Gewalt gegen Christen in Sri Lanka

Sri_LankaHierzulande gibt es das positive Vorurteil, dass Buddhisten so ungeheuer „friedlich und ausgeglichen“ sind. Sozusagen in einer Art permanentem „Nirwana“ vor sich hinschweben. Die Ablehnung traditioneller, christlicher Spiritualität, die in der Folge der 68er – Bewegung durch Europa zieht, hat im Umkehrschluss auch zur Hinwendung an „östliche“ Kulte geführt. U. a. wurde so der Buddhismus populär.

Zugegeben: der „Dalai Lama“ ist ein sehr interessanter, humorvoller und gebildeter Mensch. Seine Art des tibetanischen Buddhismus tut niemandem wirklich weh und seine absolut gewaltlose Reaktion auf die völkerrechtswidrige Annexion Tibets durch China im Jahr 1959 ist absolut bewundernswert. Aber Buddhismus als „Staats-“ oder Mehrheitsreligion hat durchaus intolerante und brutale Züge, wie jetzt erst wieder aus Sri Lanka bekannt wurde. Der Dalai Lama in allen Ehren, aber die Praxis sieht für Christen als religiöse Minderheit auch in buddhistisch geprägten Staaten oder Regionen durchaus gefährlich aus.

Wie der „assist news service“ erst gerade berichtete, hat ein gewalttätiger Mob, der von buddhistischen Mönchen angeführt wurde, am 09. Dezember 2012 in Weeraketiya, Hambanthota Distrikt, Sri Lanka, eine Kirche angegriffen. Der Pastor erlitt dabei leichte Verletzungen als ihm ein Stein an den Kopf geworfen wurde.  Der wütende Mob überwältigte dabei sogar acht anwesende Polizisten, die sich einen Eindruck von der Situation vor Ort machen wollten, um in das Kirchengebäude zu gelangen. Dort verwüsteten sie (ich sage bewusst nicht „vandalisierten“, weil das, nach historischen Erkenntnissen, den Vandalen Unrecht tut) das Kircheninnere und attackierten den Pastor. Ebenso wurden diverse Fahrzeuge von Kirchgängern, welche vor dem Gebäude geparkt waren, schwer beschädigt.
Vorangegangen war diesen Übergriffen ein Versuch, den Gemeindeleiter durch Einschüchterung und den Hinweis auf eine angebliche Verfassungsänderung dazu zu bringen, seine Tätigkeit von der Zustimmung örtlicher, buddhistischer Kleriker abhängig zu machen. Auf dessen Weigerung (weil die Verfassung eben weiterhin entgegen der Lügen der buddhistischen Mönche freie Religionsausübung zusichert) hin erfolgte dann der beschriebene Angriff auf das Gotteshaus.

Dass diese Vorgänge aber keine „bedauerlichen Einzelfälle“ sind, beweist die Attacke auf einen Gottesdienst im Ort Karusal, Mannar Distrikt, vom 07. September 2012, wo ein „unbequemer“ Bischof namens Rayappu Joseph während einer Andacht attackiert wurde. Zwei Gläubige wurden dabei ebenfalls verletzt, die dem Bischof zu Hilfe eilten. Bischof Joseph hatte sich in der Vergangenheit für die Volksgruppe der Tamilen stark gemacht und war somit den singhalesichen Behörden aufgefallen.

Attacken wie diese kennen wir aus Indien, China und diversen, islamisch geprägten Ländern. Dass jetzt auch die Buddhisten in Sri Lanka, Vietnam oder Thailand gegen Christen vorgehen, lässt nichts Gutes erhoffen, was die weltweite „Religionsfreiheit“ oder Freiheit der Religionsausübung angeht. Die biblisch angekündigte Verfolgung der Gemeinde zieht immer weitere Kreise und springt dabei mühelos über kulturelle, regionale, politische und wirtschaftliche Grenzen, wie es scheint. Eat this, Richard Gere !

(Quelle: „assist news“ vom 13. Dezember 2012)

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3 Gedanken zu “Gewalt gegen Christen in Sri Lanka

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