Marokko: Fatwa empfiehlt Todesstrafe für Islam-Apostaten

Wer im freien Westen noch immer behauptet, die „bösen Islamophoben“ (aka: sachliche Islamkritiker) würden lügen, wenn sie darauf hinweisen, dass der Religionswechsel vom Islam mit dem Tod bestraft wird, dem sei die folgende Geschichte nahegebracht:

marokko-landkarteDer oberste „Ulama-Rat“, ein Gremium sunnitisch-islamischer Religionsgelehrter, hat im April 2012 ein Rechtsgutachten erlassen, nachdem alle, die den Islam verlassen wollen, mit dem Tode bestraft werden sollten. Dieser Rat, dem der marokkanische König Mohammed 6. vorsteht, ist das einzige Gremium, das solche Gutachten in Marokko erstellen darf. „Fatwas“ gelten in islamischen Ländern nicht nur (wie z. Bsp. im „Westen“) als Äquivalent zum Kirchenrecht, sondern sind überall, wo die Scharia als Grundlage der Rechtsprechung etabliert ist, im Zivil-, Verfassungs- und Strafrecht z. Bsp. rechtsbegründend und verbindlich. In Saudi-Arabien beispielsweise gilt eine vergleichbare Regelung bereits. Mit anderen Worten: jeder Saudi, der zu der Überzeugung kommen könnte, er wolle sich einer anderen Religion als dem Islam zuwenden, kann jederzeit zum Tode verurteilt werden. Das interessante daran ist, dass in diesem Falle (Mark A. Gabriel erzählt z. Bsp. davon in seinen persönlichen Lebenserinnerungen) JEDER Muslim, Verwandte, Freund, Bekannte oder einfacher Passant auf der Straße berechtigt ist, das Urteil zu vollstrecken. „Verrat an der Umma (Gemeinschaft der Muslime)“ wird also lethal bestraft. Bald wohl auch in Marokko, diesem einstigen „Urlaubsparadies“ für Atlas-Wanderer etc.

Die entsprechende Fatwa wurde erst jetzt, nach einem Jahr, in der Tageszeitung „Akhbar al-Youm“ veröffentlicht. Die Regierung leugnete bisher den Erhalt des entsprechenden Gutachtens. Menschenrechtsgruppen und religiöse Minderheiten in der Westafrikanischen Monarchie zeigen sich aber sehr besorgt angesichts dieser wenig rosigen Aussichten. Hier wird dieses Thema für diesen Blog und sein Anliegen nämlich interessant: Ein Pastor aus der Nähe von Marrakesch, der aus Angst um sein Leben, nicht namentlich genannt werden will, soll folgende Aussage gegenüber der Monitorgruppe „Internation Christian Concern“ getätigt haben:

Es gibt viel Unruhe und Diskussionen wegen dieser Fatwa. Wir befürchten, dass, sobald diese Fatwa in geltendes Recht umgesetzt wird, die Regierung damit beginnen wird, uns zu verfolgen, uns während der Gottesdienste zu verhaften und die Fundamentalisten eine Ausrede dafür haben werden, uns zu schaden.

Ganz offen gesagt: letzteres könnte ein maßgeblicher Grund für den Erlass dieser ebenso skandalösen wie ominösen Fatwa sein. Die seit Jahren wachsende Unruhe unter den in Marokko ansässigen, radikalen und gewaltbereiten Muslimen, soll scheinbar ein Ventil erhalten, indem man diese jetzt als eine Art „Hilfspolizisten“ auf „Apostaten-“ und Christenjagd schickt. Vielleicht kann so ein weiterer Terroranschlag, wie der auf ein Café in Marrakesch vom 28. April 2011, verhindert werden. Auf Kosten der Minderheiten natürlich.

(Quelle: „persecution.org“ vom 24. April 2013)

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Ein Gedanke zu “Marokko: Fatwa empfiehlt Todesstrafe für Islam-Apostaten

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