Syrien: Mutter Agnes-Mariam spricht wieder…und stellt westliche Blindheit zur Schau.

Mutter Agnes-Mariam de la Croix vom Kloster des Heiligen Jakob in Syrien hatte sich bereits seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien immer wieder zu Wort gemeldet und die einseitige, westliche Berichterstattung kritisiert. Ebenso lieferte sie einige Fakten, die der primitiven Schwarz-Weiss-Malerei unserer Medien, die die Politiker zu Fehlentscheidungen manipulieren, entgegenstanden. Geholfen hat all dies aber nichts, wie sie unlängst wieder klarmachte. Eine ungefilterte Stimme aus Syrien, die hierzulande auf taube Ohren stößt.

Syrien

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Die britische Tageszeitung „Daily Mail“ zitierte unlängst Schwester Agnes-Mariam erneut. Sie berichtet in dieser Zeitung vom Mord an einem Christen, der von Aufständischen geköpft wurde. Seine Leiche wurde dann an einer Straße gefunden wo sie wortwörtlich „den Hunden zum Fraß“ vorgeworfen worden war. Sein Vergehen ? Der Bruder des 38-jährigen Andrei Arbasche, Taxifahrer-verheiratet, soll sich abfällig über die Methoden der Rebellen geäußert haben. Die Nonne wird nun folgendermaßen zitiert:

Sein einziges Verbrechen war, dass sein Bruder gesagt habe, die Rebellen würden wie Banditen agieren, die sie ja auch sind.

Die Daily Mail führte die wachsende Zahl von brutalen Übergriffen der Rebellen gegen die Zivilbevölkerung, vor allem gegen Christen und Alawiten, denen „Kooperation mit dem Assad-Regime“ vorgeworfen wird, an. Mutter Agnes-Mariam, die unbeugsame, 60-jährige Karmeliterin, wirft jedenfalls dem „Westen“ vor, wegzuschauen, wenn solche Dinge passieren und somit die Unterstützung der Aufständischen zu rechtfertigen.

Die freie und demokratische Welt unterstützt Extremisten. Sie wollen die Scharia einführen und Syrien zu einem islamischen Staat machen. Die Aufstände sind längst von islamischen Söldnern übernommen worden, die mehr daran interessiert sind, ihren „Dschihad“ zu kämpfen, als wirklich einen Regierungswechsel zu erzwingen. Das ganze ist zu einem Religionskrieg geworden, in dem die Christen einen hohen Preis bezahlen.

Mutter Agnes-Mariam berichtet auch davon, dass ihr Heimatkloster, „St. Jakob der Verstümmelte“, welches zwischen Damaskus und Homs gelegen ist, von Männern mit schwarzen „Al-Kaida“- Halstüchern abgeriegelt worden wäre, um die jüngsten Weihnachtsfeierlichkeiten zu unterbinden. Sie spricht davon, dass inzwischen mindestens 300.000 syrische Christen im Verlaufe der Konflikte ihre Heimat verloren hätten. Davon mindestens 80.000 aus der heftig umkämpften Region Homs.

Welches deutsche „Qualitätsmedium“ hat von diesen Dingen (und noch mehr, wovon die syrische Nonne zu wissen glaubt) berichtet, oder zumindest die einseitige Parteinahme des Westens in Frage gestellt ?

Beten wir für Syrien. Wenn wir noch Hoffnung für die Gläubigen im Lande haben wollen.

(Quelle: „assistnews“ vom 01. Januar 2013)

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