„Frohe Weihnachten, Pastor Youcef – ab ins Gefängnis !“

Iran: Der erst vor wenigen Monaten aus der Haft entlassene iranische Pastor Youcef Nadarkhani ist nach Berichten diverser Medien und Menschenrechtsorganisationen erneut inhaftiert worden. Pünktlich am ersten Weihnachtsfeiertag. „Frohe Weihnachten, Pastor Youcef“ – Gruss vom schiitischen Terror-Regime !

Pastor Youcef Nadarkhani

Pastor Youcef Nadarkhani

Wie sowohl die Organisation „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte“ (IGfM) als auch diverse, vor allem christliche, Monitorgruppen berichten, sei der durch seinen hartnäckigen Widerstand gegen einen im Gefängnis unternommenen Versuch der  Zwangskonversion zum Islam bekannt gewordene Pastor jetzt erneut verhaftet worden. Er habe es versäumt, diverse Papiere bei seiner Entlassung auszufüllen, so liessen die Behörden verlauten. Und verhafteten ihn in seiner Heimatstadt Rasht prompt, um ihn mindestens weitere 40 Tage in Gewahrsam zu nehmen. Sprecher der IGfM haben gegenüber Medien bereits ihr Unverständnis geäußert. Diese jüngste Maßnahme sei, so Max Klingberg:

…eine Repressalie. Das gesamte Verfahren und auch die Urteilsgrundlage sind willkürlich und unrechtmäßig.

Da islamische Regime meist mit konkreten Aussagen über Sinn und Zweck der konkreten Maßnahmen in der Verfolgung Andersgläubiger sehr geizig sind (ein Rest von schlechtem Gewissen ?) muss man über die genauen Umstände und die Gründe für die Inhaftierung Nadarkhanis ein wenig spekulieren. Das „christian news network“ etwa will wissen, dass auch die vorzeitige Entlassung Pastor Youcefs im September 2012 etwas mit seiner erneuten Inhaftierung zu tun haben soll. Klingt extrem widersprüchlich, aber im derzeitigen Iran muss den Beobachter ja kaum noch etwas verwundern.
Youcef Nadarkhani war, wie das christliche „Pro-Medienmagazin“ berichtet, vom Oktober 2009 bis zum September 2012 inhaftiert. In den Fokus der iranischen Behörden war er geraten, als er sich weigerte, seine beiden Söhne am plötzlich obligatorisch gewordenen, islamischen Religionsunterricht teilnehmen zu lassen. Getreu der Doktrin, dass so etwas bereits als „Angriff auf die islamische Lebensweise“ zu werten sei, wurde Nadarkhani im Anschluss inhaftiert, noch bevor wirkliche, konkrete Anklagen gegen ihn bestanden. Diese sollten erst während seiner Haftzeit fabriziert werden, weshalb er regelmässige Besuche von Verhörspezialisten und Religions-Indoktrinatoren bekam, die ihm „den Kopf zurechtrücken“ sollten. Sein Unwille, den Mächtigen in irgendeiner Art und Weise entgegenzukommen, brachte ihm schließlich ein Todesurteil ein, das aber offensichtlich klammheimlich wieder kassiert wurde.

Nach einer international beachteten Protestwelle in vielen Ländern, die von verschiedenen Menschenrechtsgruppen (darunter viele christliche Aktivisten) angeschoben wurde, war Pastor Nadarkhani schließlich nach drei Jahren wieder aus dem Gefängnis entlassen worden. Jedoch muss er weiter als vorbestraft gelten, da seine „Untersuchungshaft“ als Abbüssen einer Strafe wegen „Evangelisation von Muslimen“ angesehen wird. Soviel zum Thema „Religionsfreiheit“ im Iran.

Bitte beten Sie doch wieder für Pastor Youcef und für die Zustände im Iran. Auch dieses alte Kultur-Volk hat etwas Besseres verdient, als diese gesellschaftlichen Zustände, die es ins Mittelalter zurückwerfen.

(Quelle: „Medienmagazin Pro“ vom 02. Januar 2013 )

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