Libyen: koptische Ägypter verhaftet, geschlagen

Hier muss ein bischen Gedächtnisarbeit geleistet werden. Erinnern wir uns: Libyen wurde von der Gaddafi-Diktatur „befreit“ unter massiver Mithilfe der USA, Großbritanniens und Frankreichs. Die Rebellen in Städten wie Benghasi wurden durch massive Luftschläge dieser Staaten gegen Gaddafi-treue Truppen unterstützt und so an die Macht gebombt.

Libyen_landkarteWelche Konsequenzen hat dies nun nach sich gezogen ?

  1. Als sie sahen, dass Gaddafi nicht mehr zu halten war, haben dessen malische Söldner Libyen in Richtung ihrer Heimat verlassen unter Mitnahme des „schweren Geräts“. De facto haben also schwerbewaffnete Nomaden-Söldner den Weg nach Mali gefunden, wo sie nix Besseres zu tun hatten, als einen Bürgerkrieg anzuzetteln, dessen schreckliche Konsequenzen Frankreich unter Mithilfe des Tschad nun einzudämmen versucht. Nebenbei wurden auch die Christen Nord-Malis, durch die Aufständischen (Islamisten und Tuareg) vertrieben, verfolgt und ermordet.
  2. Der US-Botschafter im nun „freien Libyen“ wurde aus lauter Dankbarkeit für die Befreiung von Gaddafi erst einmal vergewaltigt und dann ermordet. Wobei obskure, islamistische Söldner, die als „Schutz“ für die Botschaft angeworben worden waren, eine zwielichtige Rolle spielten, wie besser (als der Spiegel) informierte Kreise mittlerweile herausgefunden haben wollen.
  3. Im mittlerweile unter der Scharia stehenden Libyen werden nun Christen zu Freiwild. Unter dem Vorwurf zu „evangelisieren“ wurden und werden recht willkürlich Gläubige verhaftet, misshandelt und z. T. ausgewiesen. Nach der Verhaftung von vier Christen mit US-Staatsbürgerschaft vor wenigen Wochen, wegen des „Verbreitens gefährlicher Schriften“ (sie hatten Neue Testamente und Traktate gedruckt) kommt nun ein weiterer Fall von echter, schariakonformer, religiöser „Toleranz“ ans Licht der Öffentlichkeit.
    Ca. 100 ägyptische Kopten, die als Händler in Benghasi arbeiteten, wurden vor kurzem inhaftiert, dort misshandelt, ihre Köpfe geschoren, wie „voice of the copts“ berichtet. Noch immer warten sie auf Nachricht darüber, was mit ihnen passiert. Ihnen wird ebenfalls „Evangelisation“ vorgeworfen, was aber nicht nachweisbar ist. Nach Angaben ägyptischer Menschenrechtler gäbe es auch kein libysches Gesetz gegen die Evangelisation. Vermutlich reichte es bereits aus, dass sie in ihren Geschäften offen christliche Symbole ausstellten, um zur Zielscheibe der islamischen Fanatiker zu werden. Es wurde mittlerweile auch bekannt, dass die Bemühungen der ägyptischen Regierung unter Präsident Mursi, seine Staatsbürger wieder ins Land zurückzuholen, wohl eher weniger intensiv ausgeprägt seien, bzw. gar nicht stattfinden. Dies berichtet zumindest die „christian post“. Tja, sind halt „nur Christen“.

Vergessen wir nicht, was ich eingangs erwähnt habe: all diese Entwicklungen wurden mit Hilfe und durch massive Unterstützung der USA, Großbritanniens und Frankreichs freigesetzt. Gaddafi war ein Spinner, Mubarrak ein brutaler Machtmensch, aber gegen Christen so offen und brutal loszuschlagen, wäre beiden nie eingefallen, geschweige denn einen Botschafter zu ermorden. Wer jetzt noch an der These von der „Endzeit“ zweifelt, in der wir uns befinden, ist als gläubiger Christ selbst Schuld an dem, was über ihn kommen wird.

(Hauptquelle: „the christian post“ vom 28. Februar 2013)

 

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Ein Gedanke zu “Libyen: koptische Ägypter verhaftet, geschlagen

  1. Pingback: Der Widersacher hat einen Namen: Der Islam! | kopten ohne grenzen

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