Virtuelle Angriffe auf die Wahrheit… (update)

Unser Herr Jesus Christus spricht: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ (Joh. 14, 6) Alle wahrhaften Anhänger Christi sind von diesem ebenso einfachen, wie faszinierenden Faktum zutiefst überzeugt. Manche beobachtete Wahrheiten des menschlichen Lebens jedoch wollen andere Menschen schlicht und einfach nicht wahrhaben oder zumindest wollen sie nicht, dass sie verbreitet werden.

Gebetskreis_Pur2Zugegeben, ein recht allgemeines Statement zum Eingang. Nun zum eigentlichen Anlass dieser kurzen Betrachtungen: beim Recherchieren für diesen Blog im Internet sind mir schon immer einige „Merkwürdigkeiten“ aufgefallen. Bestimmte Blogs und Webseiten waren oftmals nicht zu erreichen. Bestimmte Artikel „verschwanden“ nach einer Weile aus den Archiven von Zeitungen oder privaten Internetauftritten. Und selbst, wenn man noch so viele Sicherheitsmaßnahmen ergreift, ist die Gefahr, dass das eigene Surf-Verhalten „ausgespäht“ wird, immer irgendwie gegeben, da helfen auch Firewalls, Spyware- und Virenscanner sowie diverse Sperr- und Anonymisierungsfunktionen der Browser wenig.

Prominentes Beispiel für die Unerreichbarkeit von Quellen ist die christliche Informationsseite „Mohabat-News“ aus dem Iran. Dort werden akribisch Fakten von der alltäglichen Diskriminierung, den Hasstiraden schiitischer Mollahs gegen das Christentum und den um sich greifenden Verhaftungen von Christen in der „Islamischen Republik Iran“ registriert und veröffentlicht. Schon öfter war „Mohabat-News“ in der Vergangenheit zeitweise nicht mehr erreichbar und ich persönlich gebe zu, dass ich jedes Mal damit rechnete, für die Zukunft nie wieder auf diese Webadresse zugreifen zu können. Aber, die fleissigen Techniker, die für Mohabat-News arbeiten, schaffen es immer wieder (mit Gottes Hilfe, so bin ich sicher, und mit Unterstützung eines US-Servers) diese dringend benötigte Stimme der Christen aus dem Iran wiederzubeleben. Auch im April 2013 war es mal wieder soweit: Mohabat war einige Tage „down“ und verstummt. Jetzt veröffentlicht die Redation dort folgendes Statement:

Die exzessiven und organisierten Cyber-Angriffe durch Hacker des iranischen Regimes gegen Mohabat – News sind ein klares Zeichen der Effektivität und sie zeigen, wie unsere Inhalte von den Menschen angenommen werden. …
Heute sehen wir eine Niederlage des heuchlerischen Regime im Iran, weil Mohabat News seinen Nutzern wieder zur Verfügung steht. Wir bitten um Ihre Gebete und Unterstützung auf dem schwierigen Weg, der vor uns liegt.

Eine sehr interessante, aber sicher nicht von der Hand zu weisende Betrachtungsweise. Die Mohabat-News-Redaktion weiss sehr genau, woher die wiederkehrenden Cyber-Attacken auf die Server und die Software der Webseite kommen und wer sie orchestriert. Und sie trauen sich ganz offen, dies auch zu publizieren, statt auf ominöse „kriminelle Cyberterroristen“-Kreise zu verweisen. Respekt, da spricht ein gesundes Mass an Realismus aus diesen Zeilen. Soviel Klarheit wünsche ich mir von manchem Christen in unserem Lande, aber Gott wirkt eben manche Wunder nur langsam oder gar nicht…
Beten wir doch dafür, dass sich der Sieg Christi auch über den Cyberterror darin erweisen möge, dass Mohabat-News nicht dauerhaft ausgeschaltet werden kann.

Aber nicht nur auf diese prominente Stimme aus dem Iran sei hier verwiesen. Mittlerweile gehen die Angriffe gegen Webseiten, die dem vorherrschenden, oftmals an Zensur grenzenden Zeitgeist im „Westen“ widersprechen weiter. Für unser Thema sei an dieser Stelle auf den merkwürdigen Fall der von mir sehr gerne genutzten, US-Quelle namens „persecution.org“. Jahrelang lieferte diese Seite eine exzellente Zusammenfassung der aktuellsten Berichte aus dem Bereich von Christendiskriminierung und -verfolgung weltweit. Heute bekam ich vom Suchdienst „Google“ eine Sperrnachricht für diese Seite. Dies ist an sich bereits verdächtig, aber wenn man die Details zur Zugriffssperre auf „persecution.org“ dann liest, die Google veröffentlicht, wird es endgültig absurd: hier wird ganz offen darauf hingewiesen dass auf diesem Webauftritt

  • weder Malware auf Besucher übertragen wird, noch
  • Malware gehostet wird, noch
  • bei Überprüfungen im Rahmen der letzten 90 Tage irgendeine Beanstandung gemeldet worden wäre.

Warum also kann man nicht ohne eine massive Warnung auf diese Seite zugreifen ? Google erklärt uns das folgendermaßen:

Gelegentlich wird von Dritten bösartiger Code in legitime Websites eingefügt. In diesem Fall wird unsere Warnmeldung angezeigt.

Aha. „Von Dritten“ eingefügter, bösartiger Code in einer legitimen Webseite. Also hat der unbedarfte Besucher, zu denen ich mich ja zählen darf, jetzt die Wahl, ob er dieser Erklärung folgen will und dann annehmen muss, dass hier eine Cyber-Attacke „von Dritten“ gegen persecution.org erfolgt ist, oder man kann Googles Einschätzung grundsätzlich anzweifeln und die Webseite dennoch aufzurufen versuchen. Auf die Gefahr hin, dass doch die erste Erklärung greift und man seinen eigenen Rechner beschädigt.

Langer Vorrede, kurzer Sinn: wie dem im Falle von „persecution.org“ auch sein mag und wie immer das in diesem konkreten Falle dann am Ende ausgehen wird: die Nachrichten über Details und Fakten von Christenverfolgung sind im Visier von Kräften, die nur zu gerne die „Wahrheit“ unterdrücken wollen. Vor allem die Wahrheit, die Christus im o. g. Bibelvers anspricht, dass nämlich niemand zum Vater kommt, außer durch Ihn.

Also: falls Sie irgendwann, Liebe Leser, mal diesen Blog des „Gebetskreises“ nicht erreichen können, geben Sie nicht auf. Es könnte sich auch hier um einen Akt des antichristlichen, gegen „unbequeme“ Wahrheiten (nein, Herr Al Gore, Ihre „Wahrheiten“ über die Umweltkatastrophen auf der Welt sind im derzeitigen, politischen Klima alles andere als „unbequem“) gerichteten Cyberterrors handeln. U. u. bekommt der Blog-Anbieter, der hinter diesem Projekt steht ja diesen Angriff wieder unter Kontrolle.

(Quelle: „Mohabat-News“ vom 01. Mai 2013)

UPDATE: am frühen Freitagmorgen, den 03. Mai 2013, wurde die Begründung für das Blockieren des direkten Zugangs zu „persecution.org“ geändert. Nun wird angegeben, dass über diese Webseite angeblich doch Malware verbreitet und auf die Computer von Besuchern geladen wurde. Ich selbst kann dies nicht bestätigen, denn mehrere Spy- und Malwarescanns sowie Antiviren-Suchläufe von zwei als seriös anerkannten Virenscannern haben auf meiner Festplatte keine Infizierung finden können. Ich habe diese Webseite in den vergangenen Wochen intensiv genutzt. Es wird weiterhin darauf hingewiesen, dass solche Implementierung von Schadsoftware durch Dritte möglich ist, also in böser Absicht auf den Server von „persecution.org“ hochgeladen wurde. Somit kann die Reputation dieser Quelle natürlich auch beschädigt werden, aber was genau passiert ist, ist noch offen.

 

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2 Gedanken zu “Virtuelle Angriffe auf die Wahrheit… (update)

  1. Das ist wirklich allerhand, dass Google sich als Polizei aufspielt und einige Seiten sperrt. Ich habe das auch schon bemerkt. z.B. PI – alles geblockt.Wo bleibt die Pressefreiheit ? Ich las bei israelnetz.com heute, dass google Palästina anerkennt. „Die Internet-Suchmaschine Google hat ihre nach Staaten sortierte Seite für die “palästinensischen Territorien” in “Palästina” umgetauft. Für die palästinensische Google-Seite kann nun Google.ps eingegeben werden…“

    Ob das damit wohl etwas zu tun hat? Wie auch immer, ein Beitrag zum Tag der Pressfreiheit, der heute ist.

    • Tja, mit der „Presse-“ und Meinungsfreiheit, zwei unverzichtbaren Gütern der demokratischen, „westlichen“ Gesellschaften ist es ja ohnehin nicht mehr weit her. Unliebsame Meinungen und Nachrichten werden ja bereits jetzt ausgegrenzt und boykottiert, offen bekämpft bis hin zum Cyberterror und im Namen von „Anti-Diffamierung, Anti-Diskriminierung, Anti-Volksverhetzung“ und zum vermeintlichen „Schutz der öffentlichen Ordnung“ mundtot gemacht. Durch die Hintertür haben so ziemlich alle demokratischen, „westlichen“ Länder dementsprechende Gesetze geschaffen und in ihr Strafrecht integriert, was de facto Maulkörben zu unliebsamen Themen und der Zensur gleichkommt. Dass zu einer freien, offenen Gesellschaft aber auch der offen geführte, für jeden Bürger (=Wähler !) nachvollziehbare Dialog unterschiedlichster Positionen gehört, zu dem eben auch eine echte Meinungs- und Pressefreiheit gehört, wird auf dem Altar des politischen Leisetretens namens „Mainstream“ oder „Political Correctness“ geopfert. Bloss nicht anecken, bloss keinen relevanten Widerspruch provozieren. Dann darf man vielleicht seinen Job, seine Reputation und seine gemütliche, soziale Nische behalten. (Die DDR war eine Nischengesellschaft, vergessen wir das nie !) Die „Altväter“ und „-mütter“ unserer Republik jedenfalls rotieren gerade im Grabe. Ein Herbert Wehner, ein Franz-Josef Strauß, ein Kurt Schumacher oder Ernst Reuter haben sich niemals das Wort verbieten lassen. Sie hatten etwas, das heute nicht mehr existiert, nicht in den Medien, der Politik oder den Kirchen: Rückgrat ! Sie waren durch das Feuerbad der Nazi-Ära gegangen, um nicht sofort wieder der nächsten Diktatur das Wort zu reden (Sozialismus-DDR). Solche Figuren finden wir heute nicht mehr, hätten sie aber villeicht genauso nötig wie damals…

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