shin Dong-Hyuk hatte im vergangenen Jahr seine Autobiographie „Escape from Camp 14“ vorgestellt, die auch ins Deutsche übersetzt worden war. Darin schilderte er in erschreckender Anschaulichkeit das Lagersystem und die Atmosphäre die in diesen Stätten brutalster Inhumanität vorherrscht. Das Video mit dem Namen „vanish the night“ kann bei youtube angeschaut werden. Hoffen wir, dass es das Thema der Unterdrückung in Nordkorea, der eben auch die Christen in besonderem Maße ausgesetzt sind, über den Umweg der Kunst wieder auf die Tagesordnung vieler menschenrechtlich engagierter Christen setzt.

Die „Ooberfuse“-Sängerin Cherrie Anderson sagte gegenüber „Christian Today“:

Wir haben uns mit Shin Dong-Hyuk zusammengetan, der tatsächlich in einem derartigen Gulag geboren wurde.Aber gegen jede Wahrscheinlichkeit konnte er, durch elektrische Zäune und Stacheldrahthindernisse hindurch, die von Soldaten bewacht wurden, welche klaren Schießbefehl hatten, fliehen.

Offen gesagt, läuft es mir, wenn ich von diesen Lagern höre und von elektrischen Zäunen, Schiessbefehl etc. kalt den Rücken hinunter. Die Lager der Nazis waren so gesichert und an der Berliner Mauer gingen auch Hunde und Soldaten im Namen des „Humanismus“ auf Menschenjagd. Die Menschheit lernt scheinbar nicht dazu.

(Quelle: „christian today“ vom 29. April 2013)

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Ein Gedanke zu “Nordkorea: Britische Ethno-Pop-Band schweigt nicht !

  1. Warum, im Namen des barmherzigen Jesus, gibt es hierzulande keine Künstler, die sich für ähnliche Dinge starkmachen und der Öffentlichkeit ins Gewissen trommeln ?
    Mein tiefempfundener Respekt und Dank geht an dieses Trio von „Ooberfuse“, das nachgewiesen hat, dass es ihnen nicht nur um etwas publicity geht. Sie sind offensichtlich nicht nur auf einen „Zug“ aufgesprungen, noch dazu einen, der nicht sehr populär ist, sondern sie engagieren sich tatsächlich aus ihrem christlichen Gewissen heraus.
    Ob sie wohl auf dem Kirchentag gerngesehene Gäste wären ?

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