Nigeria: 13 christliche Arbeiter in Kano State erschossen

Im nigerianischen Bundesstaat Kano wurden am vergangenen Wochenende mindestens 13 Fabrikarbeiter bei einer Attacke von „Unbekannten“ auf ihr Wohnquartier im Ort Sheka getötet. Nicht zufälligerweise handelt es sich bei allen Opfern um Christen. Die Angreifer sahen nach bisher vorliegenden Angaben aus Nigeria bei ihrer Attacke davon ab, die anwesenden Frauen und Kinder ebenfalls zu töten.

Karte von Nigeria.

Nigeria

Augenzeugen beschreiben den Vorgang, der sich laut einem Bericht von „PM-News-Nigeria“ am Samstag, den 02. März 2013, gegen 19.00 Uhr Ortszeit abgespielt haben soll, etwa folgendermaßen:

Die Bewohner der Siedlung sind fast alle Fabrikarbeiter und sie sind Christen. Die Schützen, die mit einem Taxi kamen, fragten die Bewohner, ob sie nicht das islamische Abendgebet verrichteten, versicherten sich dann, dass alle Anwesenden Christen waren und begannen dann damit, alle zu töten, bis auf die Frauen und Kinder.
Nach dem Angriff zählte ich mindestens 13 Leichen, die in schrecklicher Art und Weise getötet wurden. Die Sicherheitsbehörden kamen dann und brachten sie weg, während die wenigen Überlebenden bereits flohen, um nie zurückzukehren.

Der regionale Vertreter der „christian alliance of Nigeria“ (CAN), einer Art überkonfessionellem Kirchenbund, Bischof Ransom Bello, zeigte sich recht ungehalten vor allem angesichts der, wie er sagte, „nonchalanten“ Art und Weise, in der die Regionalregierung von Kano solche Christianozide behandele. Im Namen der CAN forderte er nun die Behörden auf, eine seriöse Untersuchung des Vorgangs einzuleiten. Die CAN hat jedoch zur Sicherheit bereits selbst damit begonnen, Fakten über diesen jüngsten Anschlag zu sammeln und zu dokumentieren. Bischof Bello wörtlich:

Wir empfinden schmerzlich die Stille aller relevanten Behörden des Bundesstaates inklusive der Staatsregierung über diese schweren Morde.  … Es besorgt uns sehr, dass es noch niemand von der Regierung für nötig befand, den Hinterbliebenen des Anschlages Trost zu spenden.

Bischof Ransom Bello weist in seiner Stellungnahme, die von PM News zitiert wird, weiterhin daraufhin, dass die Staatsregierung von Kano in Fällen, wo Muslime Opfer von Gewalttaten wurden, immer ihr Bedauern ausgedrückt habe und zu finanziellen Hilfen und „Kompensationen“ der Opfer gedrängt habe. Auf diese Weise prangert der Gottesmann das Anlegen von zweierlei Maßstäben für Muslime und Christen in Kano an. Der Polizeichef von Kano, Musa Daura, hat in jedem Fall nun eine Ermittlereinheit nach Sheka entsandt und alle Bürger dazu aufgefordert, mit den Sicherheitsbehörden zusammenzuarbeiten, um den Fall aufzuklären. In seiner Stellungnahme bezeichnete er die Morde als „unglücklich“ und „peinlich“.

(Quelle: „PM-News“ vom 06. März 2013)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s