Türkei: Anschlag auf Pastor verhindert, 14 Verdächtige verhaftet

Im türkischen Ismit ist eine weitangelegte Verschwörung aufgedeckt worden, die dem Pastor der dortigen, evangelischen Gemeinde galt. 14 Verdächtige sind von den Behörden bislang festgenommen worden, die Ermittlungen laufen angeblich aber weiter.

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Was diesen Fall besonders traurig und deshalb in meinen Augen berichtenswert macht, ist die Tatsache, dass zwei der Verdächtigen seit mehr als einem Jahr die Gemeinde besucht hatten und einer von ihnen sich im Juli dort sogar hatte taufen lassen. Einige der anderen Verdächtigen seien gelegentliche Gottesdienstbesucher gewesen, die von der Gemeinde mit offenen Armen empfangen worden waren. Pastor Emre Karaali, 33, der Pastor, dem der Anschlag galt, ist selbst ein Konvertit vom Islam und berichtet folgendes:

Diese Leute haben unsere Kirchengemeinde infiltriert und Informationen über mich, meine Familie und die Kirche gesammelt. Zwei von ihnen besuchten unsere Gemeinde über ein Jahr lang und waren wie Familie für uns.

Die konspirative Gruppe hatte beschlossen, den evangelistisch tätigen Gemeindeleiter töten zu lassen und dafür einen Attentäter aus dem weit entfernten Diyarbakir kommen lassen, als die Polizei einschritt und dem Treiben der Christenhasser ein Ende machte. Sie war ursprünglich bereits im Januar 2012 von Pastor Karaali über akute, sehr ernstzunehmende Morddrohungen gegen ihn informiert worden. Gerade noch rechtzeitig bevor der Gemeindeleiter einige evangelistische Veranstaltungen leiten wollte, wurde das Komplott ausgehoben und die meisten Teilnehmer festgesetzt. Ein Berichterstatter sagte dazu aus:

Hätte die Polizei auch nur eine Woche länger gewartet, hätten wir sie verloren.

Damit bezieht er sich auf die Familie des Pastors, die offensichtlich als „Kollateralschaden“ des Attentäters mit eingeplant war. Nach einem Bericht von „assist news“ habe die Gruppe detaillierte Informationen über den Kirchengrundriss, die Gemeinde, ihrer Besucher und Gäste sowie die Familie von Pastor Emre Karaali und Prediger, die in der Kirche zu Gast waren, gesammelt. Bei den den Verhaftungen nachfolgenden Hausdurchsuchungen seien mindestens zwei Schusswaffen gefunden worden. Mehr möchten die Ermittlungsbehörden aber derzeit noch nicht bekanntgeben, da die Ermittlungen angeblich noch laufen sollen.

BITTE BETEN WIR DOCH ALLE DAFÜR, DASS PASTOR EMRE WIEDER VERTRAUEN IN SEINE SCHÄFCHEN FINDEN KANN UND DER SUBTILE VERRAT DER TEUFELSJÜNGER KEINE TIEFEN SPUREN IN SEINER GEMEINDE HINTERLÄSST.

(Quelle: „assist news“ vom 17. Januar 2013)

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