Kasachstan: staatliche Bibelverbrennungen geplant

Zum ersten Male in der Geschichte Kasachstans als selbständigen Staates seit 1991 wird es in der nördlichen Region Akmola wohl demnächst zur Verbrennung von Bibeln und christlichen Traktaten kommen.

Kasachstan

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Diese wurden dem Baptisten Wjatscheslaw Tscherkassov abgenommen, nachdem dieser am 20. Oktober 2012 in seiner Heimatstadt Schchutschinsk verhaftet worden war. Er hatte gerade damit begonnen, an interessierte Passanten Traktate und christliche Materialien zu verteilen, als er auch schon durch die von einem „anonymen Anruf“ alarmierte Polizei festgenommen wurde. Im Kofferraum seines Wagens befanden sich noch 121 Bibeln, Kinderbibeln und christliche Bücher, die nun zum Gegenstand eines Prozesses gegen Tscherkassov geworden sind. Es wird ihm wahrheitswidrig der „Verkauf religiöser Literatur“ vorgeworfen, wozu in seiner Stadt nur zwei Läden (bezieht sich nur auf christliche Literatur, wohlgemerkt) berechtigt seien. Der Angeklagte widerspricht vehement den Vorwürfen. Er habe die Bücher verschenkt, teilte er dem Gericht mit. Vom erstinstanzlichen Gericht wurde er dennoch zu einem Monatslohn Strafzahlung verurteilt.

Erinnern wir uns: in allen Ländern Zentralasiens gibt es eine mehr oder minder offen praktizierte Politik, die darauf abzielt, religiöse Gemeinschaften staatlich zu kontrollieren. Gesetze und Verwaltungsvorschriften sorgen in Ländern wie Kasachstan, Usbekistan etc. dafür, dass sich insbesondere die Minderheiten-Gemeinschaften Registrierungs- und Überprüfungsmechanismen zu stellen haben, die oftmals ein in unserem „westlichen“ Verständnis praktiziertes Gemeindeleben zu behindern drohen oder gar ganze Kirchen in Gefahr bringen, schließen zu müssen. Schon vor einigen Jahren haben sich die Baptisten diesen Prozessesn bewusst und in klarer Haltung verweigert, indem sie bekannten, dass es keine höhere Autorität als den drei-einigen Gott gäbe, dessen Gnade sie sich einzig und allein unterwerfen wollten. Wie immer wir dies nun auch aus unserem eigenen, „gemütlichen“, deutschen Lehnstuhl vor dem Hintergrund der Bibel bewerten wollen, so gilt es zunächst einmal, diese Entscheidung der Baptisten in den ehemaligen „GUS“-Staaten anzuerkennen.

Diverse, innerasiatische Staaten haben nun diese „Obstruktion“ der Baptisten zum Anlass genommen, um vor allem deren Gemeinden massiv anzugehen. Dies aber fast immer unter scheinbar „juristisch einwandfreiem“ Hintergrund. Wo nötig, wurden die entsprechenden Gesetze einfach schnell zusammengezimmert. Da müssen sich schon mal alteingesessene Kirchen „neu registrieren lassen“ und dies natürlich unter verschärften, fast unmöglichen Vorbedingungen. Da werden Grundstücke plötzlich „zurückgefordert“, die schon seit Jahrzehnten in Kirchenbesitz sind etc. In diesem Klima und vor diesem Hintergrund muss auch der Fall von Wjatscheslaw Tscherkassov gesehen werden. Nun aber hat das Regionalgericht (erste Intanz) von Akmola eine Entscheidung getroffen, die tief in menschenrechtliche Standards und internationale Gepflogenheiten zivilisierte Staaten eingreift:

Die 121 Bücher, die bei der Verhaftung Tscherkassovs konfisziert worden waren, sollen auf Anordnung des Gerichts „vernichtet“ werden. Ein Sprecher der kasachischen „Agentur für Religiöse Angelegenheiten“ teilte der Menschenrechtsgruppe „Forum 18“ aus Oslo mit, dass diese Schriften wohl „voraussichtlich verbrannt“ werden würden. Zumindest, solange der Einspruch Tscherkassovs nicht positiv beschieden werde. Damit schließt sich Kasachstan scheinbar den Gepflogenheiten seines Nachbarn Usbekistan an, wo mit unschöner Regelmässigkeit Bibeln in Flammen aufgehen, wie „Forum 18“ berichtet.

(Quelle: „Forum 18“ vom 14. März 2013)

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6 Gedanken zu “Kasachstan: staatliche Bibelverbrennungen geplant

  1. Erinnern wir uns: was hat es nicht für einen internationalen Aufruhr gegeben, als ein selbst im eigenen Land höchst umstrittener Pastor (Terry Jones) ankündigte, einen Koran verbrennen zu wollen. Bis hin zum höchsten Repräsentanten seines Landes reichte die Hysterie-Welle. Dieser liess sich sogar dazu herab, dem streitbaren Gemeindeleiter einen Telefonanruf zukommen zu lassen und ihm um Verzicht auf diese symbolische Aktion zu bitten.
    Dass die islamische Welt natürlich sofort in Aufruhr geriet und diverse, gottvergessene Kirchenmänner (und -frauen) im „Westen“ dem Mitpastor, ohne ihn oder seine Motive zu kennen oder zu verstehen, ein übles Charakterzeugnis ausstellten, gehört wohl mittlerweile zur internationalen Hysterie-Kultur.
    Nun soll auf Anweisung eines Gerichtshofes ein Satz Bibeln verbrannt werden. Offensichtlich eine Praxis, die in Zentralasien etabliert werden soll und damit irgendwann zur „normalen Alltagskultur“ gehören könnte. Wo bleibt jetzt der Aufschrei von Herrn Obama, Frau Merkel, Frau Kässmann und Konsorten ? Wo ist die „Empörung“ der EKD, der deutschen Bischofskonferenz etc. ? Ich befürchte, kaum jemand wird überhaupt davon erfahren, dass das Wort Gottes mittlerweile auf staatlichen Geheiss vernichtet werden kann, ohne, dass die UN oder diverse „Menschenrechtsräte“ sich damit befassen würden. Es passt scheinbar nicht ins derzeit populäre Weltbild, nachdem „der Westen“ immer an allem Schuld zu sein hat. Vom Hunger über die Umweltzerstörung bis zur Zersetzung diverser Menschenrechtsstandards: „Amnesty“, die „Grünen“ oder die EKD kennen ja immer schon vorher die Schuldigen. Die „Kapitalisten“, das „globalisierte Kapital“, „böse Nazis“, „christliche Fundamentalisten“, „nationalistische Reaktionäre“, die USA natürlich und neuerdings auch das „zionistische Israel“. Da ist für Fakten, die nicht in diese vorgegebenen Schubladen passen, kein Platz. Traurig.
    Wo sind Sie, „Bundes-Hysterie-Beauftragte“ Claudia Roth ? Ach, ja, Sie müssen ja noch schnell ein wenig den iranischen Botschafter pampern. Da dürfen brennende Bibeln nicht stören. Vielleicht werfen Sie selbst noch ein paar dazu, Frau Kässmann ?

  2. Man stelle sich einmal vor. Die hier verteilten Millionen von Exemplaren des Koran würden hier öffentlich verbrannt oder auch nur einer von ihnen. Was wäre hier los? Man fahre mit einer Bibel ausgerüstet mal nach Saudi Arabien und schauen uns an, was passiert? Die Wegnahme wäre da mildeste Mittel. Das alles sind schwärende Wunden der Ungerechtigkeit, der Missachtung und der gewollten Ablehnung des Christentums. Warum wird das Christentum sowohl von religiöser Seite als auch von atheistischer Seite so schon fast panisch auf diese Weise angefeindet?

    Allerdings hinkt der Vergleich ein wenig. Wir können Bibel und Koran nicht auf eine Stufe stellen. Der Koran beinhaltet laut Irrglauben des Muslime das wörtlich diktierte und für alle Zeiten geltende Wort Gottes. Sie haben ja letztlich kein lebendes Vorbild.
    Die Bibel ist nicht das wörtliche Wort Gottes, sondern das Wort Gottes im christlichen Sinne ist Jesus selbst. Somit ist der Koran nicht vergleichbar mit der Bibel. Wir beten einen Gott der Lebenden an, nicht der Toten. DAs Wort des Gottes des Islam ist halt nur ein Buch, aus dem sich Regeln ableiten lassen, natürlich nur zum Machtvorteil des Islam. Sie kennen nicht das Wort Gottes, gewandt an Jesus: Dies ist mein geliebter Sohn, auf IHN sollt Ihr hören. Ja, dieser Gott grundiert sich selbst und sein Wort in Jesus selbst. Ein ungeheuerlicher und erlösender Vorgang. Gott zeigt sich uns in Jesus selbst. Er spricht und lebt in IHM unter Menschen, direkt mit Menschen zusammen, das Wort, welches er verkündet. Er verkündet nicht nur das Wort Gottes, sondern er lebt es auch gleichzeitig. Er erfüllt sein eigenes Wort sozusagen in sich und aus sich selbst so glaubwürdig, dass es den Menschen bis heute die Sprache verschlägt, wenn die Erkenntnis da ist, diese Größe Gottes überhaupt in menschlichen Gedanken ermessen zu können. Leben und Wort sind in Gott eins. Ein Buch ist tot. Ein Buch ist Buchstabenglauben, eine in sich ungeistige Sache, wenn sie nur zum eigenen Machtmissbrauch anhält.

    Aber warum wird in dieser Gesellschaft diesbezüglich mit zweierlei Maß gemessen?

    Zum Einen sind Christen leichte Gegner, die sich an das Wort Christi halten, dass sie ihre Feinde lieben sollen, ja in Verfolgungssituationen sogar für ihre ‚Verfolger beten sollen. Dies wird gnadenlos ausgetestet über die Jahrhunderte hinweg.
    Zum Anderen stört das jüdisch-christliche Gottesbild. Denn dieses Gottesbild und nicht nur dieses, sondern der biblische Gott selbst ist es, welches bzw. welcher dem Menschen die Menschenwürde segnend schenkt bereits im Schöpfungsbericht. Damit erfährt der Mensch eine Aufwertung, die ihresgleichen sucht.

    Der Islam bricht den Menschen zu einem Knecht, letztlich zu einem Wurm herunter seinem Gott gegenüber. Jesus macht aus Knechten Freunde und Kinder Gottes. Weil sich diese erlösende Sichtweise (und da ist von Jesus im Schöpfungsbericht noch nicht einmal die Rede) in ihrer ach so kranken islamreligiösen Beziehungsdenkweise zu ihrem Gott nun überhaupt nicht vorstellen lässt und dies auch nicht erlaubt ist, denn dieser Gott liebt keine Menschen um ihrer selbst willen und sie sich dadurch ihrer Machtmittel bereits hier auf Erden beraubt sehen, erscheinen sowohl das Judentum als auch das Christentum so gefährlich in Verkennung der Tatsache, dass umgekehrt erst ein sinnvoller Schuh draus werden könnte.

    Die Atheisten wollen im Menschen eine verfügbare Masse sehen, wie die Eloy in der Zeitmaschine, von Morlocks manipuliert und gefressen, in der schon im Mutterleib behinderte Kinder abgetötet werden sollen und das human (Humanismus) nennen, widerspricht aber der Darwinschen Lehre der evolutiven Mutations-Auslese. Das Leben des Menschen steht nicht an oberster Stelle. Darum werden selbt hierzulande zuweilen Vermögens- und Steuerdelikte härter bestraft als Körperverletzungsdelikte. Erstere sind Offizialdelikte, letztere Antragsdelikte, bis auf die schweren Körperverletzungs- und Tötungstaten.

    Das kann weder von atheistischer noch von religiöser Seite geduldet werden. Der Mensch als von Gott geliebtes Würdeobjekt. Das ist zu schwer zu verdauen, widerspricht es doch jeder Lebenserfahrung in einer Welt, in der nur noch Selbstdarstellung, Selbstbehauptung, Selbstbefreiung von lästigen religiösen Schranken, übersteigertes Selbstbewusstsein, Selbstverkörperung und die Selbstsucht verbunden mit Feindbildausgrenzungsdenken zählen, um sich ein Bauchvollgeschlagenes Leben gönnen zu können, so im Privatbereich als auch im gesellschaftspolitischen Leben. (Von Zyprioten wird von den EUDSSR wie selbstverständlich erwartet, dass sie den offiziellen staatlichen Diebstahl ihrer Sparguthaben hinnehmen, während unsere Europaabgeordneten in Saus und Braus Gehälte abzocken, die selbst unsere Mutti erblassen lassen) Mich erinnert das an: Anderen bürden sie Lasten auf, usw.

    Religiös und atheistisch-menschlich ist der Eckstein Jesus, den viele Bauleute verwarfen, menschlich gesehen, durchaus nachzuvollziehen. Immer jedoch geht es diesen Bauleuten, egal aus welcher Ecke sie kommen, um irdische und religiöse Macht, um ausgrenzende Meinungs-, Religions- und Denkhoheit, die ja nur mittels Ungerechtigkeiten, Diskriminierung bis hin zur Verfolgung und Sünde dem andersdenkenend und -glaubenden Mitmenschen verteidigt werden kann.

    Wer diese Dinge versucht im Zusammenhang zu sehen, wird erkennen, dass Menschen im Grunde nicht anders handeln können, als Jesus, wenn sie ihn nicht verstehen, abzulehnen, und zwar so radikal abzulehnen, dass sie das Christentum als Hemmschuh für ihre Machtentwicklung empfinden und ansehen, ebenso das Judentum.

    Diese von Gott für uns geschenkte und verbriefte Menschenwürde ist es, auf die jeder Mensch freiwillig verzichtet, hängt er sich einer jeden anderen Religion, einer anderen IDeologie oder einem anderen Weltbild an. Der Mensch erkennt nicht das gute Wollen Gottes in seiner Fülle, weil wir erdbehaftet und somit dem Selbsterhaltungstrieb der Natur unterworfen sind, das nennt sich Erbsünde. Darum bleibt es ihm geistlich verborgen. Das Paradies wird damit immer unerreichbarer.

    Die christliche Botschaft in jedem Armen Christus zu sehen oder in jedem Menschen Christus zu sehen, ist auch ungeheuer schwer. durchzuhalten Aber wir sollten versuchen, den Menschen nicht nur körperlich-geistig zu sehen, sondern Menschen eingebunden in Seeleneigenschaften. Wir glauben doch fest daran, dass die Seele sich nach dem Tod vom Körper trennt als eigenständige Wesenheit. Warum betrachten wir nicht den Menschen schon zu Lebzeiten als Seelenwesen, welches unsterblich ist. Ich glaube, diese Sichtweise würde eine Verwandlung im Menschendenken bewirken, die auch Körperlichkeit und Geist mitnehmen kann auf den Weg zu Gott.

    • Vielen Dank für diese umfassende Betrachtung. Die Differenzierung zwischen Koran und Bibel finde ich dabei besonders wichtig. Viele, oberflächliche Christen wissen sicher nichts oder nicht viel über diese Dinge. Das spricht dann auch wieder ein lautes Wort darüber, was in unseren Gemeinden so „gelehrt“ wird und welcher Geist in ihnen herrscht, aber das soll hier nicht Thema meiner Zeilen werden. Auch das Ausdifferenzieren der unterschiedlichen „Menschen-“ (und damit auch Gottes-) Bilder kann gar nicht oft genug erfolgen, um einer gefährlichen Vermischung des Christentums mit anderen Glaubensvorstellungen vorzubeugen. Wem vollkommen klar ist, welchen Stellenwert er im christlichen Glauben für Gott besitzt und welche „Sonderstellung“ in der gesamten Schöpfung ihm dabei zukommt, der wird nur sehr selten einem auf blinden Gehorsam und totale Unterwerfung basierenden Kult auf den Leim gehen. Nicht, dass es keine Konvertiten „aus den Kirchen heraus“ gäbe, aber ihre Glaubenstiefe und ihr Wissen über das Christentum dürften zumeist eher gering gewesen sein. Reine „Traditionschristen“ konvertieren „aus Liebe“ oder vielleicht gar aus niederen Motiven dann gerne mal zu irgendetwas anderem. Die Frage ist, ob wir diese „Lauen“ dann auch wirklich vermissen…
      Ob atheistische oder sonstige Machtmenschen „gar nicht anders können“, als Christus und seine Lehre abzulehnen, das lasse ich dann mal dahingestellt. Vielleicht fehlt mir an dieser Stelle ein wenig das Einfühlungsvermögen für diese Ignoranten und ihr Treiben. Erklärbar heisst ja noch nicht entschuldbar. Denn die Wahl, Christus einzulassen hat ja jeder, dem auch nur rudimentär das Evangelium bekannt ist und der es, wenn auch unvollkommen, gepredigt bekam. Das bewusste Ablehnen dieser Botschaft bringt eben bestimmte Konsequenzen auch für uns Gläubige mit sich, denen wir lieber aus dem Weg gehen würden, soviel habe ich verstanden.
      Auch einen „anderen“ Umgang der Menschen miteinander kann man sich nur wünschen. Ein Bewusstsein dafür, dass alle Menschen einzigartig geschaffen sind und durch ihre Ebenbildlichkeit mit dem Schöpfer eine Würde besitzen, die ihnen kein Gesetz und keine menschengemachten Regeln verleihen können. Wie aber gehen wir mit Menschen um, die diese Grundsätze nicht nur nicht kennen, sondern tagtäglich mit Füssen treten ? Die in ihrem Denken und noch mehr ihrem Verhalten der Menschenwürde und den Menschenrechten spotten und auf ihnen herumtrampeln ? Sollten wir sie ungehindert ihre Veitstänze des diabolischen Wahns vollführen lassen, bei denen unzählige Menschen (Gläubige wie Ungläubige) getötet werden ? Das ist eine durchaus relevante Frage, denn hier gilt es Prävention mit Hoffnung abzuwägen.

      • Werter Stefanus,
        Sie haben Recht. Ich meinte mit meinem Statement „hardcoreatheisten“, also bewusste Atheisten, die sich auf keine göttliche Lehre, so auch die Lehre Jesu einlassen. Ich weiß nicht, ob es „laue“ Atheisten gibt. Diese Atheisten können, so meine ich wirklich, eben weil sie sich gegen Gott in welcher Form auch immer bewusst entschieden haben, können m. .E. nicht anders, es sei denn, sie würden von irgendwem oder von Gott selbst die Gnade der Erleuchtung bekommen. Das ist selbstverständlich nie auszuschleßen. Vielleicht auf dem Sterbebett.

        Die christliche Botschaft in jedem Armen Christus zu sehen oder in jedem Menschen Christus zu sehen, ist auch ungeheuer schwer. durchzuhalten. Damit habe ich genau diese Menschen gemeint, die Sie, werter Stefanus, beschrieben haben. Darum ist es auch schwer, durchzuhalten, in denjendigen, die Menschenrechte mit Füßen treten, als Ebenbilder Gottes anzusehen. Ich wollte diesen Herrschaften selbstverständlich keinen Freibrief ausstellen, sondern ich wollte nur deutlich machen, dass die Forderung Jesu, Feinde „zu lieben“ eben nur göttlichen Ursprungs sein kann, denn er hat es ja vorgemacht. Er hat seinen Feinden verziehen, sogar noch am Kreuz. Wir sind allerdings auch keine Gottmenschen und werden ihm da nur schwer nachfolgen können. Wir sind natürlich nicht Jesus und unser Bestreben ist es natürlich, diese Menschen von ihrem Tun abzuhalten, aber wie, wenn die Christen sich noch nicht einmal einig sind und die Christenverfolgung, soweit es sie selbst nicht betrifft, auf die leichte Schulter nehmen.
        Ich glaube jedoch, dass wir unsere Hoffnung nicht aufgeben sollten. Die Diskussion bei Günther Jauch gestern war schon eine Premiere. Die beiden Islamverteidiger kamen ganz schön in die Bredouille. Es war eine der besten Diskussionen, die ich zu diesem Thema gehört habe. Möglicherweise wendet sich das Blatt langsam, langsam, aber vielleicht sicher!? Der Michel wird irgendwann möglicherweise etwas wacher werden müssen, leider

      • Wobei mir unlängst zum Thema „Bibel“ und „Wort Gottes“ noch folgendes wieder einfiel: nach allgemeiner Theologen-Meinung ist die Heilige Schrift „geistbehaucht“, also „inspiriert“ vom Geist Gottes. Was ihr wiederum eine besondere Stellung einräumt, da sie als „Wort, das nicht leer zurückkommt“ auch Kraft verströmt. Wenn auch vielleicht nicht in der „ungesalzenen“ Volxbibel- oder „Gerechte Sprache“-Version. Aber diese Diskussion will ich an dieser Stelle gar nicht führen.
        Mir gings nur darum, noch einmal auf den Stellenwert der Bibel als „inspiriertes Wort“ oder zumindest „inspirierte Schrift“ zurückzukommen, die somit auch Anteil an der Göttlichkeit des Drei-Einigen Gottes hat. Das INKARNIERTE Wort Gottes, welches natürlich in seiner Reinheit unübertroffen war ist und immer bleiben wird, ist natürlich der Christus, wie Sie ja in diesem Thread bereits so klarsichtig und beredt nachgewiesen haben. Wollte diesen o. g. Gedanken dem nur zur Seite stellen, weil es mir gestern durch den Kopf ging.

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