TV-Tipp: „Gefährlicher Glaube“ im ZDF

Am nächsten Karfreitag gibt es eine möglicherweise interessante Dokumentation im ZDF zu sehen, die sich explizit mit unserem Thema „Christenverfolgung“ befasst. Ohne, dass ich allzuviel davon erwarte, empfehle ich dennoch allen Freunden der verfolgten Kirchen, sich das mal anzuschauen und miteinander zu diskutieren.

zdfZugegeben: der Termin hätte kaum besser gewählt werden können, um sich mit den Nöten der Gläubigen in einer immer unfreundlicher werdenden Welt zu befassen. Am Karfreitag, an dem wir Christen der Leiden und dem Opfergang unseres Heilands gedenken, wird das ZDF eine Dokumentation mit dem Titel „Gefährlicher Glaube“ ausstrahlen, die sich mit der Geschichte und dem Wiederaufflammen der Christenverfolgung befassen soll. Abgesehen von dem recht zweifelhaften Titel (der wohl besser „gefährdeter Glaube“ hätte heissen müssen, denn das Christentum ist eben nicht „gefährlich“, weil wir die „andere-Wange-Hinhalter“ sind) könnte dies eine Möglichkeit sein, dem Thema auch dieses Blogs eine größere Bühne zu bieten und somit zu einer größeren, öffentlichen Diskussion anzuregen. Gerade unsere Kirchen hätten dies dringend nötig, soviel können Sie mir glauben, liebe Leser.

  • KARFREITAG, den 29. März 2013, 19.30 Uhr, ZDF

Das ZDF schreibt vorab dazu u. a. folgendes:

Noch vor wenigen Jahren galten Christenverfolgungen, zumindest in der westlichen Welt, als Geschichten aus längst vergangenen Zeiten, bestenfalls als Vorlage für Romane oder Spielfilme. Doch das hat sich in der jüngsten Vergangenheit dramatisch verändert. Immer häufiger sieht man in den Nachrichten aus dem Nahen und Mittleren Osten brennende Kirchen, misshandelte und flüchtende Menschen. Die meisten von ihnen sind Christen.
Vertreter der christlichen Kirchen, Menschenrechtsorganisationen, aber auch Politiker verwenden zunehmend das Wort „Christenverfolgung“ und warnen vor der zunehmenden Fundamentalisierung und Radikalisierung insbesondere in den islamischen Staaten. Die Opfer berichten von Diskriminierungen und Misshandlungen sowie unterlassener Hilfeleistung durch die jeweiligen Staatsorgane.

Dem möchte man gar nicht widersprechen. Dieser ganze Blog beschreibt kaum etwas anderes, als diese Sachverhalte. Aber auch etwas weniger hoffnungsfroh stimmende Ausblicke gibt das ZDF auf seiner Website:

Die Dokumentation geht der Frage nach, was Christenverfolgung ist. Hat sie ihre Wurzeln bereits in der Bereitschaft Jesu, für seine Überzeugung zu sterben, und darin, dass er dies auch von seinen Anhängern erwartet? Warum verfolgen Menschen einander um des Glaubens Willen? Gibt es Parallelen zur heutigen Situation in der Geschichte? Wie ist das Christentum selber in den vergangenen fast 2.000 Jahren mit Gewalt, Andersglaubenden und Andersdenkenden umgegangen? Was passiert, wenn Politik, Staat und Religion eine Verbindung eingehen?

Nichts gegen die letzte Frage, die tatsächlich eine Schlüsselfrage christlichen Glaubens in einer säkularen Welt ist, aber die von mir farblich hervorgehobene Frage des Absatzes lässt befürchten, dass hier wieder einmal die „Täter-Opfer“ Systematik, die heutzutage zu einer recht einfachen geworden ist (Christen = Opfer) relativiert und in Frage gestellt werden soll. Vermutlich an Hand der „bösen, bösen Kreuzzüge“ und der „Inquisition“ wird dann wieder die Gewaltbereitschaft von Kirchen und „christlichem Abendland“ „belegt“ und die allgegenwärtige „die Christen sind selbst schuld“ – Gebetsmühle angeworfen. Aber, zugegeben, dies ist natürlich nur eine Hochrechnung aufgrund vergangener Erfahrungen mit dem Journalismus der „Öffentlich-Rechtlichen“ Sendeanstalten. Warten wir´s erstmal ab, denn nur der Vergleich mit den Urgemeinden, den ersten Hauschristen der Geschichte kann überhaupt die Situation von Gläubigen in Ländern wie Marokko, Laos oder dem Iran verständlich machen. Es gibt aber auch Gründe, zur Hoffnung auf etwas Realität in diesem Film:

Das Filmteam besuchte im Nahen Osten Orte, in denen Jahrtausende alte christliche Glaubenstraditionen verankert sind und bis heute gelebt werden. Es kommen Menschen zu Wort, die Gewalt am eigenen Leibe erfahren haben. Flüchtlinge, die aus Angst vor der aktuellen Situation ihre Heimat verlassen haben.

Also, unter „Vorbehalt“ sei diese Dokumentation empfohlen, auch wenn zu befürchten steht, dass die geistliche Dimension der Christenverfolgung darin voraussichtlich gar nicht aufgezeigt werden kann (da Journalisten häufig atheistische Zyniker sind) und die profanen Zusammenhänge der aktuellen Christenverfolgung in einer Art „relativistischer Äquidistanz“ zu Tätern und Opfern verzerrt werden. Dennoch ist es bemerkenswert, dass das ZDF überhaupt einen solchen Filme erstellt hat und diesen zu einer wirklich guten und geeigneten Sendezeit ausstrahlen wird (statt ihn irgendwo um 0.25 Uhr im Nachtprogramm von „zdf info“ zu verstecken). Beten wir dafür, dass dem Thema jetzt eine größere, vor allem innerkirchliche, Aufmerksamkeit zuteil werden wird !

(Quelle: „ZDF-Programm“ online)

UPDATE: der Beitrag kann mittlerweile in der ZDF-Mediathek HIER

http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/1867014/Gef%C3%A4hrlicher-Glaube

eingesehen werden. Machen Sie sich selbst ihr Bild ! Mein etwas detaillierterer Kommentar dazu steht

https://gebetskreis.wordpress.com/2013/03/30/medien-die-aufmerksamkeit-fur-die-anschwellende-gewalt-gegen-christen-wachst/

hier nachzulesen.

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2 Gedanken zu “TV-Tipp: „Gefährlicher Glaube“ im ZDF

  1. Der Autor obigen Artikels hat völlig recht. Das ZDF ist ein islamophiler Sender, der am Islam kaum Kritisches zu vermerken hat, so wie es halt die Political-Correctness-Ausgrenzungsideologie vorschreibt.

    Der Titel hängt vom Verständnis des Betrachters ab, Gefährlicher Glaube ist das Christentum für die Verfolgten, aber in früheren Jahrhunderten war der christliche Glaube ebenfalls für andere gefährlich. Aber er wurde wohl bewusst gewählt. Weil Christentun ja nicht nur mit „Verfolgung“ in Einklang gebracht werden kann, sonderen auch als Täterreligion mit den vom Verfasser üblichen Klischees, an denen noch heute die Kirche gemessen wird, ohne dabei anzuerkennen, dass ohne die Kreuzzüge (die mit Sicherheit nachher ausgeartet und pervertiert wurden) und ohne die „Katholiken“ eines Sobiesky aus Polen oder der Wehrhaftigkeit der „kath. Könige“ in Spanien Europa schon lange dem Islam unterworfen gewesen wäre. Es werden immer nur die Kreuzzüge selbst gesehen, nicht jedoch die jahrhundertealte Vorgeschichte, die zu dem ersten Kreuzzug führte. Wir werden auch nichts Historisches zu hören bekommen von der Art, wie sich der Islam seit seines Bestehens ausbreitete. Wir werden medial weder etwas von der Eroberung Ägyptens bis hin nach Nigeria hören noch etwas von den tödlichen Reibereien an den Außengrenzen des Islam. Al Andalus wird islamisch verklärt gezeigt, nur das Positive, nie das Negative. Wenn es Terroranschläge in Nigeria gibt, verkündet uns die Presse, dass dies natürlich nicht religiös begründet, sondern rein sozial begründet sei. Welch eine Fehleinschätzung. Beides spielt eine Rolle, aber halt genauso die ausgrenzenden Doktrin des Islam .Ebenso wird keine Aufklärung hinsichtlich der Sklaverei im Islam betrieben, sondern nur die bösen USA werden ob ihrer Verbrechen gegen die Sklavenmenschen zu Recht angeklagt. Aber: Das eine tun und das andere nicht unterlassen. Und weil unsere Medien dies alles – ich möchte schon fast sagen – bewusst medial verheimlichen, kann sich der Islam hier trotz aller schwärenden und augenfälligen Täterwunden hier als Friedensreligion profilieren, was jedoch den Menschen draußen nicht mehr glaubhaft gemacht werden kann.

    Lassen wir uns also überraschen. Wir werden verfolgte Christen zu hören bekommen, die den Islam in ihrer Verfolgung wohl verschonen ihn nicht als Mitverursacher ihrer eigenen Verfolgung erkennen und darstellen und die dann sagen werden, dass die Mehrheit der Muslime ein friedliches Zusammenleben mit ihnen anstreben und die Armut, nicht der islamische Glaube an ihnen so gehandelt haben.

    Ja, ich habe Vorurteile gegenüber dieser Sendung, weil wahrscheinlich wieder Christen ausgesucht werden, die gegenüber dem Islam nicht deutlich werden, obwohl des Scharfmacherimame aus den Moscheen sind, die die Terrorakte zu verantworten haben, weil sie gegenüber Andersgläubigen, u. a. auch Christen ihre zutiefst ungeistige Hassspur säen. Es ist wie mit dem Wort Gottes aus dem Evangelium. Dieses fällt auf fruchtbaren oder steinigen Boden. Auch Hasslehren und Hassaufrufe können auf fruchtbaren Boden fallen und wir können von Glück sagen, dass die meisten Imame eben keinen Hass predigen. MOhammed jedenfalls hat diesen Hass in jedes religiös-islamische Herz legen wollen, was angesichts seiner Predigt und seinen Taten mehr als augenfällig war.

    Obwohl alle Welt sieht, dass die Christen nicht nur in kommunstisch-atheistischen Ländern, sondern selbst in der Türkei als eine verschwindend geringe Minderheit sind und auch gehalten werden, wie die Türkei mit christlichen Gebäuden und christlichen Symbolen in Nordzypern umging, wie Christen rechtlich in allen oder zumindest in den allermeisten islamischen Ländern rechtlich diskriminiert werden, welches hier und da in den Terrorakten und den Knebelgesetzen aufleuchtet, hält sich hartnäckig die Mär von der Friedlichkeit des islam. Soviel politisch gesteuerte Fehlwahrnehmung dürfte es nicht geben. Aber es gibt sie. Es muss sie geben, weil der Islam mittlerweile als „Rasse“ gilt und somit in den Kampf gegen rechts fällt. Auf dem Altar der allmächtigen gottgleichen Ideologie der PC werden die Gerechtigkeit, die Menschenwürde, die Meinungsfreiheit und mit ihr die Religionsfreiheit und somit die hart erkämpfte jüdisch-griechisch-christliche Tradition in völliger Geschichts- und leider auch Gottvergessenheit ohne Not zum Opfer dargebracht.

    Es würde mich positiv überraschen, wenn diese Doku ehrlich wäre.

  2. Nun, wie wir ja gesehen haben, war diese Dokumentation wohl eher eine „Goodwill“-Botschaft an den Islam und ein Freibrief zur weiteren Verfolgung, da selbst die schrecklichen Bilder vom Masbiro – Massaker in Kairo soweit relativiert und „zer-kommentiert“ wurden, dass dem wissenden Beobachter ganz schwindlig wurde. Der einzige, echte Lichtblick war wie so oft Mutter Agnes-Mariam de la Croix aus Syrien. Sie allein ist eine Stimme der Wahrheit und der Klarheit in all dieser islamischen Christenverfolgung unserer Tage. Den Rest des Beitrages kann man, wenn dann sehr kritisch ist, eigentlich in die Tonne treten.

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