Behnam Irani nicht vergessen: Julia Klöckner übernimmt Patenschaft

Regionalforum der CDU RheinhessenDer Fall Behnam Irani beschäftigt diesen Blog hier schon länger. Eine online-Petition zu seinen Gunsten haben wir gefeaturet und über jedes Gerücht, das wir über den Verlauf seiner Haft erhalten konnten, berichtet. Ähnlich wie der kürzlich wieder in die Schlagzeilen geratene Pastor Youcef Nadarkhani, ist Behnam Irani ein iranischer Konvertit, der seit Jahren einem Netzwerk von Hauskirchen als inspirativer Mentor und geistlicher Leiter dient. Da sein Fall mittlerweile bekannt ist, möchte ich an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen und nur kurz anmerken, dass er sich derzeit im Gefängnis befindet und seine Gesundheit schwer in Mitleidenschaft gezogen zu sein scheint.

Nun hat die „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte“ (IGfM) bekanntgegeben, dass im Rahmen ihres Patenschaftsprogrammes für politische und religiöse Häftlinge die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner (Foto) die Patenschaft für Pastor Behnam Irani übernommen hat. Frau Klöckner hat dazu folgendes verlauten lassen:

Ich habe großen Respekt vor Menschen wie Behnam Irani, die trotz aller Unwägbarkeiten und Gefahren an ihrem Glauben festhalten und mutig für ihre Überzeugung kämpfen und einstehen. Seine Geschichte macht mich aber auch sehr betroffen. Denn niemand darf wegen seiner Religion unter Ausgrenzung und Unterdrückung leiden oder sogar willkürlich verhaftet, systematisch verfolgt oder gar ermordet werden. Gemeinsam müssen wir einfordern und uns dafür einsetzen, dass Minderheiten im Iran in Freiheit leben können. Die freie Ausübung der Religion gehört dabei zu den Grundfesten dieser Freiheit.

Frau Klöckner hatte bereits eine ähnliche Patenschaft für den inhaftierten, iranischen Christen Mehdi „Petros“ Forutan übernommen, der im Juli 2012 wieder aus dem Gefängnis entlassen wurde. Die IGfM veröffentlichte darüber hinaus auch folgende Details über Klöckners jetzigen „Schützling“ Behnam Irani:

Pastor Behnam Irani (*1960) ist mit einer armenischen Christin verheiratet und hat zwei kleine Kinder. 1992 konvertierte er zum Christentum und ist seit 2002 in einem Netzwerk von Hauskirchen im Iran als Pastor tätig. Deswegen wurde er 2008 zu fünf Jahren und 2011 zu einem weiteren Jahr Haft verurteilt, deren Verbüßung vorübergehend ausgesetzt wurde. Das Gericht begründet das Strafmaß mit „Propaganda gegen das Regime“ und „Verbreitung christlichen Glaubens“. Am 31. Mai 2011 musste Pastor Irani seine einjährige Haftstrafe antreten – dies galt auch für die vormals ausgesetzte Strafe von 2008. Er verbüßt sie im Ghezal-Hesar-Gefängnis, Provinz Alborz, wo er physisch und psychisch misshandelt und gefoltert wird. Er ist in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand. Im Iran ist es einem Muslim nicht möglich, auf legalem Weg aus seiner Religion auszutreten. Wer zum Christentum konvertiert, wird Repressalien ausgesetzt und sogar mit dem Tode bedroht.

Bitte vergessen Sie nicht, über Behnam Iranis Schicksal zu informieren und für diesen Gottesmann zu beten !

(Quelle: „IGfM“ vom 16. Januar 2013)

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