Kenia: Mordanschläge auf zwei Pastoren in der Garissa – Provinz

300px-KeniaWie „open doors“ berichtet, seien am 07. Februar 2013 in der kenianischen Provinz Garissa Mordanschläge auf zwei Pastoren verübt worden. Einer davon war ein Konvertit vom Islam namens Abdi Welli. Er verstarb, während sein Mitbruder, Pastor Ibrahim Makunyi von der East Africa Pentecostal Church noch verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden konnte. Sein Zustand soll sich mittlerweile stabilisiert haben. „Open doors“ schreibt über die Hintergründe dieser und ähnlicher Gewalttaten im Norden Kenias:

Islamistischer Einfluss aus Somalia bedroht Christen

Garissa ist die Hauptstadt des gleichnamigen Distriktes im Osten Kenias, der an Somalia grenzt. In dem muslimisch geprägten Gebiet befindet sich auch „Dadaab“, eines der größten Flüchtlingslager der Welt. Bewohnt wird es hauptsächlich von somalischen Flüchtlingen, die vor dem Bürgerkrieg aus ihrem Heimatland geflohen sind. Doch die islamistische Al Shabaab Miliz ist auch hier aktiv und wird für mehrere Entführungen und Morde verantwortlich gemacht. Seit dem Vorgehen der kenianischen Armee gegen die Gruppierung im vergangenen Jahr, ist es mehrfach zu gezielten Anschlägen gegen Christen gekommen. So wurden beispielsweise bei einem Anschlag auf eine Kirche in Garissa im vergangenen Juli 18 Menschen getötet (wir berichteten). Auch Abdi Welli hatte bereits mehrfach Morddrohungen erhalten. Der ehemalige Muslim hatte sich dadurch jedoch nicht in seinem christlichen Dienst beirren lassen.

Worauf „open doors“ hier nicht hinweist, ist die Tatsache, dass die Attacken der Al-Shabaab sich intensiviert und gesteigert haben, seit Kenia sich an militärischen Stabilisierungsaktionen für die Zentralregierung in Somalia beteiligt. Was angesichts der bevorstehenden Wahlen in Kenia zu erwarten steht, schildert open doors folgendermaßen:

Wahlen am 4.März

Angesichts der politischen Instabilität in der Region sowie der Aktivität extremistischer Muslime sehen Beobachter den bevorstehenden Wahlen in Kenia am 4. März mit großer Spannung entgegen. Anlass zur Sorge gibt vor allem der anhaltende Druck der islamischen Minderheit auf die Regierung. So kam es 2011 bereits zu einer Verfassungsänderung, die unter anderem Scharia Gerichte für zulässig erklärt. Es wird befürchtet, dass dieselben Gruppierungen die offizielle Einführung der Scharia in hauptsächlich von Muslimen bewohnten Landesteilen einfordern könnten; dies würde auch Abspaltungsbestrebungen vom Rest des Landes Vorschub leisten.

Interessant an dem Beitrag von OD ist auch die ausdrückliche Verwendung des Begriffes „Machtstreben extremistischer muslimischer Gruppierungen“, um die Quellen möglicher innenpolitischer Probleme zu bezeichnen. Wie auch immer: es ist an der Zeit für das Wohlergehen Kenias und seiner Bewohner ein gutes Wort beim Himmlischen Vater einzulegen. Viel mehr können wir von hier aus auch gar nicht tun, aber das ist immerhin das Mininum, zu dem wir trägen und desinteressierten Christen im „Westen“ uns aufraffen sollten.

(Quelle: „open doors“ vom 14. Februar 2013)

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Ein Gedanke zu “Kenia: Mordanschläge auf zwei Pastoren in der Garissa – Provinz

  1. Über Dadaab habe ich einen interessanten Bericht gesehen, der die Problematik im „größten Flüchtlingslager der Welt“ gut aufgegriffen hat. Es scheinen weiterhin Flüchtlinge tagtäglich ins Lager einzuströmen und einer Besserung scheint auch nicht in Sicht zu sein. Ich hoffe, dass irgendwann einmal außenpolitisch von den Industriemächten interveniert wird, ohne dabei opportunistische Gedenken zu hegen, denn anscheinend kann das Land sich nicht ohne fremde Hilfe aufrappeln.

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