Pakistan: Hilfszahlungen für obdachlose Christen ein Schwindel…

Erinnern Sie sich an die Ausschreitungen in der „Joseph“-Kolonie von Lahore/Pakistan ? Es gibt eine kleine, aber sehr aufschlussreiche neue Entwicklung in dieser Angelegenheit, die ich Ihnen, liebe Leser, nicht vorenthalten möchte.

Pakistan

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Erinnern wir uns: am 09. März 2013 setzte ein ca. 3000-köpfiger, wütender Muslim-Mob ca. 150 in der sogenannten „Josephs“-Siedlung des pakistanischen Lahore liegende Häuser in Brand und verwüstete den gesamten Stadtteil, nachdem Gerüchte über mögliche, abfällige Bemerkungen eines christlichen Friseurs (mittlerweile wird auch der Beruf des „Straßenreinigers“ als Möglichkeit ins Spiel gebracht) die Runde gemacht hatten. Auch Kirchengebäude sollen in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Die Polizei griff wie immer bei solchen Ausschreitungen erst spät ein.
Mal ganz abgesehen davon, dass es schon Bände spricht, dass in Ländern wie Ägypten, Indonesien oder eben Pakistan Christen in eigenen Dörfern bzw. Wohngebieten wohnen müssen, um auch nur ein Mindestmaß an Schutz und Sicherheit genießen zu können, macht es diese „Ghettoisierung“ der „Ungläubigen“ natürlich auch den Fanatikern einfacher, die „Sündenböcke“ zu finden, wenn ihr religiös motivierter Hass mal wieder ein Ventil braucht. Schön, dass selbst der „Spiegel“ damals die o. g. Gewalttaten mit einem recht interessanten Artikel zur Sprache brachte.

Vielleicht erinnern Sie sich, liebe Leser, ich beendete den Artikel hier im Blog damals mit dem Zitat eines Regierungsvertreters der Provinz Pandschab, der die zu Schaden gekommenen Christen „innerhalb von fünf Tagen entschädigen“ wollte. Nun, wie diese Entschädigung aussieht, erfahren wir heute:

Alle von den Zerstörungen Betroffenen bekamen tatsächlich einen Scheck in Höhe von 500.000 pakistanischen Rupien (keine Ahnung, was das in Euro ist) vom Finanzministerium der Provinz Pandschab. Leider „platzten“ alle 265 derartigen Schecks, was nun erneut zu Protesten der Geprellten geführt hat, denn, wie aus anderen Quellen hervorgeht, leben viele der jetzt obdachlosen Gläubigen noch immer „auf der Straße“ oder bei Freunden und Verwandten außerhalb.

(Quelle: „the Express Tribune“ vom 21. März 2013)

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5 Gedanken zu “Pakistan: Hilfszahlungen für obdachlose Christen ein Schwindel…

  1. Diskriminiert, verfolgt und dann auch noch beißend verspottet durch solche ekelhaften Aktionen vom Staat selbst. Das offenbart den moralisch verkommenen Zustand eines Staates. Wie tief kann die Menschheit noch sinken. Mir verschlägt es wirklich die Sprache und das will was heißen. Menschen verachtender Zynismus ist hier noch nicht einmal ein Begriff, der diesen Zustand auch nur im Entferntesten beschreiben würde. Ich sitze hier und bin sprachlos und darum bleibt mich jetzt nichts anderes übrig, als diesen Kommentar zu beenden.

    • Tja, sind halt nur „wertlose Ungläubige“. „Kuffar“. Mit denen kann man´s ja machen. Nicht, dass Menschen nicht auch hierzulande nach Strich und Faden über den Tisch gezogen würden im Namen des Götzen Mammon. Also: egal, ob man Mammon oder Allah dient, ist alles nur Teufelszeug.
      Na, wie auch immer, in ein Land jedenfalls, wo die Zwangsverheiratungen christlicher Mädchen mit Muslimen an der Tagesordnung sind, wo Christen in den Großstädten nur als Müllarbeiter oder kleine Handwerker arbeiten können, wo sie sich in eigenen Stadtvierteln zusammentun müssen, um überhaupt so etwas wie ein menschenwürdiges Leben geregelt zu bekommen, wo ihnen oftmals höhere Bildung versagt bleibt, wo ihnen staatliche Jobs meist verweigert werden, wo sie keinen „sicheren“ Landbesitz haben können, weil jederzeit ein muslimischer Grossgrundbesitzer Ansprüche auf ihre Immobilien notfalls mit äußerster Gewalt anmeldet, wo mit „Blasphemievorwürfen“ jede Art von Interessenkonflikt zwischen Muslimen und Christen ausgetragen wird, wo sich Osama bin Laden einen echt schönen Lebensabend machen konnte etc. möchte kein vernünftig denkender Mensch auch nur einen Fuß setzen. Einfach mal einen Blick in unsere „Pakistan“-Rubrik werfen. Und da habe ich nur einen Bruchteil aller Nachrichten eingestellt, die ich zu lesen bekam.
      Herr Obama: Mit Verbündeten wie diesen, braucht die „westliche Welt“ keine Feinde mehr.

  2. Dieses Blasphemiegesetz erinnert mich an unser europäisches Mittelalter, als man mit der Hexereianschuldigung unliebsame Zeitgenossen beseitigen und sich dann Teile seines Besitzes aneignen konnte. Wenn unsere Glaubensgeschwister in Pakistan durch solche und andere Missstände nicht die Hölle auf Erden erleben müssten, könnte man fast froh sein, dass der antichristliche Geist des Islams nun so offen sein wahres Gesicht zeigt. Mögen unsere christlichen Geschwister im Glauben nun tief in´s Wort Gottes gehen um diesen Wahnsinn zu überstehen. Mögen wir wiedergeborenen Christen im Westen solche Geschehnisse als sich abzeichnendes Verfolgungsunwetter am Horizont erkennen um uns wenigsten mental auf Verfolgung vorzubereiten, so dass wir nicht völlig unvorbereitet da hinein geraten.

  3. Danke für die wichtige Info! Werde sie an alle bisher mit dem Thema (Ausschreitungen in der “Joseph”-Kolonie von Lahore/Pakistan) Beteiligte weiter leiten.

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