Iran: Youcef Nadarkhani wieder frei.

Das Verwirrspiel um den vom Regime in Teheran verfolgten Pastor Youcef Nadarkhani ist um eine neue Wendung reicher: der Gottesmann wurde nach seiner erneuten Inhaftierung am ersten Weihnachtsfeiertag nun erneut freigelassen.

Fatimah-Youcef-togetherNadarkhanis Schicksal ist seit Jahren ein dauerhafter Kampf gegen das Justizsystem, welches vom Regime benutzt wird, um religiöse und oftmals auch ethnische Minderheiten zu maßregeln und einzuschüchtern. Von 2009 bis 2012 saß der Pastor in Untersuchungshaft. Die Anklagepunkte, die gegen ihn ins Feld gebracht wurden, waren dabei zunächst unklar und wirkten nach ihrem Bekanntwerden (Verstöße gegen die innere Sicherheit, Evangelisieren von Muslimen etc.) konstruiert und künstlich. Ursprünglich waren die iranischen Sittenwächter auf den Pastor aus Rasht aufmerksam geworden, weil er sich gegen die obligatorische Teilnahme seiner Söhne am Islamunterricht in der Schule zur Wehr setzen wollte.
Internationale Proteste hatten seinen Fall in den Fokus der Weltöffentlichkeit gerückt und möglicherweise die Vollstreckung eines Todesurteils, das lange Zeit im Raum gestanden haben soll, verhindert. Christ-sein und Evangelisation gelten im Iran wie in vielen anderen, islamisch geprägten Ländern, als todeswürdiges Verbrechen. Jedoch wird die Todesstrafe nur in wenigen Ländern wirklich regelmässig angewendet.

(Quelle: „Zeltmacher Nachrichten“ vom 09. Januar 2013)

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