Weihnachtsterror gegen Christen und kein Ende

Karte von Nigeria.

Nigeria

Die jährlichen Weihnachtsterror-Angriffe auf Kirchen, Gemeinden und Geistliche weltweit haben auch in diesem Jahr erste Opfer gefordert. In Nigeria (welche Überraschung) wurde am Heiligabend ein christlicher Gottesdienst im Dorf Peri nahe des Ortes Potiskum angegriffen. Die Angreifer töteten dabei fünf Gläubige und den Pastor, bevor sie die Kirche anzündeten. Ob sie zur Gruppe der „Boko Haram“ gehören ist derzeit noch nicht bekannt, aber sehr wahrscheinlich. Diese radikalislamische Sekte versucht seit 2009 Nigeria in einen ihrem Anspruch gemäßen „Allahs-Staat“ umzuwandeln. (Ich weigere mich beharrlich, den Begriff und Namen Gottes mit diesen hasserfüllten Irren im selben Satz zu nennen. Denken Sie mal drüber nach, warum !) Dafür tötet die Gruppe Angehörige der Sicherheitskräfte, Vertreter staatlicher Organisationen und Behörden sowie bevorzugt Christen. Sie ist mit den weltweiten islamischen Terrorgruppen wie der ostafrikanischen „Al-Shabaab“ und der „Al-Quaida des Maghreb“ aus Westafrika bestens vernetzt. Über Quellen aus Arabien erhält sie auch ihre Waffen, die dann für Angriffe wie den oben geschilderten benutzt werden. Einheimische christliche Geistliche warnen auch bereits seit Jahren davor, dass die „Boko Haram“ Söldner anwerbe und lokale Stammeskonflikte für ihre Ziele missbrauche.

Die „Zeit online“ schildert die Ereignisse des Heiligabend folgendermaßen:

Um Mitternacht sei eine Gruppe Bewaffneter in das Dorf Peri nahe der Stadt Potiskum gekommen und direkt zur Kirche gegangen, berichtete ein Ortsansässiger. „Sie haben das Feuer eröffnet und den Pfarrer und fünf Gläubige erschossen.“ Anschließend hätten die Angreifer das Gotteshaus in Brand gesetzt.

Ein ranghoher Polizeibeamter des Bundesstaates Yobe, dessen Hauptstadt Potiskum ist, bestätigte die Angaben. Wer hinter dem Angriff steckt, war zunächst nicht klar.

Sogar der Papst hat mittlerweile die Situation bewusst adressiert, als er in seinem Weihnachtssegen kurz die „grausame terroristische Attentate“ in Nigeria erwähnte. Das mag noch nicht viel sein, aber ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Welt nicht mehr kommentarlos den Blick abwendet, wenn systematische, religiöse Verfolgung Christen zum Ziel hat.

(Quelle: „Zeit online“ vom 25. Dezember 2012)

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4 Gedanken zu “Weihnachtsterror gegen Christen und kein Ende

  1. Die Katholiken in Deutschland haben am Zweiten Weihnachtsfeiertag für die verfolgten Christen weltweit gebetet.

    Freiburg (kath.net/KNA) Die Katholiken in Deutschland haben am Zweiten Weihnachtsfeiertag für die verfolgten Christen weltweit gebetet. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, verwies am Mittwoch in Freiburg vor allem auf die Lage der Christen im Nahen und Mittleren Osten. «In Ägypten droht ein islamischer Gottesstaat ohne Religionsfreiheit», sagte er. Diskriminierung und Gewalt hätten in der Region zu einer schleichenden, aber unablässigen Auswanderungsbewegung geführt, die «mittelfristig die Existenz des orientalischen Christentums in Frage stellt», sagte der Freiburger Erzbischof.

    Nach Einschätzung des Freiburger Erzbischofs ist es noch zu früh, darüber zu urteilen, wie sich der Umsturz in der arabischen Welt letztlich auf die christlichen Minderheiten auswirken wird: «Aus Tunesien gibt es durchaus positive Entwicklungen zu vermelden», sagte er. «In Ägypten hingegen droht die Errichtung eines islamischen Gottesstaates, der dem Christentum, vor allem der großen koptischen Kirche, die Luft zum Atmen nehmen könnte.»

    Am Zweiten Weihnachtstag gedenkt die katholische Kirche des heiligen Stephanus, der als der erste Märtyrer des Christentums gilt.

    Die Deutsche Bischofskonferenz hatte beschlossen, dass aus diesem Anlass künftig jährlich in allen katholischen Gemeinden für die verfolgten Christen gebetet werden soll.

    «Christen sind in unserer Zeit die am stärksten verfolgte religiöse Gruppe», betonte Zollitsch. «Wenn wir uns besonders für die bedrängten Christen einsetzen, so geht es uns nicht um Privilegien, sondern einzig um das Menschenrecht auf Religionsfreiheit.» Vor allem in einigen großen Ländern Asiens mischten sich die Regierungen massiv in die inneren Angelegenheiten der Kirchen ein und versuchten, deren Leben einzuschränken und zu reglementieren. In Lateinamerika kämen sozial engagierte Gläubige den herrschenden Kreisen in die Quere und sollten mit Gewalt zum Schweigen gebracht werden.

    Auch der Bamberger katholische Erzbischof Ludwig Schick verwies auf die schwierige Situation der Christen in Nordafrika und im Nahen Osten. «Wir setzen uns für die Christen nicht exklusiv, sondern exemplarisch ein», sagte Schick, der auch Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Bischofskonferenz ist. Schließlich sei Religionsfreiheit ein Menschenrecht: «Die Bekenntnis-, Kultur- und Aktionsfreiheit, die wir für Christen fordern, soll auch anderen Religionen zuteil werden». Wer seine Religion nicht frei bekennen und praktizieren könne, «wird in allen seinen Lebensbezügen eingeschränkt».

    Der Trierer Bischof Stephan Ackermann erklärte, 80 Prozent der Menschen, die aus religiösen Gründen ihr Leben verlören, seien Christen. In Ländern wie Nigeria, China oder Nordkorea und in Teilen Indiens habe ihre Bedrohung in der vergangenen Jahren noch zugenommen. Ausdrücklich rief der Bischof dazu auf, auch für die «Bedränger und Verfolger» zu beten. «Wir wollen ja, dass sich verhärtete Fronten auflösen, dass Hass und Ablehnung ein Ende finden», sagte Ackermann, der Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax (Gerechtigkeit und Frieden) ist; die Kommission ist eine gemeinsamen Einrichtung der Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK).

    (C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

    Es ist zwar betrüblich, dass nicht regelmäßig in kürzeren Abständen für die verfolgten Christen und anderen Menschen gebetet wird. Aber 1 x jährlich ist wohl erst ein Anfang. Ich hoffe,dass sich – solange diese Verfolgung und Diskriminierung andauert – sich auch während des Rests des Jahres hier und da ein ernst gemeintes Gebet für die verfolgte Christenheit getätigit wird. Auch Blogs wie dieser haben dazu beigetragen, dass möglicherweise so etwas wie ein Bewusstwerden der Problemstellung „Chrsitenverfolgung“ überhaupt sichtbar wird. Wenigstens ein kleines Zeichen, leider ein immer noch zu geringes Zeichen – der betenden Solidarität der hiesigen Christen.

    • Ja, es lebe der „Stephanustag“. Ähnlich wie beim Gebetstag für die verfolgten Christen von der Weltweiten Evangelischen Allianz im November gedenkt auch die „andere Konfession“ einmal im Jahr der Christen unter Verfolgungsdruck. Das ist redlich und sicher in vielen, deutschen Gemeinden auch sehr ernsthaft angenommen. Ich finde das gut, nur müssen wir uns eben vor der „Routine“ und dem Gefühl, mit diesem einen Tag „der Pflicht genügt zu haben“ hüten. Auch in den anderen 364 Tagen im Jahr leiden unsere Geschwister. Und das besorgt mich mehr, als mich die wachsende Anteilnahme beruhigt.
      In diesem Sinne wünsche ich mir, dass der „St. Stephanustag“ von immer mehr katholischen Christen sehr ernstgenommen und als Start für mehr Hilfe und Anteilnahme und zur Abwehr der diversen Lügen über die Christenverfolgung genutzt wird. Diese Hoffnung ist sicher nicht ganz unbegründet.

      • Werter stefanus 1: Danke für Ihr Statement. Das zeugt davon, dass Ihnen dieser Blog doch noch am Herzen liegt und dieser Ihnen nicht gleichgültig ist. Das freut mich besonders. Dafür recht herzlichen Dank. Ja, nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber vielleicht auch nur ein schwacher Hoffnungsschimmer. Langsam fangen auch einige wenige Köpfe in der Kirche an, angesichts des wachsenden Islamismus in Ägypten und Co. ihre ignorante und ihr künstlich hochgehaltenes schönfärberisches Islamkorsett zu hinterfragen. Immer wieder können wir nur schreiben, dass kritikwürdige Verse aus Koran und anderen Schriften des Islam ausdiskutiert werden müssen, damit Muslime nicht Opfer dieser irregeleiteten Religionsideologie werden und in den Hl. Krieg ziehen. Die ehrlichen, aber gefährlichen Agitatoren wie z. B. Herr Abou Nagie lässt seine Lehre, die die Lehre des reinen Korans ist, dürfen diese Lehre als Multiplikator verlauten lassen. Das ist ja von der Meinungsfreiheit gedeckt auch wenn der Inhalt dem GG in Teilen zutiefst widerspricht. Viele Muslime werden durch Menschen wie ihn angesteckt. Das aber scheint unsere träge Gesellschaft nicht zu stören. Aber das kann bombengefährlich werden. Wie geschrieben: Muslime sind die ersten Opfer ihrer Religion, bevor andere Muslime der anderen Konfession oder eben Nichtmuslime die ungerechte Härte dieses islamischen Gottes zu spüren bekommen.

        Beten wir wieder für die Opfer in allen Ländern, in denen Menschen, nur weil sie Christen sind oder Menschen, die eine andere frriedliche Einstellung haben, verfolgt werden. Möge dieses leider nur recht dürftige Zeichen ein Zeichen der Hoffnung für diese Menschen sein.

      • Ja, mein liebstes Weihnachtserlebnis 2012 war der Moment, als mir eine Freundin erzählte, dass sich im vergangenen Jahr eine junge, türkische Frau in ihrer Gemeinde bekehrt hat. Sie hatte nach intensivem Koranstudium und langen Gesprächen mit ihren Imamen so dermaßen die Faxen dicke vom Islam, dass sie prompt eine sehr herzliche und offene Gemeinde suchte und schließlich auch fand, wo sie sich bekehrte, einen „Alpha“-Kurs mitmachte und auch Weihnachten gefeiert hat. Ich schätze mal, dass mit ihrer Taufe im Jahr 2013 zu rechnen ist. Diese „kleine“ Nachricht hat mich doch ehrlich gesagt, sehr positiv gestimmt und ermutigt. Wenn es auch hierzulande noch Menschen gibt, die den schweren Weg gehen, von ihrer Familie verachtet und möglicherweise an Leib und Leben bedroht zu werden, weil sie Christus nachfolgen wollen (mich beschleicht dabei immer die Erinnerung an das Beispiel von Sabatina James), dann kann noch nicht aller Tage Abend sein. In jedem Falle habe ich der Freundin meine Freude über ihr neues Gemeindemitglied mitgeteilt. Interessant ist, dass diese junge Frau die Möglichkeit hatte, zu einer türkisch-sprachigen, evangelischen Gemeinde zu gehen und dies aber bewusst ablehnt. Soviel also auch zum Thema „Integration“.

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